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Hunde müssen in Naturschutzgebieten an die Leine (12.04.2019)

Zuletzt geändert: 15.04.2019 09:34:50 CEDT

Zu Beginn der Brut- und Setzzeiten möchte der Kommunalbetrieb Krefeld noch einmal alle Hundebesitzer dazu auffordern, ihre Hunde in den Naturschutzgebieten anzuleinen. In allen Krefelder Naturschutzgebieten gilt ein generelles Leinengebot für Hunde. Gerade in der Brut- und Aufwuchsphase sollten alle Besucher besondere Rücksicht auf die Natur nehmen.

Insgesamt gibt es in Krefeld zehn Naturschutzgebiete, wobei der Bereich Hülser Berg/ Hülser Bruch mit rund 430 Hektar das größte Gebiet darstellt. Weitere größere Schutzgebiete sind der Egelsberg, das Latumer Bruch und die Niepkuhlen. Jedes der Naturschutzgebiete weist spezifische Besonderheiten auf, die Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten bieten. Deshalb ist es verboten abseits der Wege zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren, sowie einen Hund unangeleint laufen zu las-sen. Seltene Brutvögel wie der Kiebitz, die Feldlerche oder die Waldschnepfe als Bodenbrüter sind besonders gefährdet. Darüber hinaus können Vogelarten, die in Bodennähe brüten, wie die Heckenbraunelle, das Rotkehlchen oder die Nachtigall ebenfalls durch frei laufende Hunde beeinflusst werden. Zudem setzt das Rehwild Ende April / Anfang Mai die jungen Kitze, weitere Säugetiere wie der Feldhase versorgen zu dieser Jahreszeit ihre Jungtiere.

Es muss deshalb gerade in dieser Zeit besonders darauf geachtet werden, dass der vierbeinige Begleiter nicht den Jagdinstinkt wieder entdeckt. In den kommenden Wochen wird es deshalb in den Naturschutzgebieten verstärkt zu Kontrollen kommen.