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VHS und Gleichstellungsstelle in Kooperation

Zuletzt geändert: 01.03.2019 12:40:50 CET

Im Frühjahrssemester lädt die Volkshochschule (VHS) in Kooperation mit der städtischen Gleichstellungsstelle zu drei Veranstaltungsterminen rund um Frauen- und Gleichstellungsthemen ein. Den Anfang macht das beliebte Frauen-Kabarett-Krefeld mit zwei Vorstellungen des neuen Programms „Feminine Formen" am Sonntag, 10. März, um 11 Uhr und um 14.30 Uhr. Ute Lindemann-Degen und Helga Klingbeil-Weber alias Matta und Lisbeth kommentieren mit gewohnt spitzer Zunge sprachliche und andere Ungerechtigkeiten. Da geht es unter anderem darum, ob Lisbeth Herbert erwähnen muss oder es nicht ausreicht, ihn zu meinen, und ob Matta jetzt zur Singlerin wird. Die Kabarettistinnen schauen mit liebevoll-kritischem Blick auf die Gestalt der femininen Formen. Der Eintritt kostet 15 Euro.

14. März: „Ihr müsst kein Kopftuch tragen"

Am Donnerstag, 14. März, um 19 Uhr liest Abdel-Hakim Ourghi in der VHS aus seinem Buch „Ihr müsst kein Kopftuch tragen". Mit 40 Thesen setzt er sich für einen liberalen Islam ein. Sein neuestes Buch geht auf die Rolle der Frau ein. Ourghi reflektiert die Gründe für die Verschleierung der Frauen mit Kopftuch und zeigt gläubigen muslimischen Frauen und Männern auf, dass Glaube und ein modernes Leben vereinbar sind. Der Autor wurde in Algerien geboren und leitet den Fachbereich Islamische Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Die Teilnahme an der Lesung kostet sechs Euro.

16. Mai: „Kinder, Küche, keine Kohle!"

Ein vorwiegend frauenspezifisches Dilemma behandelt Professorin Uta Meier-Gräwe in ihrem entgeltfreien Vortrag „Kinder, Küche, keine Kohle!" am Donnerstag, 16. Mai, um 18 Uhr in der VHS. Zwischen Existenzsicherung und Sorgeverantwortung laufen viele Frauen, insbesondere Alleinerziehende, Gefahr, in Armut zu leben. Die Armut der Mütter ist unmittelbar mit dem Thema Kinderarmut verknüpft. Die Dozentin erläutert, inwieweit fachspezifische Qualifizierungen und Fachsprachenqualifizierung Chancen für Frauen, Kinder und den Fachkräftemarkt bieten. Meier-Gräwe war Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienforschung an der Universität Gießen. Sie arbeitete als Sachverständige in der Expertenkommission „Zukunft der Familienpolitik in Nordrhein-Westfalen". Aktuell forscht sie als Mitglied der Lenkungsgruppe zum Modellprojekt „haushaltsnahe Dienstleistungen" in Baden-Württemberg. Im Anschluss an ihren Vortrag ergänzt Beigeordneter Markus Schön das Thema aus Krefelder Sicht.