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MOVE! - 18. Krefelder Tage für modernen Tanz

Krefeld TANZT zeitgenössisch

12. Oktober bis 23. November 2019

Logo des Kulturbüros der Stadt Krefeld

Das Kulturbüro der Stadt Krefeld lädt seit 1994 dazu ein, mit den Krefelder Tagen für modernen Tanz „MOVE!" zeitgenössischen Positionen aus der Tanzszene NRW und aus einem Gastland in der Fabrik Heeder zu begegnen - in diesem Jahr zum 18. Mal. Dabei beweist „MOVE!" immer wieder hautnah, wie facettenreich sich die flüchtige Kunstform Tanz einsetzen lässt, um relevante, politische, ganz persönliche, vielfältige Themen auf der Bühne zu verhandeln.

Zum diesjährigen Festival wurden sieben aktuelle Produktionen aus Nordrhein-Westfalen eingeladen. Den Länderschwerpunkt bilden in diesem Jahr drei Compagnien aus Belgien, die alle in Brüssel residieren.

Die Compagnie Giolisu reflektiert in ihrer Arbeit immer wieder gesellschaftspolitische Realität in einer poetischen Weise. Ihre virtuose Produktion „Il Dolce Domani" eröffnet das Festival.

Die Choreographin Ayelen Parolin ist mit ihren Kreationen über Verhaltensmuster und das Animalische im Menschen in ganz Europa erfolgreich. Sie beleuchtet in „Autóctonos II", was es heißt, Teil einer Gruppe zu sein, und trifft damit wieder einmal einen Nerv der Zeit.

Zum Abschluss der Tanztage zeigt die Anton Lachky Company ihr Stück „Ludum", eine faszinierende Performance von beeindruckendem Tempo und großer Präzision.

Aus Nordrhein-Westfalen werden in Krefeld zu Gast sein: die Emanuele Soavi incompany, CocoonDance, das Kaiser Antonino Dance Ensemble, MIRA 7, die Tchekpo Dance Company und tanzfuchs PRODUKTION sowie der Choreograph Julio César Iglesias Ungo gemeinsam mit seinem belgischen Partner Helder Seabra. Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet das Festival ab.

Ein besonderer Dank gilt den Förderern der diesjährigen Reihe „MOVE!", der Kunststiftung NRW und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Logo der Kunststiftung NRW Logo des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

www.tanzwebkrefeld.de

12.10. Samstag - 20 Uhr - Studiobühne 1

Zur Eröffnung sprechen:
Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld
Bettina Milz, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
Christine Peters, Expertin für Performing Arts der Kunststiftung NRW

Compagnie Giolisu, Brüssel, Belgien
IL DOLCE DOMANI

Konzept, Regie: Lisa Da Boit, Céline Curvers - Choreographie, Performance: Lisa Da Boit, Rudi Galindo, Jean-Marc Fillet und Rolando Rocha - Musik, Soundtrack: Thomas Barrière

Szene aus der Produktion "IL DOLCE DOMANI", Foto: Martin CoiffierFoto: Martin Coiffier

Eine Frau und drei Männer treffen nach einigen Jahren ohne jeglichen Kontakt in einem Ballsaal wieder aufeinander. Ihre Geschichten sind miteinander verwoben. Verbindet sie ein Geheimnis? Ein Verlust? Oder eine betrogene Liebe? Alle müssen sich den eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten stellen. Da heißt es: hinfallen und wieder aufstehen. Die Choreographie „Il Dolce Domani" platziert das Publikum vor einem Stillleben aus konkreten Situationen und besonderer Körperlichkeit. Ergebnis ist ein eindringliches und sensibles Tanzstück.

Inspiriert von Michael Hanekes Film „Liebe", der die Beziehung eines älteren Paars nach dem Schlaganfall der Ehefrau thematisiert, haben Lisa Da Boit und Céline Curvers mit „Il Dolce Domani" eine Ode an das Verstreichen der Zeit, eine Reise durch die Schatten- und Lichtseiten der Existenz und eine tänzerische Darstellung des süßen Morgens und des Aufwachens nach einem klaren Traum geschaffen.

Die belgische Tanzcompagnie Giolisu bedient sich in ihren Performances starker körperlicher Elemente, um sich mit der aktuellen, sozialpolitischen Realität auseinanderzusetzen. Die Tänzerin und Choreographin Lisa Da Boit war 2001 Mitbegründerin von Giolisu. Gemeinsam mit der Tänzerin Céline Curvers erschuf Da Boit im Jahr 2014 das Stück „Il Dolce Domani". Im Jahr 2015 wurde die Choreographie als beste Tanzperformance beim Prix de la Critique, Belgien, ausgezeichnet.
www.giolisu.com

Eine Produktion in Kooperation mit Les Brigittines und unterstützt durch Fédération Wallonie-Bruxelles - Service de la Danse, asbl Centre Lorca, Théâtre Marni, Charleroi Danses und CC Jacques Franck. Giolisu wird gefördert von Grand Studio und WBI.

Das Gastspiel erfolgt mit Unterstützung von Wallonie-Bruxelles International (WBI).

Logo Wallonie - Bruxelles International.be

Eintritt: 13,- Euro/ ermäßigt 7,50 Euro

Anschließend MOVEtalk:
Sie sind herzlich eingeladen zu einem Getränk und zum Austausch mit anderen Tanzinteressierten.

