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FIRST AND FURTHER STEPS

5. Mai bis 16. Juni 2018
im Kulturzentrum Fabrik Heeder, Virchowstr. 130, 47805 Krefeld

Informationen zum Kartenverkauf finden Sie am Ende dieser Seite


FIRST AND FURTHER STEPS heißt das Krefelder Format für die junge Tanzszene Nordrhein-Westfalens. Das Kulturbüro der Stadt Krefeld lädt dazu Produktionen junger Choreographinnen und Choreographen in die Fabrik Heeder ein, um aktuelle Strömungen und Entwicklungen der hiesigen freien Tanzszene vorzustellen. In diesem Jahr sind vom 5. Mai bis 16. Juni zur fünften Auflage der Reihe vier Compagnien eingeladen.
FIRST AND FURTHER STEPS wird ermöglicht durch die Mittelzentrenförderung Tanz des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für das Kulturzentrum Fabrik Heeder.

Samstag, 5.5., 20 Uhr, Studiobühne 1

KimchiBrot Connection, Köln
living happily ever after


Szenenfoto aus der Tanzproduktion, Foto: Ralf PuderFoto: Ralf Puder

Entwicklung: Constantin Hochkeppel und Elisabeth Hofmann, Laura N. Junghanns , Spiel: Sophie Killer und Constantin Hochkeppel , Sound-Design: Laura N. Junghanns , Kostüm: Bartholomäus M. Kleppek , Coaching: Angie Hiesl
Im Anschluss Choreographinnen/ChoreographenTALK:
Constantin Hochkeppel, Laura N. Junghanns und Sophie Killer im Gespräch mit der Choreographin Barbara Fuchs

Unzählige Beziehungsmodelle stehen heutzutage zur Auswahl, potentielle Partnerinnen und Partner werden bei Tinder mit einem Wisch aussortiert, Partnerbörsen bieten Matches auf einer Skala von unverbindlichem Sex bis Geborgenheit, Beziehungsvorstellungen werden geprägt von Hollywoodschnulzen, aber auch von Pornoseiten. Und was will das moderne Individuum in diesem Dschungel aus Möglichkeiten eigentlich? Romantische Liebe, bis dass der Tod uns scheidet? Oder eher Spass ohne Verpflichtungen?

KimchiBrot Connection nehmen sich dieser Thematik mit Witz, Tiefe und vollem Körpereinsatz an und zeigen dem Publikum eine Tour de Force durch alle möglichen Formen der Zwei-, Drei- oder Vielsamkeit. Zitate aus Popkultur, bekannte Filmausschnitte und persönliche Interviews bilden den akustischen Hintergrund zum ausdrucksstarken Spiel von Sophie Killer und Constantin Hochkeppel, das am Ende deutlich macht: Jede Liebe muss ihre eigene Sprache finden.

Die Produktion wurde 2017 mit dem KunstSalon-Theaterpreis (Köln) und dem Petra-Meurer-Preis (Dortmund) ausgezeichnet sowie in 2016 für den Kölner Theaterpreis nominiert.

„Die rundum gelungene Performance ist eine körperliche und gleichzeitig poetische Auseinandersetzung mit dem Thema. Betreut wurden Hofmann und Hochkeppel in ihrer Arbeit von Kölns bekanntester Performance-Künstlerin Angie Hiesl. Das Potenzial dieser Gruppe ist auch kaum zu übersehen." (Henriette Westphal, Kölnische Rundschau vom 16.09.2016)

KimchiBrot Connection wurde von Elisabeth Hofmann und Constantin Hochkeppel, Schauspiel, Tanz und Choreographie, sowie der Regisseurin und Autorin Laura N. Junghanns gegründet. Sie sind Absolventinnen und Absolventen der Folkwang Universität der Künste in Essen. Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt vom lustvollen Aufspüren unterschiedlicher Phänomene und Aggregatzustände der Gesellschaft, von der gemeinsamen intensiven Recherche und der interdisziplinären Stückentwicklung, wobei der menschliche Körper immer erster Referenz- und Ausgangspunkt für ihre Arbeit ist.
www.kimchibrot.de

living happily ever after" ist eine Koproduktion mit der studiobühneköln und ist entstanden im Auftrag von „west off - Theaternetzwerk Rheinland", das durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Kulturämter der Städte Bonn, Düsseldorf und Köln gefördert ist.

tanz.backstage
Das nrw landesbuero tanz, Köln, zu Gast bei FIRST AND FURTHER STEPS

Logo des NRW Landesbüros Tanz

Mit tanz.backstage laden wir zu einem Blick hinter die Theaterkulissen ein: Wie entsteht ein Tanzstück? Was passiert, bevor Tänzerinnen und Tänzer am Abend auf die Bühne gehen? Sowohl junge als auch erwachsene Zuschauer- und Zuschauerinnen sind eingeladen auf der Bühne der Fabrik Heeder Proben und den technischen Aufbau zu verfolgen, mit Künstlerinnen und Künstlern und Bühnentechnikerinnen und -technikern ins Gespräch zu kommen und so mehr über Tanz erfahren.

tanz.backstage zu Gast bei Killer&Killer
Mittwoch, 16.05.2018, 17 bis 18 Uhr

tanz.backstage zu Gast bei MIRA
Dienstag, 05.06.2018, 17 bis 18 Uhr

Die Teilnahme an tanz.backstage ist kostenlos. Bei größeren Gruppen bitten wir um Voranmeldung: diana.treder@landesbuerotanz.de

tanz.backstage ist ein Vermittlungs-Format des nrw landesbuero tanz.
Das nrw landesbuero tanz wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW, sowie durch das Kulturamt der Stadt Köln.


