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Der Krefelder Kita-Call

Zuletzt geändert: 30.03.2020 10:34:12 CEDT

In den aktuellen Zeiten mit Covid19 gestalten sich der Alltag und der Rhythmus vieler Familien anders als noch vor kurzer Zeit. Eltern, die ihr Kind oder ihre Kinder sonst täglich in die Kita oder die Schule bringen, bleiben nun als Familie Zuhause. Kinder, die sonst täglich durch ihre Kita toben, sehen ihre Kita-Freunde und auch ihre Erzieherinnen und Erzieher längere Zeit nicht.

Damit der Kontakt zu den Kindern und zum Elternhaus auch während der Corona-bedingten Schließungszeit weiter bestehen kann, bieten die städtischen Kindertageseinrichtungen ihren Familien mit der Aktion: „Krefelder Kita-Call" einen ganz besonderen Service an:
Einfach mal nachfragen, wie es zu Hause läuft, wenn die Kita nun geschlossen ist. Kleine Tipps geben, wie die Kinder Zuhause gefördert und beschäftigt werden können oder auch telefonisch - mal ohne Zeitdruck - über den Entwicklungsstand zu berichten und sich über zukünftige gemeinsame Ziele im Rahmen der Erziehungspartnerschaft auszutauschen, all das wird durch den Krefelder Kita-Call möglich.

Jede Gruppenleitung ruft einmal in der Woche ihre Kinder an und fragt bei den Eltern nach, wie es den kleinen „Rackern" und ihren Familien geht. Die Kita und auch die Eltern sind so immer auf dem aktuellen Stand der jeweiligen Entwicklung.
Natürlich haben auch die Kinder immer die Möglichkeit, mit ihren Erzieherinnen oder Erziehern zu sprechen und von ihrem „Alltag - ohne Kita" zu berichten, sofern sie unter Berücksichtigung ihres Alters und der Sprachkenntnisse dies können oder möchten. Dank der Technik besteht auch für die ganz kleinen unter ihnen die Möglichkeit, sich per Videoanruf zu sehen, was wichtig ist, damit die Kinder auch visuell Kontakt zu ihren Bezugspersonen in den Kitas halten.

Was ist Zuhause anders als in der Kita, ist meine Freundin Lea oder mein Kumpel Jonas auch gerade nicht in der Kita, weil diese geschlossen ist, warum dürfen wir nicht in die Kita, wenn Du da bist und wann basteln wir endlich wieder? - Die Erzieherin am anderen Ende der Leitung hört dem Kind beim Kita-Call geduldig zu und beantwortet gerne Fragen.

Der neue Alltag, die fehlenden Freizeit- und Sportangebote sowie die geschlossenen Spiel- und Bolzplätze können auch dazu führen, dass der gewohnte Familienrhythmus durcheinander gerät und die Eltern Beratungs- oder Unterstützungsbedarf haben.

Hier informieren die Erzieherinnen und Erzieher die Familien gerne über zusätzliche Beratungsangebote zur Bewältigung ihres Alltages oder vermitteln die Eltern an die zuständigen Stellen, wo sie eine entsprechende Unterstützung erhalten. Die Stadt Krefeld hat in Ergänzung zu den vielen bereits existierenden (telefonischen) Beratungsangeboten eine Hotline für Krefelder Eltern eingerichtet. Unter 0 21 51 / 86 30 03 erhalten die Eltern Beratung und Unterstützung bei Krisen und auftretenden erzieherischen Problemen. Weitere Infos hierzu finden Sie auch unter:
https://www.krefeld.de/de/pressemeldungen/beratungs-hotline-fuer-krefelder-familien/

Insgesamt sind die ersten Erfahrungen dieses freiwilligen und freundlichen Angebotes des Krefelder Kita-Calls durchweg positiv. Der Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung hofft, dass sich auch möglichst alle Kitas freier und konfessioneller Träger sowie vielleicht auch die Grundschulen entscheiden, sich diesem Angebot anzuschließen.

Zuletzt hatte sich das Angebot bereits bis Karlsruhe rum gesprochen. Das dort zuständige Jugendamt hatte sich aktuell über das Angebot in der Krefelder Fachabteilung informiert.