12.10. Samstag bis 20.12. Freitag - Eingangshalle des Hauptbahnhofs Krefeld, Innenhof und Foyers der Fabrik Heeder

Ein Tanzfilm im öffentlich-virtuellen Raum
Mark Sieczkarek Company, Wuppertal
MALOU & DOMINIQUE

Deutschland 2019
Choreographie, Kostüme, Filmschnitt: Mark Sieczkarek - Tanz, Darstellung: Malou Airaudo und Dominique Mercy - Assistenz: Gabriel Soto Eschbach - Filmproduktion, Kamera, Aufnahmeleitung: Kai Fobbe - Präsentation: motionartfilm - Softwareentwicklung: Munir Husseini

Filmszene aus Malou & Dominique, Foto: Mark SieczkarekFoto: Mark Sieczkarek

Den Tanzfilm „Malou & Dominique" hat der Choreograph Mark Sieczkarek gemeinsam mit dem Wuppertaler Videokünstler Kai Fobbe realisiert. Er kann als virtueller Raum nur an bestimmten konkreten Orten betreten werden. Der virtuelle Kulturraum legt sich dabei als zweite Ebene über den realen Raum und wirkt auf ihn zurück, verwandelt auch ihn in einen Kulturraum. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn werden ein gutes Dutzend Bahnhöfe in NRW mit dem Film bespielt. In Krefeld kann man ihn im Rahmen von „MOVE!" nicht nur in der Eingangshalle des Hauptbahnhofs, sondern auch in der Fabrik Heeder sehen.

Malou & Dominique" ist ein Episodenfilm, in dem sich ein assoziationsreiches Spiel von Nähe und Distanz entwickelt. Die französische Tänzerin Malou Airaudo und ihr Landsmann Dominique Mercy loten darin den (Zwischen-)Raum aus, treffen in immer wieder neuen Begegnungen aufeinander.

Malou Airaudo und Dominique Mercy tanzten in vielen Stücken von Pina Bausch die Hauptrollen. Der aus Schottland stammende Mark Sieczkarek war auch Mitglied der Wuppertaler Compagnie und hat sich seit über 30 Jahren als Choreograph in Deutschland und weltweit einen Namen gemacht. Seine Film-Choreographie wird die Tänzerin und den Tänzer in ein anderes Licht rücken und sicherlich eine Überraschung für ihre Fans sein.

Mark Sieczkarek gründete 1998 die Mark Sieczkarek Company und kreierte in den letzten Jahren unter anderem Choreographien für die Reihe „Underground" des Tanztheaters Pina Bausch. Mit einer Vielzahl von Choreographien sowie etlichen tänzerischen Projekten in Afrika, Südamerika und Europa zählt Sieczkarek zu den produktivsten und bemerkenswertesten Tanz-Künstlern seiner Generation. Sein Stil überrascht immer wieder neu durch Originalität und poetische Bilder.

Das Sichten des Films ist kostenfrei. Scannen Sie den QR Code, gehen Sie zu den angegebenen Orten, und Sie können den Film auf Ihrem mobilen Endgerät sehen.
www.motionartfilm.de/virtual-public-space/virtual-public-space/tanz-film-projekt-malou-dominique/

OR-Code zu dem Tanzfilm im öffentlich-virtuellen Raum "MALOU & DOMINIQUE"
Logo des NRW Kultursekretariats Wuppertal

17.10. Donnerstag - 20 Uhr - Studiobühne 1

Emanuele Soavi incompany, Köln
INVASION
Ein Stück Tanz für Jacques Offenbach im Rahmen des Jacques-Offenbach-Jahres 2019
Choreographie: Emanuele Soavi - in Zusammenarbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern: Federico Casadei, Abine Leao Ka, Lisa Kirsch, Mihyun Ko, Giulia Marino und Michele Nunziata - Cello: Katharina Apel-Hülshoff und Anja Schröder - Sound: Stefan Bohne - Ausstattung: Heike Engelbert

Szene aus der Produktion "INVASION", Foto: Joris Jan BosFoto: Joris Jan Bos

Im Rahmen des Formats „MOVE! in town" begab sich die Emanuele Soavi incompany im Auftrag des Kulturbüros im Juli 2019 in und vor der Hochschule Niederrhein tänzerisch-musikalisch auf die Spuren des großen Komponisten und Musik-Theatermachers Jacques Offenbach, dessen 200. Geburtstag sich 2019 jährt. Dieser Performance-Parcours mit dem Titel „Larmes bouffes - Komische Tränen" hat sich nun in Kooperation mit der Kölner Offenbach-Gesellschaft zum Bühnenstück „Invasion" weiterentwickelt. Offenbach und Elektronik, zeitgenössischer Tanz und Mode (präsent durch Kostüme des Labels Comme des Garçons), Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Unterhaltung - all das trifft darin aufeinander und erzeugt Reibung.

Der Kölner Choreograph Emanuele Soavi und sein Ensemble beschäftigen sich seit Jahren in unterschiedlichen Formaten mit der zeitgenössischen Umsetzung mythischer Stoffe und klassischer Musiktraditionen. Nun entdecken sie mit ihrer lustvoll-exaltierten Performance in Offenbachs Leben und Werk spannende Fortschreibungsqualitäten. Inspiriert von seinem eher unbekannten Werk „Reise zum Mond", bewegt sich „Invasion" zwischen Utopie und Realität, Intimität und Veräußerung - ganz im Sinne des Komponisten, der als gesellschaftskritische Entertainment-Maschine in seinen Werken „eine öffentliche, tanzende Welt, wie sie bisher unerhört war und niemals wiederkommen wird", erfand.

