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Industrieller August Büttner starb vor 100 Jahren (09.07.2019)

Zuletzt geändert: 09.07.2019 14:21:49 CEDT

Am 10. Juli 2019 jährt sich zum 100. Mal der Todestag des Industriellen August Büttner. Die Stadt Krefeld ehrt den Verstorbenen anlässlich seines 100. Todestages durch eine Kranzniederlegung. Büttner wurde am 13. April 1846 in Rahen/Westfalen geboren und starb am 10. Juli 1919 in Krefeld. Nach einem dreijährigen Maschinenbaustudium an der Königlichen Gewerbeakademie in Berlin arbeitete er zunächst als technischer Zeichner und wurde dann Assistent an der Technischen Hochschule zu Aachen. Danach ließ er sich in Aachen als Ingenieur nieder und es gelang ihm mit Unterstützung Aachener Industrieller, eine eigene Fabrik zu errichten, in der er seine Erfindungen und Patente für Dampfkessel praktisch verwerten konnte.

So entstand am 16. Dezember 1874 die Kommanditgesellschaft „Rheinische Röhrendampfkesselfabrik August Büttner & Cie" in Uerdingen am Rhein. 1884 gründete er zusammen mit dem Chemiker Dr. Karl Meyer die Schwesterfirma Büttner & Meyer. Unter dem Namen „Rheinische Dampfkessel- und Maschinenfabrik Büttner" wurden beide Firmen 1903 zu einer GmbH vereinigt, die am 24. Juli 1920 nach Büttners Tod in die Büttner-Werke AG umgewandelt wurde. Bei seiner unternehmerischen Tätigkeit galt seine Teilnahme und Sorge auch seinen Arbeitern.

Er stellte Mittel zur Verfügung für Zwecke der Wohnungsfürsorge, die Hebung des Familiensinns und den Kampf gegen den Alkohol. Als Anerkennung für seine vielseitigen sozialen Bestrebungen wurde ihm 1905 der Kommerzienrat-Titel verliehen. Außerdem war August Büttner vom 14. Januar 1890 bis 3. Mai 1907 Stadtverordneter in Uerdingen.

Neben diesen zahlreichen Aufgaben widmete er sich in seiner Freizeit der Philosophie und veröffentlichte Vorträge und Abhandlungen sowie 1911 sein Hauptwerk, ein Buch mit dem Titel „Von der Materie zum Idealismus, Skizze eines einheitlichen Weltbildes". Das Buch wurde von der Fachpresse, Philosophen und Physiologen sehr anerkennend bewertet.

Nach schweren Schicksalsschlägen, wie dem Tod seiner Söhne August und Georg, sowie seines Schwiegersohnes und Bruders verstarb August Büttner, nachdem er selbst noch einmal als 72-Jähriger die Geschäftsführung übernommen hatte, am 10. Juli 1919.