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Verein „Villa Merländer“ sucht neue ehrenamtliche Kräfte

Zuletzt geändert: 28.08.2019 14:24:19 CEDT

Der Verein „Villa Merländer" sucht neue ehrenamtliche Kräfte, die seine Arbeit für die NS-Dokumentationsstelle unterstützen möchten. „Wir freuen uns über jedes Talent, das Menschen einbringen möchten", betont Sandra Franz, Leiterin der NS-Dokumentationsstelle. Der 1992 gegründete Verein fördert unter anderem Aktivitäten zur mahnenden Erinnerung an die NS-Zeit in Krefeld und am Niederrhein. Zu seinen weiteren Zielen gehören die wissenschaftlichen Erforschung und Aufarbeitung der NS-Zeit in der Region sowie die Förderung einer kritischen Erziehung und Bildung zur Geschichte des Nationalsozialismus.

Auf dem Bild, v. l.: Gerd Wanninger, Sandra Franz, Dr. Gabriele König, Annemarie Vössing.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
Auf dem Bild, v. l.: Gerd Wanninger, Sandra Franz, Dr. Gabriele König, Annemarie Vössing.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Götz Waninger (78) und seine Frau Annemarie Vössing (70) engagieren sich seit vielen Jahren im Verein „Villa Merländer". Beide sind im Vorstand aktiv. Er kümmert sich auch um den zweimal im Jahr erscheinenden „Merländer-Brief", sie führt die Kasse des Fördervereins. „Ich kann mit dem, was ich kann, etwas unterstützen, was ich unterstützen möchte", so die gelernte Buchhalterin. Beide seien aber nun in einem Alter, in dem sie ihre Aufgaben einer jüngeren Generation übergeben möchten. Sie wünschen sich eine Fortführung der Vereinsarbeit, möglichst ohne Unterbrechung. Neue Mitglieder würden deswegen an ihre Aufgaben herangeführt und für die Zeit der Übergabe fachlich begleitet.

Neben den Finanzen und der redaktionellen Betreuung des Merländer-Briefes benötige der Verein zukünftig eine ehrenamtliche Kraft, die sich um die Verlegung der Stolpersteine kümmert. Aber auch für Veranstaltungen und weitere Aktivitäten sucht der Verein helfende Hände. Fachkenntnisse wie beispielsweise aus dem kaufmännischen Bereich seien zwar wünschenswert, aber für die Vereinsarbeit keine Voraussetzung. „Ein gesellschaftspolitisches Interesse sollte man schon mitbringen", sagt Dr. Gabriele König, Leiterin des Kulturbüros und Kulturbeauftragte der Stadt Krefeld.

„Wir sind flexibel, was die Anzahl der ehrenamtlichen Stunden angeht", sagt Franz. Jede Unterstützung werde dankbar angenommen. Die Vereinsmitgliedschaft kostet fünf Euro im Jahr. Zurzeit gehören dem Verein rund 200 Mitglieder an.