Emanuele Soavi war als Tänzer unter anderem an der Opera Roma, beim Ballett Dortmund und bei der holländischen Compagnie Introdans engagiert. Seit 2006 arbeitet er europaweit als freischaffender Choreograph für Compagnien, Theater und Hochschulen. 2012 gründete er in Köln sein eigenes Label Emanuele Soavi incompany, das in Kooperation mit Kunst-Institutionen und Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten unterschiedlichste tänzerisch-performative und diskursiv-wissenschaftliche Formate entwickelt. Soavis Arbeiten wurden zu Gastspielen und Festivals in Italien, Spanien, Österreich, Schweden, den Niederlanden und Weißrussland eingeladen.
www.emanuelesoavi.de

Emanuele Soavi incompany wird institutionell gefördert von: Kulturamt der Stadt Köln, RheinEnergie Stiftung Kultur. Das Jacques-Offenbach-Jahr 2019 in Köln und der Region wird gefördert von: Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, LVR und RheinEnergie Stiftung Kultur, Hauptsponsoren: RheinEnergie und Sparkasse KölnBonn. European Media Host: WDR3. Medienpartner: Kölner Stadtanzeiger.

Eintritt: 13,- Euro / ermäßigt 7,50 Euro

Anschließend MOVEtalk:
Die Compagnie spricht über die inhaltliche und künstlerische Auseinandersetzung mit der Produktion und die Herausforderung, eine Choreographie für den öffentlichen Raum in eine Bühnenproduktion zu verwandeln.

19.10. Samstag - 18 Uhr - Studiobühne I

TANZ.BACKSTAGE
zu Gast bei MOVE! und CocoonDance

Das Format tanz.backstage wirft einen Blick hinter die Kulissen: Was passiert an einem Probentag, und wie arbeiten Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Tanz, Musik und Lichtdesign zusammen?

Sowohl junge als auch erwachsene Zuschauerinnen und Zuschauer sind eingeladen, auf der Bühne der Fabrik Heeder Proben und den technischen Aufbau zum Stück GHOST RIO B zu verfolgen und mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Bühnentechnikerinnen und Bühnentechniker ins Gespräch zu kommen.

Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Vorkenntnisse möglich.
Gruppen ab acht Personen bitten wir um Voranmeldung per E-Mail an: tanzvermittlung@landesbuerotanz.de.

tanz.backstage ist ein Vermittlungsformat des nrw landesbuero tanz.
www.landesbuerotanz.de

Detailinformationen zur Produktion „Ghost Trio B": siehe Ankündigung für den 20. Oktober.

20.10. Sonntag - 18 Uhr - Studiobühne 1
17.30 Uhr Einführung durch die Compagnie

CocoonDance, Bonn
GHOST TRIO B - corps multiples

Choreographie, Regie: Rafaële Giovanola - von und mit: Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Alvaro Esteban, Daniel Morales, Werner Nigg und Susanne Schneider - Komposition: Franco Mento - Dramaturgie, Konzept: Rainald Endraß

Szene aus der Produktion "GHOST TRIO B", Foto: Klaus FröhlichFoto: Klaus Fröhlich/Franco Mento

Bist du da, auch wenn i
Ich dich nicht sehe? Nicht höre? Nicht spüre? CocoonDance weckt (wieder) Geister! Dabei stellt „Ghost Trio B" gar nicht erst die Frage nach der Existenz von Geistern, sondern geht geradewegs gemeinsam mit den Zuschauerinnen und Zuschauern auf die elementare Suche nach dem noch ungedachten, unbegreiflichen Körper. Die Gespenster, die „unmöglichen Körper", das sind diesmal alle, die Performerinnen und Performer und die Zuschauerinnen und Zuschauer selbst, wie es der Untertitel des Stücks, „corps multiples", vorgibt.

Die Musik zu „Ghost Trio B" basiert auf Motiven der Komposition „Ghost Trio A" von Jörg Ritzenhoff, die wiederum Ludwig van Beethovens Trio op. 70, Nr. 1, für Klavier, Geige und Violoncello, das sogenannte „Geistertrio", zur Grundlage hat.

Rafaële Giovanola macht das Publikum tatsächlich zu theatralischen Geistern, Zusatztänzern oder mobilen Raum-Skulpturen. (...) Fazit: Sehenswert als Tanzstück, empfehlenswert als theatralische Erfahrung." Bonner Rundschau

„Mehr als ein originelles Tanzstück: Es ist ein Experiment der Körper-, Fremd- und Selbstwahrnehmung. Spannend." (tanzweb.org)

CocoonDance wurde im Jahr 2000 von der Schweizer Choreographin Rafaële Giovanola, geboren in Baltimore, U.S.A., und dem Dramaturgen Rainald Endraß gegründet. Über 30 abendfüllende Produktionen hat die Compagnie seitdem geschaffen und tourt weltweit. Seit 2004 bespielt die Compagnie außerdem die Sparte Tanz im Bonner Theater im Ballsaal und hat sich dabei zu einer Institution mit weitreichender Vernetzung nicht nur im künstlerischen, sondern auch im kulturellen Bildungsbereich entwickelt. 2002 war die Compagnie erstmalig zu Gast in der Fabrik Heeder und hat seitdem eine Vielzahl an Produktionen in Krefeld präsentiert, die sich durch eine beeindruckende Vielgestaltigkeit auszeichnen.
www.cocoondance.de

Eine Produktion in Koproduktion mit: Théâtre du Crochetan, Monthey, Ringlokschuppen Ruhr, Mülheim, theaterimballsaal, Bonn. Gefördert durch: Kunststiftung NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn und Théâtre-Pro VS, Le Conseil de la Culture État du Valais, La Loterie Romande.

