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2019-06-06: Umweltausschuss: Stadt soll eigenen „Klimaschutzmanager“ bekommen

Zuletzt geändert: 17.07.2019 10:51:18 CEDT

Der Ausschuss für Umwelt, Energie, Ver- und Entsorgung sowie Landwirtschaft hat in seiner vergangenen Sitzung zum Thema „KrefeldKlima 2030 - Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für Krefeld" dem Stadtrat empfohlen, in dessen Sitzung am 4. Juli 2019 mehrere Punkte zu beschließen. So soll das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens als Grundlage des zukünftigen Handelns von Politik, Verwaltung und der städtischen Beteiligungsgesellschaften sein. Die Verwaltung möge konkrete Maßnahmen unter Berücksichtigung der Kriterien Spezifität, Messbarkeit, Akzeptanz, Realisierbarkeit und Terminierbarkeit im Rahmen des städtischen Klimaschutzkonzeptes ableiten und zum Forderungskatalog von „Fridays for Future" Stellung nehmen. Wirkungen dieser Maßnahmen sollen jährlich evaluiert und die Maßnahmen gegebenenfalls nachjustiert werden.

Blick in den Forstwald. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Blick in den Forstwald.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Neu installieren will die Stadt einen „Klimaschutzmanager": Dieser soll Fördermitteln akquirieren und darauf achten, dass der Klimaschutz gesamtstädtisch als Handlungsleitlinie Eingang findet. Der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes auf dem Theaterplatz soll als ressourceneffizientes Vorzeigeprojekt nach den Prinzipien des ökologischen Bauens und Betriebes gebaut werden. Zudem soll geprüft werden, inwieweit diese Vorgehensweise auf alle anderen städtischen Bauvorhaben übertragbar ist.

Inhalte der Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes sollen in Klimaschutzkonzept einfließen

Ein Antrag zur Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes wurde jedoch abgelehnt. Allerdings sollen Inhalte der Resolution in die zurzeit stattfindende Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes einfließen. So soll die Stadt die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen berücksichtigen und wenn immer möglich, jene Entscheidungen prioritär behandeln, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen. Sie orientiert sich für zukünftige Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels an den Berichten des Intergovernmental Panel ofClimate Change, insbesondere im Bezug auf Investitionen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen.

Auch soll die Stadt Krefeld von der Bundesregierung die Einführung eines Klimaschutzgesetzes fordern, dessen Maßnahmen an den Forderungen des Pariser Abkommens ausgerichtet sind. Das Gesetz hat sicherzustellen, dass die bereits vereinbarten Reduktionsziele eingehalten werden und dass das Ziel der Klimaneutralität in Deutschland spätestens bis 2050 vollständig erreicht wird.