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Trotz Corona: Aktives Entdecken im Laufschritt

Zuletzt geändert: 30.03.2020 14:11:40 CEDT

Wegen der Corona-Krise fallen aktuell alle Lauf-Wettkämpfe aus. Trotzdem wollen zahlreiche Läufer nicht auf ihren Sport verzichten, auch weil viele stets alleine ihre Kilometer abspulen und daher nicht in Kontakt mit anderen kommen. Insofern passt die App „Sight Running NRW" bestens in die aktuelle Lage, bietet sie doch die Möglichkeit, eine ganz private und exklusive Stadtführung zu erhalten. „Laufend Stadt erleben" - unter diesem Motto betreibt die Architektenkammer NRW die App samt Website www.sight-running-nrw.de, die attraktive Laufrouten mit einem akustischen Baukulturführer verbindet. Der kostenlose Download ist möglich im App Store (iOS) und auf Google Play (Android). Aktuell werden 20 Routen in ganz NRW angeboten, darunter auch eine in Krefeld. Weitere werden sukzessive ergänzt.

Rechts der Krefelder Hauptbahnhof, links das Cinemaxx. In dem Gebäude ist auch der Fachbereich Ordnung, und damit das Fundbüro, untergebracht. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunkation
Rechts der Krefelder Hauptbahnhof, links das Cinemaxx. Hier fällt der Startschuss.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunkation

Das Projekt wurde über drei Jahre mit Unterstützung verschiedener Partner aus dem Sport-, Baukultur- und Tourismussektor sowie den Kommunen und mit ideeller Unterstützung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW entwickelt. „Sight Running NRW" bietet flächendeckend Routenvorschläge in Nordrhein-Westfalen an, die Werke der Architektur und der Ingenieurbaukunst, stadttypische Gebäudeensembles, Grünzonen und urbane Räume auf einer attraktiven Streckenführung miteinander verbinden. Die App stellt auch für Tagungsgäste oder Kurzurlauber in Nordrhein-Westfalen eine neue Möglichkeit dar, eine Stadt oder Ortschaft sportlich und auf ungewöhnliche Art und Weise kennenzulernen. Der Nutzer der App erhält während des Laufs über den Audio-Guide automatisch ortsbezogene Informationen über einzelne Bauwerke und baukulturelle Highlights. Im Schnitt wird auf jedem Kilometer ein Objekt per GPS-Erkennung vorgestellt, sobald sich der Sportler dem Bauwerk nähert.

Der Krefeld-Pavillon. Foto: Projekt MIK
Auch der Krefeld-Pavillon wird passiert.
Foto: Projekt MIK

„Bei Streckenlängen von sechs bis zwölf Kilometern kann jeder dank digitaler Unterstützung seine sportliche Bewegung mit spannenden Informationen zu Architektur und Baukunst kombinieren - und so beim Laufen eine Stadt ganz neu kennenlernen", verdeutlicht Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, dessen inhaltliche Expertise in das Projekt einbezogen wurde. Redaktionell angelegte Navigationsansagen auf der Strecke helfen dabei, sicher den Weg zu finden. Entsprechend kann die App auch von Fußgängern, Nordic Walkern, Radfahrern oder Inlineskatern genutzt werden.

Die Bauhaus-Villa Haus Esters in Krefeld. Foto: Kunstmuseen Krefeld, Volker Döhne
Nächster Stopp: Die Bauhaus-Villen Haus Esters (hier im Foto) und Haus Lange.
Foto: Kunstmuseen Krefeld, Volker Döhne

Jede Route steht unter einem spezifischen Leitthema, das auf lokale Historie, bauliche Besonderheiten oder Stadtentwicklungsprozesse eingeht, etwa der „Medien- und Wirtschaftshafen Düsseldorf", die „Seidenstadt und Bauhausroute Krefeld", die „Rheinrunde Köln", das „Museumsufer Bonn" oder die „Wissenschaftsstadt Aachen". Ganz aktuell sind 20 Routen fertiggestellt und abrufbar: Aachen, Arnsberg, Bielefeld, Bochum, Bonn, Detmold, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Gummersbach, Herford, Köln, Krefeld, Minden, Mönchengladbach, Münster, Oberhausen und Steinfurt. Ziel der Macher von „Sight Running NRW" ist es, mindestens eine Route für jede Großstadt und jeden Kreis in Nordrhein-Westfalen anbieten zu können.