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Kino in der Villa 2019

„Kino in der Villa" geht weiter! Die NS-Dokumentationsstelle in der Villa Merländer (Friedrich-Ebert-Straße 42, 47799 Krefeld) hat bis Dezember 2019 wieder die beliebte Filmreihe im Veranstaltungsprogramm. Der Eintritt ist jeweils frei, das
Haus freut sich über Spenden.

Das diesjährige Thema der Filmreihe sind „unbequeme und vergessene Opfergruppen" - Opfer des Nationalsozialismus, die gesellschaftlich wenig bedacht werden. Anhand von Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen, Diskussionen mit Filmschaffenden und Be-troffenen sind zu sieben Terminen sehr unterschiedliche Beispiele von Filmen zu sehen.

21.10.2019 - „Die Freiheit des Erzählens" Das Leben des Gad Beck

Gad Beck war 19 Jahre alt, als seine große Liebe Manfred Lewin nach Auschwitz deportiert wurde. Als "jüdischer Mischling" wurde Beck 1943 in dem Berliner Sammellager Rosenstraße interniert und nach den einzigartigen Protesten nichtjüdischer Angehöriger wieder freigelassen. Während der letzten beiden Kriegsjahre organisierte er das Überleben zahlreicher im Untergrund lebender Juden.Ein Film über alltäglichen Heldenmut und homosexuelle Liebe in einer mörderischen Zeit.
Die Autoren Carsten Does und Robin Cackett werden anwesend sein.

7.11.2019 - Kichka, Jürgen Kaumkötter

Thema der deutsch-polnischen Koproduktion ist die Beziehung zwischen Michel Kichka und seinem Vater, einem Opfer und Zeitzeugen des Holocaust. Der Film zeigt die Auswirkungen der Shoah auf eine Familie. Trotz - oder gerade wegen dieses erschütternden Bezugs - ist er voller Leichtigkeit, Zuneigung und Hoffnung. Der Produzent Jürgen Kaumkötter wird bei der Veranstaltung anwesend sein.

21.11.2019 - Spielzeugland

Der Kurzfilm erzählt von einer Mutter, die verzweifelt auf der Suche nach ihrem Sohn Heinrich ist, der möglicherweise mit den jüdischen Nachbarn in ein Konzentrationslager gebracht wurde. 2009 wurde Spielzeugland mit einem Oscar als bester Kurzfilm ausge-zeichnet. Regisseur Alexander Freydank wird bei der Veranstaltung anwesend sein.

2.12. - Pizza in Auschwitz, Nachholtermin

Die Doku des israelischen Filmemachers Moshe Zimmerman schildert eine Reise in die Vergangenheit aus der Sicht des 74-jährigen Danny Chanoch, der Auschwitz überlebt hat. Nach langen Überlegungen tritt er nun mit seinen Kinder Miri und Sagi eine Reise an, um gemeinsam mit ihnen die Schauplätze seiner verlorenen Kindheit aufzusuchen. In Auschwitz will Danny einen Wunsch verwirklichen, den er schon sein ganzes Leben lang hegt. Er möchte mit seinen Kindern eine Nacht auf seiner alten Pritsche in seiner alten Baracke verbringen.