Eintritt: 13,- Euro/ ermäßigt 7,50 Euro

26.10. Samstag - 20 Uhr - Studiobühne 1
19.30 Uhr Einführung durch den Kulturjournalisten René Linke, Krefeld

Ayelen Parolin, Brüssel, Belgien
AUTÓCTONOS II
Konzept, Choreographie, Kostüm: Ayelen Parolin - Tanz, Performance: Daniel Barkan, Jeanne Colin, Marc Iglesias und Gilles Noël - Komposition, Klavier: Lea Petra - Dramaturgie: Olivier Hespel

Szene aus der Produktion "AUTOCTONOS II", Foto: Gary PlattFoto: Garry Platt

Als Begegnung zwischen einer Pianistin/Komponistin und vier Tänzerinnen und Tänzer stellt „Autóctonos II" die gesellschaftliche Stellung von Gruppen und die individuelle Zugehörigkeit zu einer Gruppe in einer Gesellschaft der Ausdauer, Gleichgültigkeit und Produktivität in Frage. Das auf den ersten Blick abstrakte und „mathematische" Stück lebt von dem Engagement und der körperlichen Kraft seiner Performerinnen und Performer- einer höchst sensiblen Kraft, nur zusammengehalten durch einen immer feiner werdenden Faden.

Die Choreographie entfaltet sich entlang der Vorstellung eines Kreislaufes, der alles wieder zusammenbringt entlang der Ideen von Stabilität, Ordnung und Standardisierung. Darauf aufbauend behandelt das Stück aber auch die feinen Risse im System und die allzu menschlichen Schwächen eines jeden Individuums. Dabei versucht „Autóctonos II" der herdenmäßigen und kriegerischen Macht der Gruppe auf die Schliche zu kommen: einer Macht, die sowohl Exklusion als auch Widerstand fördern kann.

Die Choreographin und gebürtige Argentinierin Ayelen Parolin studierte Tanz in Buenos Aires an der National School of Dance. In ihren Werken verarbeitet sie ganz persönliche Themen, aber auch abstrakte Leitmotive. Gearbeitet hat sie unter anderem schon mit der Korea National Contemporary Dance Company und der Norwegian National Company of Contemporary Dance. „Autóctonos II" ist für die Charleroi Danse Biennale 2017 entstanden. Das neue Tanzstück Titel „WEG", das Parolin gemeinsam mit der Komponistin Lea Petra erarbeitete, feierte am 11. Oktober 2019 auf der Charleroi Danse Biennale seine Premiere.
www.ayelenparolin.be

Eine RUDA asbl Produktion in Kooperation mit Charleroi danse, Kunstenfestivaldesarts, Théâtre les Tanneurs (Bruxelles), Théâtre de Liège, Festival Montpellier Danse 2017, CCN de Tours/Thomas Lebrun, Le Gymnase/CDCN Roubaix-Hauts de France, Le CCN Ballet National de Marseille, Atelier de Paris/CDCN, Ma scène nationale - Pays de Montbéliard und Theater Freiburg (DE). Mit Unterstützung von Fédération Wallonie-Bruxelles - Service de la Danse. Gefördert von WBI, WBT/D, SABAM, SACD. Aktuelle Studios: La Raffinerie/Charleroi danse, Théâtre Les Tanneurs, Les Brigittines, Grand Studio, Studio Cie Thor, Studio Ultima Vez, ZSenne Art Lab, CCN de Tours und Le Gymnase CDC.

Das Gastspiel erfolgt mit Unterstützung von Wallonie-Bruxelles International (WBI).

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Eintritt: 13,- Euro / ermäßigt 7,50 Euro

30.10. Mittwoch - 20 Uhr - Studiobühne 1

Kaiser Antonino Dance Ensemble, Duisburg
L'ÉTAT DES CHOSES

Choreographie, Tanz, Kostüme: Avi Kaiser und Sergio Antonino - Dramaturgie: Sally Anne Friedland - Sound: Florian Walter - Stimme: Frank Schablewski

Szene aus der Produktion "L'ETAT DES CHOSES", Foto: Avishai FinkelsteinFoto: Avishai Finkelstein

Inspiriert von Michel Foucaults Essay „Der utopische Körper", beschäftigt sich „L'état des choses" mit unseren alltäglichen Gewohnheiten und der Komplexität unserer gewöhnlichen Kommunikation. Im Zentrum der Betrachtung steht ein Körper, der seine Gedanken und Gefühle fasst, sich artikuliert, spricht und sich bewegt und der versucht, seinen Platz zu finden. „Der Körper ist der Nullpunkt der Welt, der Ort, an dem Wege und Räume sich kreuzen. Der Körper selbst ist nirgendwo." Michel Foucault, „Der utopische Körper".

Stehen wir am Anfang oder am Ende eines Weges aus emotionalen und materiellen Landschaften? Oder laufen wir auf einer Zeitschiene? Wo liegt der Nullpunkt auf dieser Straße? Die Unmöglichkeit, den eigenen Körper zu verlassen (Foucault), zwingt die beiden Tänzer, jeweils Spiegel des anderen zu sein. Das schafft humorvolle und konfliktreiche Situationen, es entstehen Momente urkomischer Absurdität und zerbrechlicher Delikatesse. Sie lassen das Publikum teilhaben am physischen und emotionalen Erleben der Akteure.

Avi Kaiser und Sergio Antonino betreiben seit 2002 den TanzRaum The Roof in Duisburg und haben Dutzende von Gruppenchoreographien und zwei Duette kreiert, die in Deutschland, Italien, Polen, USA, Kanada, der Türkei, Österreich, Israel und Belgien koproduziert und präsentiert wurden.

Der 1954 in Tel Aviv geborene Avi Kaiser wurde an der Bat Dor Tanzschule ausgebildet und war Tänzer bei der Batsheva Dance Company. In Brüssel gründete er 1986 sein eigenes Tanzensemble Blue RAN Dances. Er arbeitete eng mit Susanne Linke zusammen, spielte in ihren Stücken und choreographierte mit ihr verschiedene Werke. Kaiser ist Gastlehrer bei Tanzinstitutionen und Compagnien auf der ganzen Welt. Die französische Regierung verlieh ihm in Anerkennung seines internationalen Profils das Diplome d'État.