17.5., Donnerstag, 20 Uhr, Studiobühne 1

Killer&Killer, Köln
Einer tanzt aus der Reihe

Szenenfoto aus der Tanzproduktion, Foto: Daniel FuchsFoto: Daniel Fuchs

Konzept: Sophie Killer und Thalia Killer, Choreographie und Darstellung: Sophie Killer , Bühne und Kostüm: Thalia Killer
Im Anschluss Choreographinnen- und KünstlerinnenTALK:
Sophie Killer und Thalia Killer im Gespräch mit der Choreographin Reut Shemesh

Eine Reihe Puppen hängt von der Decke, regungslos, rätselhaft, eine gespenstische Szenerie. Bis eine der Figuren plötzlich zum Leben erwacht. Halb Clown, halb Marionette entdeckt sie nun ihre Umgebung, erforscht die Bewegungsmöglichkeiten ihres Körpers, läuft, tanzt. Durch einen unverhofften Nieser kommt die Sprache hinzu, Wortwitze, verdrehte Sprichwörter und krumme Sätze sprudeln nur so aus ihr heraus. Nur die anderen Puppen bleiben stumm, alle noch so verführerischen und verzweifelten Kontaktversuche laufen ins Leere. So bringt sie soziales Verhalten immer wieder in falsche Zusammenhänge und führt es ad absurdum.

Das Künstlerinnenduo Killer&Killer, Sophie und Thalia Killer, wurde für diese Arbeit mit dem Folkwang Preis für Darstellende Kunstausgezeichnet. Es lädt die Zuschauenden ein, über Fragwürdigkeiten gesellschaftlicher Verhaltensregeln zu lachen und gleichzeitig die dahinterliegende Einsamkeit zu erkennen. Mit beeindruckender Bühnenpräsenz tanzt Sophie Killer aus der Reihe.

Sophie Killer, Schauspielerin, Tänzerin und Choreographin, und Thalia Killer, Künstlerin und Designerin, entwickeln seit 2015 gemeinsam Projekte zu zwischenmenschlichen und gesellschaftspolitischen Themen in einer Synthese von Tanz und Theater. Der Mensch wird in seinem puren alltäglichen Leben bis hin zu den poetischen und abstrakten Ebenen des Daseins zwischen Tragik und Komik erkundet. Dabei sind sie stets auf der Suche nach neuen Formen und künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, denen sie sich mit interdisziplinären Ansätzen und Kollaborationen nähern. Sie verbinden Schauspiel, Physical Theatre und Tanz, Clownerie und Performance, Musik, Videokunst und Design und setzen sich keine stilistischen Grenzen.
www.killerundkiller.com

Die Produktion entstand mit Unterstützung der Folkwang Universität der Künste und dem i-camp/Neues Theater München.

7.6., Donnerstag, 20 Uhr, Studiobühne 1
19.30 Uhr Einführung durch den Kulturjournalisten René Linke

MIRA6, Köln
89° - ein Solo mit Gedächtnishüllen

Szenenfoto aus der Tanzproduktion, Foto: meyer originals
Eine interaktive Tanzperformance
Künstlerische Leitung, Regie und Choreographie: Julia Riera, Tanz: Dong UK Kim , Musik und Regie: Philip Mancarella, Licht: Wolfgang Pütz

....Wo beginnt der Mensch, wo hört er auf? An seiner Haut, der Oberfäche, oder beim aufrechten Gang? Bei der Erinnerung oder der Fähigkeit, sich selbst zu betrachten? Oder der Fähigkeit, das Selbst zu verlassen? ....( Melanie Suchy)

In „89°" verbindet MIRA innere und äußere, sichtbare und ahnbare Räume des Menschseins in einer Installation aus fragmentierten plastischen Körperteilen. Hüllen - eingeschweißt für die Ewigkeit - zeigen Abdrücke einer flüchtigen Bewegung, eines vergänglichen Moments. Sie sind Erinnerungsorte, Verbindungstore, Gedächtnishüllen zwischen dem unmittelbaren Moment, dem „Jetzt", und unterschiedlichen Zeitfenstern, davor, danach, dazwischen.

„89° vereint Objektkunst, Liveperformance und Soundinstallation sowie sensorische Prozesse zu einem interdisziplinärem Wagnis- und Erfahrungsraum. Wie kommuniziert der Performer in diesem geschaffenen Raumkonzept? Die Objekte der Installation basieren auf einer Idee von Julia Franken und Julia Riera während der Recherchephase Plastic Surgery 2016, gefördert von der SK Stiftung Kultur.

