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Umsetzung des Konzepts „Handeln und Helfen" vorgestellt

Zuletzt geändert: 07.12.2018 14:14:21 CET

Seit dem Sommer hat die Stadt Krefeld ihr kommunales Sicherheitsmanagement neu ausgerichtet. Das entsprechende Konzept der Verwaltung „Handeln und Helfen" sieht einen 17-Punkte-Plan vor, der neben ordnungsrechtlichen Maßnahmen und Aktivitäten zur Verbesserung der Sauberkeit im öffentlichen Raum konkrete Hilfsangebote für die Zielgruppe der Suchtkranken und Wohnungslosen beinhaltet. Über den aktuellen Sachstand informierte Beigeordneter Thomas Visser nun im Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit, Integration und Senioren. Unter seiner Leitung und der des Stadtkämmerers Ulrich Cyprian hat sich frühzeitig eine Fachgruppe „Sicherheit und Hilfen" gebildet, bestehend aus Fachleuten der Verwaltung und verschiedener Institutionen und Behörden. Diese, wie auch zwei Arbeitsgruppen für die beiden Schwerpunktthemen Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung sowie Soziales tagen regelmäßig, um eine zeitnahe Umsetzung der geplanten Aktivitäten zu realisieren.

Mit der neuen "City-Streife" im Gespräch: Oberbürgermeister Frank Meyer mit Marita Panhuis (Juwelier Kraemer) und Gerald Schot (Schuhhaus Grüterich). Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Mit der neuen "City-Streife" im Gespräch: Oberbürgermeister Frank Meyer mit Marita Panhuis
(Juwelier Kraemer) und Gerald Schot (Schuhhaus Grüterich).
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Erste Maßnahmen hat die Verwaltung bereits umgesetzt. Ein neuer „City-Service-Krefeld" des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) ist in der Innenstadt und in den Stadtteilzentren als Ansprechpartner für den Einzelhandel und Besucher der City unterwegs. Bereits im Sommer ist auf dem Theaterplatz eine „Mobile Wache" an dem Treffpunkt der Alkohol- und Drogenszene eingerichtet worden. Täglich sind dort Mitarbeiter des KOD vor Ort, jetzt in der dunklen Jahreszeit von Oktober bis März von 8 bis 20 Uhr. Neben der Aufstockung des KOD um sieben Stellen, sollen möglichst noch in diesem Jahr zwei zusätzliche Stellen für Sozialarbeiter für die aufsuchende Sozialarbeit im Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen sowie eine Stelle zur Stärkung des präventiven Ansatzes in der Bezirkssozialarbeit beim Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung besetzt werden. Darüber hinaus sollen zukünftig wieder mindestens zwei Streetworker des Caritas-Verbandes für die Betreuung und Beratung der Szene eingesetzt werden, nachdem im Zuge des Nothaushalts seit 2013 auf eine Stelle verzichtet werden musste. Weitere personelle Verstärkungen prüft die Fachgruppe aktuell.

Schriftzug auf den neuen Dienstfahrzeugen des Kommunalen Ordnungsdienstes. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Schriftzug auf den neuen Dienstfahrzeugen des Kommunalen Ordnungsdienstes.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Zur besseren Vernetzung der vorhandenen Hilfsangebote in der Suchthilfe und der Wohnungslosenhilfe hat die Stadt mit den beteiligten Wohlfahrtsverbänden erste Schritte vereinbart und teilweise umgesetzt. So erfolgt nun ein regelmäßiger Austausch auf Sozialarbeiterebene, die ersten gemeinsamen Aktivitäten im Bereich der aufsuchenden Sozialarbeit wurden durchgeführt und weitere geplant. Ende November haben Vertreter des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit, Integration und Senioren und der Verwaltung zudem ein Gespräch mit der Düsseldorfer Drogenhilfe geführt. Im Mittelpunkt stand ein Austausch über die mit dem Betrieb des dortigen Drogenkonsumraumes gewonnenen Erfahrungen. Die dort gewonnen Erkenntnisse sollen in die weiteren Überlegungen bezüglich der Einrichtungen eines entsprechenden Raumes in Krefeld einfließen.