Sergio Antonino, 1974 in San Severo geboren, erhielt seine Tanzausbildung am I.A.L.S. Center of Dance, Rom, sowie an der SPID Professional School of Italian Dance, Mailand, und absolvierte 2001 die Scuola d'arte Drammatica Paolo Grassi, Mailand.
Außerdem erhielt er einen Master-Abschluss an der Universität La Sapienza in Rom.
www.kaiser-antonino.com

Eine Produktion des Kaiser Antonino Dance Ensemble und The Roof-TanzRaum, in Koproduktion mit: 40. Duisburger Akzente. Unterstützt von: Stadt Duisburg, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, Choreographers Association und Ministry of Culture and Sport, Israel.

Eintritt: 13,- Euro/ ermäßigt 7,50 Euro

02.11. Samstag - 20 Uhr - Studiobühne 1

Tanzfilm in Heeder
TANZ!

Ein Tanzfilmprogramm der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

Im Frühjahr jeden Jahres wird Oberhausen mit seinem bedeutenden Filmfestival zum Zentrum der internationalen Kurzfilmszene. Ein Tanz-Kurzfilmprogramm aus dem Oberhausener Archiv wird nun von der Reihe MOVE! präsentiert. Das rund 70minütige Programm zeigt zehn Tanzfilme, die zwischen 1999 und 2019 entstanden sind.
www.kurzfilmtage.de

Szenenfoto aus dem Kurzfilm "APPROACHING THE PUDDLE", Foto: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
Foto: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

STAR ESCALATOR Michel Klöfkorn, Deutschland 1999
CRAB DAY Phil Collins, Deutschland 2016
UM MUSICAL Tarcisio Lara Puiati, Brasilien 2016
OIDA Jessica Hausner, Österreich 2015
SELF PORTRAIT WITH A DEER Saana Inari, Finnland, Deutschland 2011
A CONVERSTATION WITH MY MOTHER Daniela Mezzapesa, Deutschland 2013
LINK-UP Markus Bader, Deutschland 2002
SEN TOE Akari Eda, Japan 2016
APPROACHING THE PUDDLE Sebastian Gimmel, Deutschland 2015
TRYING TO FORGET YOU Simon(e) Paetau/Aerea Negrot, Deutschland 2019

Eintritt: 6,- Euro / ermäßigt 3,50 Euro
Karten an der Abendkasse ab 19.30 Uhr

07.11. Donnerstag - 20 Uhr - Studiobühne 1
19.30 Uhr Einführung durch die Compagnie

MIRA 7, Köln
MIRA 7_THULEY
Choreographie: Julia Riera - Tanz: Fa-Hsuan Chen, Odile Foehl, Mahdi Mosawi, Omid Rezai und Lin Verleger - Musik: Philip Mancarella - Dramaturgie: Thomas Falk - Licht: Wolfgang Putz

Szene aus der Produktion "MIRA 7_THULEY", Foto: Meyer OriginalsFoto: Meyer Originals

Mit ihrem Bewegungsvokabular lotet Julia Riera in „MIRA 7_Thuley" feinfühlig Grenzen und Begrenzungen aus. Fünf Performerinnen und Performer - drei professionelle Tänzerinnen und Tänzer und zwei tanzbegeisterte Jugendliche aus Afghanistan - machen das Gefühl der Fremde und Isolation spürbar und verkörpern die Unruhe, die dem Wunsch nach und der Furcht vor Stille und Verbundenheit innewohnt.

„Selten erlebt man ein so raffiniertes Dialogisieren auf Augenhöhe zwischen Tanz und Musik. Ausdrucksstark wird hier gearbeitet, so dass dem Publikum letztlich das besondere Erlebnis einer Performance beschert wird, die eine Vorstellung von der archaischen Tiefe menschlicher Bewegung gibt." (Thomas Linden, Kölnische Rundschau, 24.10.2017)

Seit 2009 arbeitet die Choreographin Julia Riera unter dem Label MIRA mit Künstlerinnen und Künstlern aus anderen Sparten wie dem Komponist Philip Mancarella zusammen. Die Compagnie entwickelt vielschichtige Inszenierungen von hoher Sensibilität und intensiver Bildsprache.

Mit der Produktion „MIRA 5" gewann sie 2017 den Preis „Bestes Duo" beim SoloDuo Festival in Köln „MIRA 7_Thuley" wurde 2018 mit dem Kölner Tanztheaterpreis ausgezeichnet.
www.mira-performance.de

Eine Koproduktion mit Barnes Crossing. Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, RheinEnergieStiftung Kultur.

Eintritt: 13,- Euro / ermäßigt 7,50 Euro

15.11. Freitag - 20 Uhr - Studiobühne 1

Tchekpo Dance Company, Bielefeld
POUR MILES D. / BETRACHTUNG


POUR MILES D.
Choreographie, Tanz: Tchekpo Dan Agbetou - Assistenz: Ulla Agbetou - Bühnenbild, Szenographie: Elisabeth Masé

Szene aus der Produktion "Pour Miles D., Foto: Jim ColemanFoto: Jim Coleman

Pour Miles D." ist eine Hommage an den Jazzmusiker und Komponisten Miles Davis, der von vielen als „Picasso des Jazz" bezeichnet wird. Wie kaum ein anderer afroamerikanischer Musiker hat er den zeitgenössischen Jazz über mehrere Dekaden geprägt. Das Keith Jarrett Trio, neben Jarrett bestehend aus Gary Peacock und Jack DeJohnette, nahm 1991, nur zwei Wochen nach Davis' Tod, das Album „Bye Bye Blackbird" auf und widmete es Davis, mit dem die Musiker in verschiedenen Bands zusammengearbeitet hatten. Das Album wurde 1993 veröffentlicht.

