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Veranstaltungsmanagement hat trotz Corona viel zu tun

Zuletzt geändert: 19.05.2020 13:49:08 CEDT

Seit dem 20. April läuft das Autokino in Krefeld auf dem Sprödentalplatz mit täglich ein oder zwei Vorstellungen am Tag. Für die Veranstalter, aber auch für die Stadt Krefeld, war es eine sehr kurzfristige Aktion, denn erst 14 Tage vor dem Start meldeten sich die Veranstalter mit einem Kurzkonzept bei der Behörde. Dann aber griff ein Rädchen ins andere. Es zeigte sich, dass das Veranstaltungsmanagement der Stadt Krefeld, das mittlerweile im Fachbereich Sicherheit und Ordnung angesiedelt ist, bestens funktioniert. Es koordinierte binnen kurzer Zeit die komplette Genehmigung, so dass Kino-Enthusiasten voll auf ihre Kosten kommen. Zu berücksichtigen waren neben den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung insbesondere Regelungen des Landesimmissionsschutzgesetzes, verkehrsregelnde Maßnahmen im Veranstaltungsumfeld, die Abnahme des LED-Kino-Trucks sowie die Logistik auf dem Sprödentalplatz.

Seit dem 20. April freuen sich Kino-Fans über das Autokino auf dem Sprödentalplatz. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Seit dem 20. April freuen sich Kino-Fans über das Autokino auf dem Sprödentalplatz.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

„Die Corona-Schutzverordnung wurde in der Genehmigungsphase durch das Land angepasst. So mussten auch die Veranstalter ihr Konzept entsprechend neu ausrichten, damit der Schutz für alle Besucher und für das Personal auf dem Platz, gewährleistet werden konnte", berichtet Veranstaltungsmanager Olaf Scherzer. „Wir haben schnell einige Dinge optimiert. Große Autos parken hinten, später können alle schnell abfahren. Auch die Getränke- und Speisenausgabe verläuft problemlos."

Es gehen viele Nachfragen ein

Das Thema Veranstaltungen zu Corona-Zeiten beschäftigt ihn und seine Kollegin Melanie Link natürlich täglich. Viele Veranstalter hatten schon von sich aus die Reißleine gezogen und ihre Veranstaltungen abgesagt, als klar wurde, dass es bis zum 31. August keine Großveranstaltungen geben darf. Trotzdem gingen und gehen regelmäßig Nachfragen ein. „Die nahezu wöchentlichen Änderungen machen es uns auch nicht einfach. Auch war einiges sehr vage formuliert. So ist bis zuletzt nicht klar gewesen, was eine Großveranstaltung ist, und was nicht", so Scherzer.

Lockerungen und Maßnahmen wurden konkreter formuliert

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten, darunter auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, haben sich am Mittwoch, 6. Mai, aber auf neue Corona-Lockerungen und Maßnahmen geeinigt, die konkreter formulieren, was geht und was nicht geht. Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Straßen- oder Schützenfeste sowie Kirmes-Veranstaltungen bleiben untersagt, voraussichtlich bis mindestens zum 31. August. Kleinere Veranstaltungen sollen nach und nach wieder möglich sein. Darunter fallen kleine Konzerte im Freien, Theaterveranstaltungen und Kinovorstellungen, aber auch Versammlungen, bei denen der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann. Der nämlich bleibt neben den hohen Hygienestandards oberste Prämisse. Wo dieser nicht möglich ist, besteht die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Kommt es in einem Bereich trotzdem zu mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage, wird es wieder härtere Beschränkungen geben.