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2018-12-07: Tiefgarage Rathaus wird saniert: Rat unterstützt Pläne des OB

Zuletzt geändert: 07.03.2019 08:30:03 CET

Oberbürgermeister Frank Meyer hat gemeinsam mit dem Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Rachid Jaghou, die Pläne zur Sanierung der Tiefgarage am Rathaus vorgestellt. Der Stadtrat hat nun dem ersten Bauabschnitt zur Sicherung der städtischen Tiefgarage zugestimmt. „Damit können Planung und Ausschreibung im Zeitraum Januar bis Mai erfolgen. Baubeginn soll voraussichtlich im Juni sein, die Fertigstellung könnte dann im Juni 2020 erfolgen", erklärt Rachid Jaghou.

Modernisiert und neu gestaltet werden im ersten Schritt alle Zugänge zur Tiefgarage Rathaus. Und sie werden durch Kartenlesegeräte vor unbefugtem Zutritt gesichert: Zukünftig werden nur noch Nutzer mit Parkticket die Eingänge passieren können. Die Kosten der Sanierungs- und Umbauarbeiten werden auf 1,975 Millionen Euro geschätzt. Auf Frank Meyers Initiative hin ist das Konzept „Handeln und Helfen" an den Start gegangen. „Auch die Tiefgaragensituation ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts", so der Krefelder Oberbürgermeister. Deshalb ist in der Rathaus-Tiefgarage bereits eine Video-Überwachung installiert und der Sicherheitsdienst verstärkt und intensiviert worden. Auch erfolgt jetzt bereits zwei Mal wöchentlich eine zusätzliche Reinigung. Ebenso ist die Beleuchtung auf LED umgestellt und verbessert worden.

Oberbürgermeister Frank Meyer und der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements, Rachid Jaghou, stellen die Pläne zur Sanierung und Sicherung der Rathaus-Tiefgarage vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Oberbürgermeister Frank Meyer und der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements, Rachid
Jaghou, stellen die Pläne zur Sanierung und Sicherung der Rathaus-Tiefgarage vor.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Die Zugänge der Tiefgarage sollen zukünftig auch optisch einen ganz anderen Eindruck machen: Der Gestaltungsentwurf basiert auf der Idee, die textile Geschichte der Stadt Krefeld aufzugreifen und beispielsweise Muster der Paramentenweberei auf die Außenfassaden der Eingänge zu übertragen. Dies soll von außen deutlich wahrnehmbar sein und von innen durchscheinend und luftdurchlässig erscheinen. Nachts kann es hinterleuchtet werden. Die Muster sollen sich innerhalb der Parkebenen als schablonierter Farbauftrag wiederfinden und dort auf die Eingänge der Treppenhäuser verweisen. Dies dient der visuellen Strukturierung der Parkebenen und Orientierung der Besucher im Raum. „Das fehlt der Tiefgarage im aktuellen Zustand ebenso wie die Sicherheit in den Treppenhäusern, die wir durch Installation von Zugangskontrollen herstellen werden", so Jaghou. Nach dem ersten Bauabschnitt mit der Umgestaltung und Sicherung der Eingänge soll in einem nachfolgenden zweiten Bauabschnitt das Sicherungs- und Wegeleitkonzept auf den Parkebenen weiter geführt werden.

Umsetzung des Konzeptes „Handeln und Helfen" schreitet voran

Intensiv gearbeitet wird in der Stadtverwaltung weiter an der Umsetzung des Konzeptes „Handeln und Helfen". Zwei Arbeitsgruppen mit Fachleuten der zuständigen Bereiche befassen sich mit Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung auf der einen, mit sozialen Aspekten auf der anderen Seite. „Ich höre immer mal wieder, dass es nicht genügt, Arbeitskreis-Sitzungen abzuhalten, es müssten auch Taten folgen", so der Oberbürgermeister. Und genau das geschehe auch. Die personelle Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) und die mit dessen Präsenz auf dem Theaterplatz umgesetzte ständige mobile Wache, sowie der neue City-Service des KOD für die Innenstadt seien in der Öffentlichkeit deutlich sichtbare Signale. Die Optimierung der Reinigungsintervalle auf dem Theaterplatz wurde ebenfalls umgesetzt. Auf den Weg gebracht sei auch die Einrichtung von drei neuen Stellen für Mülldetektive, die angekündigte Stelle eines Quartiersmanagers befinde sich in der Ausschreibung. Mehrere Stellen für die Sozialarbeit (Prävention und aufsuchende Sozialarbeit) sind mit den Haushaltsberatungen verabschiedet worden.

Aktuell 857 Stellplätze über zwei Tiefgeschosse

Die Tiefgarage am Rathaus wurde im Jahr 1984 in zwei Bauabschnitten errichtet und besteht aus zwei unterirdischen miteinander verbundenen Gebäudeteilen. Der erste Bauabschnitt wurde als ehemaliger Zivilschutzbunker erstellt, wurde jedoch später entwidmet. Er erstreckt sich über eine Länge von mehr als 200 Metern, beginnend unter dem Gebäude der DAK an der St.-Anton-Straße‚ über den Bereich unter dem Rathausplatz bis hinter das VHS-Gebäude in die Schneiderstraße. Der zweite Teil umfasst den Bereich unter dem städtebaulichen Block zwischen Gartenstraße, Klosterstraße und Karl-Wilhelm-Straße. Die gesamte Tiefgarage misst rund 24.600 Quadratmeter und weist bislang 857 Stellplätze über zwei Tiefgeschosse aus. Die Haupteinfahrt auf dem Westwall zwischen Gartenstraße und St.-Anton-Straße soll nach dem Umbau deutlich erkennbar sein und einen guten Überblick über die Preise und Öffnungszeiten der Garage geben. Neben der Haupteinfahrt gibt es insgesamt elf Ein- und Ausgänge, die nach und nach gesichert und umgestaltet werden sollen.