Der Tänzer und Choreograph Tchekpo Dan Agbetou bezieht sich in seinem Solo „Pour Miles D." auf diese Musik und ehrt damit nun seinerseits die Ikone des modernen Jazz. Bewusst verwendet er für seine Hommage „Pour Miles D." eine bestimmte Technik des Jazztanzes aus dem Paris der 1980er-Jahre, genannt „Jeux de Jambes". Tchekpo Dan Agbetou ist und war schon damals ein großer Meister dieses Stils.

BETRACHTUNG
Choreographie: Danilo Valpassos Cardoso (Samadhyana Company) - Tanz: Ching-Mei Huang und Danilo Valpassos Cardoso

Szene aus der Produktion "BETRACHTUNGII", Foto: Jörg BrücknerFoto: Jörg Brückner

Was spielt der Moment für eine Rolle, wenn wir uns das erste Mal, das letzte Mal oder immer wieder aufs Neue betrachten? Das Stück "BetrAchtung" konstruiert einen intimen Augenblick für Spontanes, Impulsives und für Subjektivität. Das Duo fasziniert mit einer sich komplett verausgabenden, getanzten Mann-Frau-Begegnung, die mit den Mitteln von Gravitation und Zugkraft intensive Bilder hervorbringt.

Tchekpo Dan Agbetou, Benin/Deutschland, Choreograph, Dozent und Tänzer, studierte Tanz in Paris sowie Modern- und Jazztanz u.a. am Alvin Ailey Theater und bei Steps on Broadway, New York. 1991 gründete er die Tchekpo Dance Company. 1995 eröffnete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Ulla Agbetou das Tanzzentrum DansArt Tanznetworks in Bielefeld mit einem eigenen Theater, vier Tanzstudios und einer Academy für professionelle Tanzausbildungen. Er performt und unterrichtet in ganz Europa, den USA, Asien und Afrika. Er ist der künstlerische Leiter dreier Festivals (Tanzfestival Bielefeld, Biennale Passages, Biennale Artists in Fusion).
www.dansart.de

Förderer: Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Kulturamt der Stadt Bielefeld, Verein der Förderer der Tanzkunst e.V., DansArt Tanznetworks.

Eintritt: 13,- Euro / ermäßigt 7,50 Euro

16.11. Samstag - 12 bis 16 Uhr - Studiobühne 1

Ein Tanzworkshop für Frauen und Männer ab 55 Jahre
GEBOREN UM ZU SPIELEN - UNSERE ABENTEURER, TRÄUMER
UND HERZENSBRECHER

Leitung: Mitsuru Sasaki, Wuppertal, und Hanna Agurski, Krefeld

Foto von Hanna Agurski, Foto: privatFoto von Mitsuru Sasaki, Foto: privat
Fotos: privat

Nach dem Erfolg im letzten Jahr bietet MOVE! ein weiteres Mal einen besonderen Tanzworkshop für Menschen ab 55 Jahre an. Die Leitung liegt wieder bei Mitsuru Sasaki, renommierter Tänzer und Choreograph, und Hanna Agurski, Tanzpädagogin und Tanzsoziotherapeutin. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, es geht um die Freude an der Bewegung.

„Vieles, was uns umgibt, womit wir uns immer wieder konfrontiert sehen, erscheint heute bedrohlich und angstbesetzt. Darum ist Humor so wichtig. Und der lebensbejahende, entspannende, stärkende Charakter des Spielens kann in eine andere Welt führen ..."
Hanna Agurski beginnt den Workshop und bereitet den Körper durch Wahrnehmungsübungen und freie Tanzsequenzen auf das „Spielen" vor. Diese Einführung lockert und stimmt den Körper ein.

Mitsuru Sasaki greift die entstehenden Bewegungssequenzen auf, vertieft sie und führt sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über in choreographisches Material.

Mitsuru Sasaki, 1944 in Japan geboren, gastierte 1993 erstmalig in der Fabrik Heeder. In den Folgejahren wurde er zu acht Ausgaben der Reihe „MOVE! - Krefelder Tage für modernen Tanz" eingeladen. Hanna Agurski, Jahrgang 1952, unterrichtet seit über 30 Jahren Tanz und Bewegung, inzwischen hauptsächlich freien Tanz. Sie gründete 1993 zusammen mit Klaus Hackspiel ubuntu, eine Schule für Tanz, Bewegung, Musik und Trommeln.

Es wird barfuß oder mit Tanzschuhen getanzt.
Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Getränke sowie
Kleidungsstücke und Accessoires zum Verkleiden.

Teilnahmegebühr: 12,- Euro / ermäßigt 6,- Euro
Eine Anmeldung ist beim Kulturbüro bis zum 8. November erforderlich.

17.11. Sonntag - 18 Uhr - Studiobühne 2
Ein Mehrgenerationenstück und Tanzkonzert für Schaulustige von 1-99 Jahren

MOVEfamilientag

Logo "Auf eigenen Füßen stehen"

tanzfuchs PRODUKTION, Köln
PAPIERSTÜCK
Künstlerische Leitung: Barbara Fuchs - Tanz: Sônia Mota - Musik: Jörg Ritzenhoff
Bühne: Odile Foehl - Licht: Wolfgang Pütz - Dramaturgie: Henrike Kollmar

Szene aus der Produktion "Papierstück", Foto: Meyer OriginalsFoto: Meyer Originals

Es knistert und raschelt, lässt sich falten, zerknüllen und zerreißen, es ist biegsam, formbar und kann auch schneiden. Es existiert in vielen Farben, Größen und Stärken. Meist wird darauf geschrieben und gedruckt, gern auch gemalt oder gebastelt: Papier. Mit ihrer neuen Produktion wendet sich die Choreographin und künstlerische Leiterin von tanzfuchs PRODUKTION, Barbara Fuchs, einem generationenübergreifendem Publikum zu: Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen zu einem humorvollen Duett eingeladen.