„...Selten erlebt man ein so raffiniertes Dialogisieren auf Augenhöhe zwischen Tanz und Musik. Ausdrucksstark wird hier gearbeitet, so dass dem Publikum letztlich das besondere Erlebnis einer Performance beschert wird, die eine Vorstellung von der archaischen Tiefe menschlicher Bewegung gibt." Thomas Linden/ Kölner Rundschau 24.10.2017

MIRA entwickelt vielschichtige Inszenierungen von hoher Sensibilität und intensiver Bildsprache. Das Innen und Außen wird in den Dialog gebracht, es wird sichtbar, was unter die Haut geht, und spürbar, was nicht fassbar ist. Experimentell und feinfühlig lotet MIRA Grenzen aus - ob imaginär oder räumlich, zwischen den Genres, persönlich und zwischenmenschlich. Julia Rieras wacher Blick dringt in existenzielle seelische und körperliche Untiefen. So erzeugt MIRA durch Tanz eine Realität des Augenblicks, die uns alle verbindet.
MIRA wurde von der Choreographin und Tänzerin Julia Riera und der Kamerafrau und Medienkünstlerin Julia Franken gegründet (Zusammenarbeit 2009 - 2016). Festes Mitglied der Gruppe ist seit 2011 an der Komponist Philip Mancarella. Für Dong UK Kim ist es die zweite Produktion mit MIRA. www.mira-performance.de
Die Produktion wurde durch das Kulturamt der Stadt Köln und die Bezirksregierung Köln gefördert.

16.06., Samstag, 20 Uhr, Studiobühne 1

Peculiar Man, Wuppertal
Try To Remember


Szenenfoto aus der Tanzproduktion, Foto: Yixiao CaoFoto: Yixiao Cao

Konzept und Choreographie: Jan Möllmer und Tsai-Wei Tien, Tanz und Kreation: Damiano Ottavio Bigi, Petr Hastík und Freddy Houndekindo , Lichtdesign: Jens Piske , Sounddesign: Jan Möllmer
Im Anschluss Dramaturginnen/DramaturgenTALK:
Jan Möllmer im Gespräch mit Henrike Kollmar, freie Dramaturgin und Mitarbeiterin im nrw landesbuero tanz im Bereich Tanzvermittlung

Mit „Try To Remember" nimmt Peculiar Man das Publikum mit auf eine Reise, welche sich dem Gefühl der Ungewissheit widmet. Ein Campingplatz wird zur Szenerie von Bildern, welche sich jeder Logik von Zeit und Raum widersetzen. Drei Darsteller begegnen sich in einem dehnbaren Kosmos, balancierend zwischen Realität und Fiktion. Sie gleichen dabei lebenden Archiven, die sich - bevölkert von persönlichen Erinnerungen, Träumen und Fantasien - einen Weg durch eine zerstückelte Handlung bahnen.
Dabei greift Peculiar Man auf eine ganz eigene gestisch-skurrile Bewegungssprache zurück, mit welcher eine surreale Atmosphäre geschafft wird.

Inspiriert durch alltägliche Situationen und deren zwischenmenschlichen Bedeutung, fragt „Try To Remember" nach alternativen Realitäten und versucht das Vorstellungsvermögen des Publikums herauszufordern.

Peculiar Man wurde im Januar 2017 von Jan Möllmer und Tsai-Wei Tien gegründet. Beide studierten Bühnentanz an der Folkwang Universität der Künste in Essen und waren Mitglieder des Folkwang Tanzstudios.
Möllmer, Preisträger des Nachwuchsförderpreises des Landes NRW 2015, und Tien, Ensemblemitglied des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, realisieren mit „Try To Remember" ihre zweite abendfüllende Produktion.
Das Choreographenduo zeigt ein Zusammentreffen zweier Blickwinkel und künstlerischer Handschriften, welche mit ihren Gemeinsamkeiten und Ungleichheiten zu einer neuen Form finden. Gemeinsam wurden sie 2015 mit dem Bronzepreis der Beijing International Ballet and Choreography Competition ausgezeichnet.
www.peculiarman.de

Try To Remember" wurde durch die börse, Wuppertal, koproduziert und durch das Kulturbüro der Stadt Wuppertal gefördert. Die Produktion entstand mit freundlicher Unterstützung von: Taishin Bank Foundation of Arts and Culture, Jackstädt-Stiftung, Firma Knipex, Stiftung Kalkwerke Oethelshofen.

Kartenverkauf

Eintritt: 11,- Euro /ermäßigt 6,- Euro Vorverkauf und Kartenreservierung ab 16. April: Kulturbüro der Stadt Krefeld, Friedrich-Ebert-Straße 42, 47 799 Krefeld, Telefon 0 21 51/58 36 11, kultur@krefeld.de und über www.krefeld.de/kulturbuero

Veranstalter: Kulturbüro der Stadt Krefeld
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Mittelzentrenförderung TANZ für das Kulturzentrum Fabrik Heeder

Logo des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

www.tanzwebkrefeld.de

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