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2019-03-19: Umweltzentrum bietet vier Plätze für Freiwilliges Ökologisches Jahr

Zuletzt geändert: 11.04.2019 11:13:55 CEDT

Die Stadt und der Kommunalbetrieb Krefeld suchen zum 1. August wieder vier junge Menschen ab 16 bis 27 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung für das Freiwillige ökologische Jahr (FÖJ) im Krefelder Umweltzentrum. Das Jahr dient zur beruflichen und persönlichen Orientierung, bietet Einblicke in ökologische Berufsfelder und bringt viele Erfahrungen, die fit machen für zukünftige Berufswahl. Einen Führerschein sollte wenigstens einer der FÖJ-ler haben, weil sie an verschiedenen Einsatzorten gebraucht werden, um sich für den Natur- und Umweltschutz zu engagieren: Pflegemaßnahmen in Landschafts- und Naturschutzgebieten für die Untere Landschaftsbehörde, Schutzmaßnahmen bei der Amphibienwanderung, Begleitung von umweltpädagogischen Projekten und Besucherbetreuung im Krefelder Umweltzentrum sind Aufgaben der FÖJ-ler.

Bernd Plenker, Fachbereichsleiter Umwelt und Verbraucherschutz der Stadt Krefeld, betont die Bedeutung der Unterstützung durch die jungen Leute: „Hier im Umweltzentrum finden jährlich rund 500 Bildungsveranstaltungen statt, die vor allem Krefelder Schülern die unterschiedlichen Naturschutz-, Umwelt- und Müllvermeidungsthemen nahe bringen. Da braucht das Team dringend Unterstützung." Das kann der 20-jährige Benjamin, einer der vier aktuellen FÖJ-ler, bestätigen: „Bis zu vier Kindergruppen betreuen wir hier täglich, dazu gibt es 40 unterschiedliche Programme. Wir kümmern uns um Auf- und Abbau und helfen bei der Begleitung und Anleitung der Teilnehmer". Außerdem gefalle ihm das Arbeiten im Freien sehr gut. Er interessiert sich jetzt für den Beruf des Landschaftsgärtners oder einen Einsatz im Umweltschutz.

Die aktuellen Teilnehmer des FÖJ am Umweltzentrum Krefeld (von links): Jonas, Carina, Stefan und Benjamin mit der Leiterin des Umweltzentrums Jana Reddig und Ausbilder Christoph Uehlenbruck. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Die aktuellen Teilnehmer des FÖJ am Umweltzentrum Krefeld (von links): Jonas, Carina, Stefan und Benjamin mit der Leiterin des Umweltzentrums Jana Reddig und Ausbilder Christoph Uehlenbruck. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Gärtnermeister Christoph Uehlenbruck vom Umweltzentrum gibt den FÖJ-lern die richtige Anleitung: „Der grüne Daumen ist hier kein Muss", ermutigt er auch junge Menschen ohne Vorkenntnisse zum FÖJ. Die 19-jährige Carina ist in diesem Jahr die einzige weibliche Teilnehmerin am FÖJ im Umweltzentrum. Sie wusste nach dem Abitur nicht so recht, welches Studium sie anstreben sollte und wo der Berufsweg sie hinführen könnte. Das Freiwillige ökologische Jahr schien ihr eine interessante Kombination aus Arbeit mit Kindern und in der Natur. Nach knapp sieben Monaten FÖJ hat sie die Erkenntnis gewonnen, dass sie kein Lehramtsstudium beginnen möchte. Stattdessen hat die Zeit ihr Interesse für den Naturschutz geweckt.

Auch der 18-jährige Jonas absolviert gerade das FÖJ im Krefelder Umweltzentrum. Er favorisiert eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich, wollte aber zuvor mal etwas anderes testen. „Das ist eine wichtige Erfahrung für mich hat aber meinen Entschluss nicht geändert, einen kaufmännischen Beruf zu ergreifen". Einen Tipp hat er für die Interessenten des FÖJ: „Man sollte gerne im Freien, offen für neue Sachen und für Teamarbeit sein, dann wird man seinen Spaß an diesem Jahr haben". Stefan, mit 22 Jahren der älteste im aktuellen Team hat schon einen Führerschein und kann die Touren zu den Einsatzorten beim Amphibienschutz übernehmen. „Einen Absolventen mit Führerschein und einen mit Hauptschul- oder Realschulabschluss, beziehungsweise ohne Schulabschluss brauchen wir in jedem Jahr beim FÖJ", erklärt Jana Reddig, Leiterin des Umweltzentrums.

Begleitet wird das FÖJ außerdem von fünf einwöchigen Seminaren, in denen Grundkenntnisse über Natur und Umwelt vermittelt werden. Am Einsatzort sind die Teilnehmer in ein Team eingebunden, fachliche Anleitung und Betreuung sind gegeben. Die Arbeitszeit beträgt 39 Wochenstunden, der Urlaubsanspruch im Jahr 26 Tage. Es wird ein monatliches Taschengeld von 300 Euro gezahlt, das FÖJ ist gleichbedeutend mit Schul- und Ausbildungszeit, so dass Kindergeld und Kinderfreibetrag in dieser Zeit weiter gewährt werden.

Fragen zum FÖJ im Krefelder Umweltzentrum beantwortet Jana Reddig unter Telefon 0 21 51/74 36 46.