„Papierstück" wurde mit dem Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis 2018 der SK Stiftung Kultur KölnBonn ausgezeichnet und für das Kinder- und Jugendtheaterfestival Westwind 2019 in Oberhausen ausgewählt.

Laudatio der Westwind-Jury:
„[...] Barbara Fuchs hat mit dem ‚Papierstück' ein szenisches Konzert choreographiert. Die Aufführung hat eine unglaublich liebevolle, dem Publikum zugewandte Atmosphäre. Sie funktioniert für die Jüngsten und für jedes andere Alter auch. Hier herrscht das pure Spiel, flirrende Kreativität, Heiterkeit, Unsinn, Freiheit. Höchste Kunst!"

tanzfuchs PRODUKTION zählt aktuell zu den vier spitzengeförderten Ensembles des Landes NRW im Bereich Kinder und Jugendtheater. Bislang hat die Compagnie 19 Solo- und Ensembleproduktionen sowie neun Stücke für junges Publikum kreiert. Tourneen führten die Compagnie unter anderem nach Finnland, Norwegen, Italien, Polen, Belgien, Großbritannien, Niederlande, Litauen und Japan. Ihre Produktionen für junges Publikum werden regelmäßig vom tanzhaus nrw koproduziert.
www.tanzfuchs.com

Koproduziert durch das tanzhaus nrw im Rahmen von Take-off: Junger Tanz, gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Weiterhin gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, den Fonds Darstellende Künste, die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. tanzfuchs PRODUKTION wird gefördert durch die RheinEnergie Stiftung Kultur.

Eintritt: 5,- Euro / Gruppenpreis ab 10 Personen 4,- Euro pro Person

19.11. Dienstag - 10.30 Uhr - Studiobühne 2
Ein Mehrgenerationenstück und Tanzkonzert für Schaulustige von 1-99 Jahren

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tanzfuchs PRODUKTION, Köln
PAPIERSTÜCK
Künstlerische Leitung: Barbara Fuchs - Tanz: Sônia Mota - Musik: Jörg Ritzenhoff
Bühne: Odile Foehl - Licht: Wolfgang Pütz - Dramaturgie: Henrike Kollmar

Detailinformationen zur Produktion:
siehe Ankündigung für den 17. November.

Wir bieten an:
Die Compagnie besucht die Einrichtungen, die mit einer Gruppe oder Klasse zu einer Veranstaltung am 17. oder 19.11. kommen, sehr gerne im Vorfeld für einführende Gespräche oder Workshops mit den Kindern. (Mindestteilnehmerinnen/Teilnehmerzahl: 10 Kinder)
Für dieses kostenlose Angebot des Kulturbüros können interessierte Einrichtungen bis Anfang November unter Telefon 0 21 517 86-2600 oder per Mail an d.monderkamp@krefeld.de einen Termin vereinbaren.

Eintritt: 5,- Euro / Gruppenpreis ab 10 Personen 4,- Euro pro Person

Anschließend MOVEtalk:
Die Compagnie sucht den Austausch mit dem jungen Publikum.

19.11. Dienstag - 19 Uhr - Studiobühne 2
PHYSICAL INTRODUCTION

zu „The Well in the Lake"

Das Format Physical Introduction lädt vor der Vorstellung von „The Well in the Lake" mit Julio César Iglesias Ungo und Helder Seabra das Publikum ein, selbst aktiv zu werden. Einfache Körperübungen rütteln die Sinne wach und sensibilisieren für die nachfolgende Aufführung. Die Anleitung erfolgt durch Irena Vujicic, Düsseldorf.

Dieses Vermittlungsformat wurde vor einigen Jahren durch Prof. Ingo Diehl/HFMDK Frankfurt/Main mit Tanzstudierenden und Alumni des Studiengangs MA CoDE entwickelt und findet inzwischen deutschlandweit erfolgreich statt.

Der Eintritt ist frei.

Detailinformationen zur Produktion „The Well in the Lake":
siehe die nachfolgende Ankündigung für den 19. November.

19.11. Dienstag - 20 Uhr - Studiobühne 1

Julio César Iglesias Ungo, Bochum, und Helder Seabra, Antwerpen, Belgien
THE WELL IN THE LAKE

Konzept, Choreographie, Tanz: Julio César Iglesias Ungo und Helder Seabra - Komposition, Musik: Christoph Heinze aka Inhalt der Nacht und Stijn Vanmarsenille - Lichtdesign: Lennart Aufenvenne

Szene aus der Produktion "The Well IN THE LAKE", Foto: Alvaro S. RodriguezFoto: Álvaro S. Rodriguez

Als Künstler zieht es den gebürtigen Kubaner Julio César Iglesias Ungo eindeutig zur Nachtseite, in die Sphäre des Ungewissen, wo Schein und Sein ineinander fallen und sich gerne mal zum Albtraum verbinden.

Mit seiner jüngsten Arbeit „The Well in the Lake" schreibt Ungo nun gemeinsam mit Helder Seabra seine in Bewegung gesetzten Notturni fort - wiederum als Pas-de-deux. Zwei Gestrandete und eine sich stetig verändernde Umgebung sind der Ausgangspunkt eines Beckett'schen Szenarios, das vom ewigen Kreislauf aus Schöpfung und Scheitern erzählt. Transformieren die Tänzer den Raum - oder ist es umgekehrt? Jedenfalls erzeugen sie dabei eine Bewegungsenergie, die auf die Zuschauerinnen und Zuschauer übergreift. Die einzige Konstante an diesem Abend ist die Ungewissheit.

