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Artenschutzkooperation von Zoo und WWF

Zuletzt geändert: 12.04.2019 13:03:05 CEDT

Der Zoo Krefeld und der World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland arbeiten beim Schutz des bedrohten Roten Pandas eng zusammen. Die Kooperation wird sowohl den wildlebenden Feuerfüchsen, wie die Tiere in Asien auch genannt werden, als auch ihren Artgenossen im Krefelder Zoo zugutekommen. Dazu haben Zoo und Naturschutzorganisation das »Team Roter Panda Krefeld« ins Leben gerufen. Mit den Einnahmen aus dem Projekt will der Zoo seine Anlage für die Roten Pandas modernisieren und im Rahmen des Europäischen Erhaltungsprogramms (EEP) wieder Nachwuchs züchten. Der WWF wird sich in seinem neuen Bhutan-Projekt zum Schutz des Roten Pandas in freier Wildbahn engagieren. Dort bedrohen Lebensraumzerstörung und Wilderei die letzten Vorkommen dieser Kleinbären.

Auftaktpräsentation für das "Team Roter Panda Krefeld" im Zoo. Von links: Gaby Borg Zoo, Annika Milde Projektleiterin WWF, Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen, Zoo-Pressesprecherin Petra Schwinn, Dr Stefan Ziegler WWF.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Auftaktpräsentation für das "Team Roter Panda Krefeld" im Zoo. Von links: Gaby Borg Zoo,
Annika Milde Projektleiterin WWF, Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen, Zoo-Pressesprecherin
Petra Schwinn, Dr Stefan Ziegler WWF.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

„Entdeckt hat den Roten Panda der Zoologe Cuvier 1825. Er bezeichnete die Art als das schönste Säugetier auf Erden. Und diesen Titel haben die Tiere ohne jeden Zweifel verdient. Es ist daher nur standesgemäß, wenn das in die Jahre gekommene Gehege unserer Roten Pandas Rusty und Cosima ein schickes Face-Lifting bekommt. Für den zukünftigen Nachwuchs soll die Anlage außerdem ausgebaut werden. Besucher dürfen sich auf eine Aussichtsplattform freuen", so Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen. Allerdings sei das Projekt nicht kurzfristig, sondern eher langfristig angelegt, da der Zoo es angesichts der Kooperation neben den anderen Investitionen in eine moderne und artgerechte Tierhaltung verwirklichen möchte.

„Gerade seine Schönheit wurde dem possierlichen Kletterer zum Verhängnis: Die Jagd auf sein Fell, aber auch die zunehmende Zerstörung seines Lebensraums trieben ihn an den Rand der Existenz. Auf der Roten Liste gilt er heute als ‚stark gefährdet'. Nachdem wir viele Jahre erfolgreich in Indien zum Schutz der Kleinbären gearbeitet haben, startet der WWF nun ein neues Projekt in Bhutan. Hier ist der Feuerfuchs vor allem durch zunehmende Waldbrände in arger Bedrängnis", erklärt Dr. Stefan Ziegler, Artenschutzexperte und Asien-Referent beim WWF.

Zwei Rote Pandas. Foto: Zoo Krefeld
Zwei Rote Pandas.
Foto: Zoo Krefeld

Ab neun Euro im Monat können Besucher und Tierfreunde mitmachen und zum Panda-Schützer werden. Die Teammitglieder helfen dem Zoo, sein in die Jahre gekommenes Gehege zu erneuern. Zugleich unterstützen sie den WWF bei seinem Einsatz gegen Wilderei und Lebensraumzerstörung in Bhutan. Der Zoo Krefeld kann auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Haltung von Roten Pandas sowie auf herausragende Zuchterfolge zurückblicken: Schon seit 1960 leben Rote Pandas im Zoo und allein in den vergangenen 20 Jahren wurden zwölf Jungtiere aufgezogen. Auch zukünftig möchte der Zoo im Rahmen des Europäischen Erhaltungsprogramms Nachwuchs züchten. Denn jedes weitere Jungtier ist ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz und steigert die Chance, die stark gefährdete Art zu retten.

Wilderei und Lebensraumzerstörung sind große Probleme

Weniger als 10.000 Artgenossen kommen nach Informationen des WWF noch in den Bergregionen Nepals, Bhutans und Burmas sowie im Norden Indiens vor. Außerdem lebt eine Unterart in den tibetisch-chinesischen Bambuswäldern in Höhen zwischen 1500 und 4200 Metern. Vor allem Wilderei und Lebensraumzerstörung machen dem Roten Panda zu schaffen. Über zehn Jahre hat der WWF in Sikkim (Indien) zum Schutz der Kleinbären gearbeitet. Mit Erfolg: 240 Hektar zerstörter Lebensraum wurden durch Aufforstung zurückgewonnen und die Wilderei stark eingedämmt. Nun widmet sich der WWF einem anderen Brennpunkt: Bhutan.