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Stadtrat: Einstimmige Entscheidung für Grotenburg-Sanierung

Der Rat der Stadt Krefeld hat in seiner gestrigen Sitzung der Sanierung des Grotenburg-Stadions zugestimmt. Für sofort anstehende Maßnahmen sind 1.069.000 Euro veranschlagt. Sie werden nun ausgeschrieben und sofort bearbeitet, um den Spielbetrieb sicherzustellen. Zeitgleich mit der Umsetzung werden die weiteren Maßnahmen in drei Leistungsphasen aufgeteilt: die Grundlagenermittlung (Leistungsphase eins), die Vorplanung und Kostenschätzung (Leistungsphase zwei) sowie die Entwurfsplanung und Kostenberechnung (Leistungsphase drei). Die Planungskosten werden mit brutto 250.000 Euro angesetzt. Dadurch soll eine Grundlage für das weitere Verfahren und die Finanzierung geschaffen werden, wofür sich die Verwaltung ein professionelles Baumanagement samt externen Planern wünscht.

Die Grotenburg ist die Spielstätte des KFC Uerdingen. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Die Grotenburg ist die Spielstätte des KFC Uerdingen.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Die Stadtverwaltung hatte zuvor eine Zuordnung der anfallenden Kosten einerseits für betrieblich erforderliche Maßnahmen, andererseits für Schritte zur Herstellung der Drittligatauglichkeit des Stadions vorgenommen. Der KFC Uerdingen strebt die dritte Bundesliga an und könnte bei einem Aufstieg aktuell nicht in der Grotenburg spielen, da diese den Ansprüchen des Deutschen Fußball Bundes nicht genügt. Zurzeit belegt der KFC den ersten Platz in der Regionalliga West. Nur dieser berechtigt zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen.

Die Anlage der Vorlage 5114/18 gibt einen Überblick über die jeweiligen Kostenblöcke. Für die betrieblich erforderlichen Maßnahmen wird mit einem Bruttobetrag in Höhe von 2.008.720 Euro gerechnet. In diesem Kostenblock wurde zusätzlich eine Differenzierung nach Eilbedürftigkeit vorgenommen. Die Schritte zur Sicherstellung des Spielbetriebes machen mit 1.069.000 Euro etwas mehr als die Hälfte der betrieblich erforderlichen Maßnahmen aus. Hierzu zählen insbesondere Arbeiten an den elektrischen Anlagen, dem Blitzschutz, dem Flutlicht, der Sicherheitsbeleuchtung und der Notstromversorgung. Die Kosten für die Herstellung der Drittligatauglichkeit belaufen sich nach aktueller Schätzung auf brutto 4.317.677 Euro.

Im Grotenburg-Stadion spielt der KFC Uerdingen seine Meisterschafts-Spiele. Foto: Stadtsportbund Krefeld
Das Grotenburg-Stadion von oben.
Foto: Stadtsportbund Krefeld

Das Geld wird in den Haushaltsjahren 2018 und 2019 veranschlagt. Die 1.069.000 Euro für die notwendigen Sofortmaßnahmen kommen aus konsumtiven Haushaltsmitteln im Haushaltsjahr 2018, die Planungskosten für die Leistungsphasen (250.000 Euro) aus investiven Mitteln. Die konsumtiven Ausgaben werden gedeckt durch eine nicht eingeplante Erstattung des Landes von im Jahr 2017 zu viel gezahlter Landschaftsumlage und somit um überplanmäßige Mehrerträge. Zudem gibt es Geld aus dem Kommunalen Konjunkturpaket Krefeld. Hierbei handelt es sich um eine vom Rat gewünschte Pauschalposition, die für dringend notwendige Investitionen vorgehalten wird, insbesondere für Infrastrukturmaßnahmen in den Bereichen Sport und Kultur. Für das Jahr 2019 erfolgt eine Mittelbereitstellung im Haushaltsplanaufstellungsverfahren. Auch hier ist eine Finanzierung insbesondere aus dem Kommunalen Konjunkturprogramm Krefeld vorgesehen.