Julio César Iglesias Ungo und Helder Seabra haben regelmäßig in der legendären Compagnie Ultima Vez des Flamen Wim Vandekeybus zusammen getanzt. Dessen energetischer, unberechenbarer Stil hat beide Tänzer geprägt. Ihre Arbeiten mischen meist Elemente aus HipHop und Physical Theatre - an diesem Abend musikalisch live begleitet von den Musikern Christoph Heinze aka Inhalt der Nacht und Stijn Vanmarsenille.

Eine Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus, Münster, und dem tanzhaus nrw, Düsseldorf. Gefördert durch die Kunststiftung NRW.

Eintritt: 13,- Euro / ermäßigt 7,50 Euro

23.11. Samstag - 20 Uhr - Studiobühne 1

Anton Lachky Company, Brüssel, Belgien
LUDUM
Choreographie: Anton Lachky - Tanz: Angel Duran, Lewis Cooke, Patricia Rotondaro, Guilhem Chatir, Hyaejin Lee, Anna Karenina Lambrechts, Ioulia Zacharaki und Maria Manoukian - Licht- und Tondesign: Tom Daniels - Kostüme: Britt Angé - Musik: „Velociraptor", geschrieben von Kerry Muzzey, verwendet mit der Erlaubnis von Kirbyko Music LLC

Szene aus der Produktion "LUDUM", Foto: Hichem DahesFoto: Hichem Dahes

Die Bürgerinnen und Bürger von „Ludum" lieben es, sich in der Wildnis der Virtual Reality zu verlieren. Plötzlich tauchen sie auf, diese hinreißenden Tänzer*innen. Sie tanzen so schnell, als wollten sie sich von den schnöden Grenzen der physikalischen Welt befreien. Sie sind wunderschön, kraftvoll und unsterblich.

Erfüllt von einer intensiven Glückseligkeit, stürzen sie sich kopfüber in diesen faszinierenden, virtuellen Strudel. Sie lassen sich dort hineinfallen, wo die Reproduktion der Realität so viel aufregender ist als die Realität selbst. Das Reich des Realen erweitert sich, breitet sich aus und erstreckt sich bis in das Unendliche. Ihre sehnlichsten Träume und wildesten Fantasien werden hier wahr. Endlich scheint echtes Glück zum Greifen nahe!

Im Spiel des Möglichen und Unmöglichen lösen sich die Grenzen auf, und es entstehen auf einmal ganz neue Fragen: Was wird aus „Ludum" und seinen Bürgerinnen und Bürgern? In einer Zeit, in der sich Virtualität und Realität gegenseitig erschaffen, sind wir da noch in der Lage, diese voneinander zu unterscheiden? Und haben wir überhaupt noch so etwas wie einen „Sinn fürs Leben"? „Ludum" ist eine Tanzperformance für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

Anton Lachky wurde 1982 in der Slowakei geboren. Nach seiner Beteiligung an Akram Khans Show „Ma" startete seine Tanzkarriere mit Höchstgeschwindigkeit durch. Mit 20 Jahren tourte er bereits durch die ganze Welt und tanzte in 48 verschiedenen Ländern. Einige Jahre später war er Mitbegründer des bekannten Kollektivs Les SlovaKs. 2012 gründete Lachky seine eigene Compagnie. In den letzten zehn Jahren kreierte er 15 Tanzstücke und gewann unter anderem den Preis als bester Choreograph bei den isländischen Griman Awards.
www.antonlachkycompany.com

Eine Produktion in Kooperation mit La Balsamine Théâtre (Belgien), CHARLEROI-DANSE/Centre Choréographique de la fédération Wallonie-Bruxelles (Belgien), STEP FESTIVAL/MIGROS/THE CULTURE PERCENTAGE (Schweiz). Mit Unterstützung von Steuerbegünstigungen der belgischen Bundesregierung und der fédération Wallonie-Bruxelles (Belgien).

Eintritt: 13,- Euro / ermäßigt 7,50 Euro

Anschließend musikalischer AUSKLANG des Festivals mit

SOUNDS & GROOVES

Der Krefelder Produzent und DJ David Platzdasch (Peppermint Jam Records, Nite Grooves, Gents & Dandy's Records) komponiert live an diesem Abend Deep-House-Sounds mit Einflüssen aus Soul und Jazz. Der Krefelder Musiker Maximilian Zelzner legt hierüber handgemachte rhythmische und tonale Flächen mit Percussion sowie Quer-, Alt- und Bassflöte. Dabei mischt er sowohl ethnische als auch klassische Farben unter.

www.rhythm-matters.de - www.facebook.com/platzdaschanddix/


Vorverkauf und Kartenreservierung ab 23. September:

Kulturbüro der Stadt Krefeld
Friedrich-Ebert-Straße 42
47 799 Krefeld
Telefon 0 21 51/58 36 11
kultur@krefeld.de und über
www.krefeld.de/kulturbuero

Ermäßigungen werden für Schüler/Schülerinnen, Studierende sowie für Bezieherinnen und Bezieher von Sozialleistungen nach dem SGB II und SGB XII gewährt.

Neben den Einzeltickets ist das MOVE!-Festivalticket für vier verschiedene Abendvorstellungen nach vorheriger Wahl für 39,- Euro / ermäßigt 22,50 Euro erhältlich.

Bei Vorlage der Ehrenamtskarte gelten folgende Eintrittspreise:
Abendvorstellung: 11,50 Euro
Kindervorstellung: 4,50 Euro
Filmabend: 5,- Euro

Veranstalter: Kulturbüro der Stadt Krefeld
Gefördert durch die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

„MOVE!" erfährt außerdem eine Unterstützung durch die Mittelzentrenförderung TANZ und PERFORMANCE des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW für die Fabrik Heeder.

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