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Workshop zur „Kulturhistorischen städtebaulichen Analyse"

Zuletzt geändert: 18.02.2020 17:06:00 CET

Das Projekt „Kulturhistorische städtebauliche Analyse" setzt sich mit der Entwicklungsgeschichte der Krefelder Innenstadt innerhalb der heutigen Wälle auseinander. Dazu fand nun ein Workshop im Rathaus mit rund 70 Bürgern statt. Mitarbeiter des Fachbereichs Stadt- und Verkehrsplanung sowie der beauftragten niederländischen Planungsbüros „Mir architecten" und „Flexus AWC" diskutierten und berarbeiten mit den Bürgern in zwei Gruppen die Aspekte „Identität" und „Stadtbild". Das Resultat des Workshops soll auch in die „Kulturhistorische städtebauliche Analyse" und abschließend in ein städtebaulich-historisches Leitbild münden.

Workshop Kulturhistorische-städtbauliche Analyse. Von links: Marcel van Winsen, Hugo van Vellen, Claudia Schmidt von den Projektbüros und Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadt- und Verkehrsplanung. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Workshop Kulturhistorische-städtbauliche Analyse. Von links: Marcel van Winsen, Hugo van
Vellen, Claudia Schmidt von den Projektbüros und Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadt-
und Verkehrsplanung. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

In der Gruppe „Identität" wurden die Teilnehmer gebeten, kulturhistorische Identifikationsorte in der Innenstadt zu benennen. Auch wurden Orte besprochen, die den Bürgern am Herzen liegen, und solche, die Unmut erzeugen. Dabei zeigte sich, dass einige Stellen in der City teilweise mit gegensätzlichen Punkten wahrgenommen wurden: Architektonisch anspruchsvolle oder historische Gebäude wurden als wertvoll angesehen, der sie umgebende öffentliche Raum erhielt dagegen häufig negative Beurteilungen. Als ein gutes Beispiel nannten Teilnehmer die Nordseite des Dionysiusplatzes mit dem Weihnachtsmarkt „Made in Krefeld Special". Die vier Wälle wurden als prägende städtebauliche Figur und an vielen Stellen als wichtig und wesentlich empfunden, jedoch wurden Hinweise zur Nutzung gegeben, wobei das Parken auf dem Westwall als negativer Punkt bewertet wurde.

In der Workshop-Gruppe „Stadtbild" wurden die Bürger aufgefordert, den kulturhistorischen Wert und den Zusammenhang von ausgewählten nebeneinanderliegenden Häuserfassaden zu bestimmen. Die Teilnehmer diskutierten ferner, wie die Architektur und Eingriffe des Wiederaufbaus zu bewerten seien und differenzierten zwischen Projekten mit hoher architektonischer Qualität und geringerer gestalterischer Tiefe. Es fand zudem eine intensive Auseinandersetzung mit dem Bestand im Detail statt. Debattiert wurde über den Wert von Wiederaufbauarchitektur, Problemimmobilien und großen Glasfassaden. Die Teilnehmer sprachen sich letztlich für klare und verbindliche Gestaltungsregeln für Gebäude in der Innenstadt aus.

Die Ergebnisse aus beiden Workshop-Gruppen wurden anschließend im Plenum besprochen. Die Arbeit und Diskussion lieferte den Fachleuten eine Vielzahl von Informationen, die im weiteren Verlauf der Studie ausgewertet und verwendet werden sollen.