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Stadtmarketing-Chef über das "Made in Krefeld-Special"

Zuletzt geändert: 07.12.2018 14:15:25 CET

Der Crefelder Weihnachtsmarkt und das „Made in Krefeld"-Special sind bis zum 23. Dezember für Besucher in der Innenstadt geöffnet. Das Krefelder Stadtmarketing hat zum zweiten Mal den Platz zwischen Dionysiuskirche und Volksbank stilvoll gestaltet - und für das „Made in Krefeld"-Special zusätzliche Partner gewinnen können. So sind es diesmal 36 Aussteller, die ihre Produkte in den speziell für Krefeld entworfenen Weihnachtshäuschen anbieten. Mit dem Leiter des Krefelder Stadtmarketings, Uli Cloos, haben wir über den diesjährigen Weihnachtsmarkt gesprochen.

Der Crefelder Weihnachtsmarkt und das „Made in Krefeld“-Special auf dem Dionysiusplatz und der Rheinstraße sind eröffnet.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Blick auf das „Made in Krefeld"-Special auf dem Dionysiusplatz.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Herr Cloos, zwischen Dionysiuskirche und Volksbank hat das Stadtmarketing jetzt zum zweiten Mal einen Weihnachtsmarkt mit einem ganz eigenen Charakter auf die Beine gestellt. Was ist das Besondere an diesem neuen Markt, der sich „Made in Krefeld"-Special nennt?

Uli Cloos: Atmosphäre und Ästhetik, Qualität und Nähe. Im Einzelnen: Das warme unaufgeregte Licht, die hochwertigen stilvollen Weihnachtshütten, die Parklandschaft mit lebenden Bäumen und Waldmöbeln, der fußwarme Bodenbelag mit Holzhäckslen, das Rahmenprogramm mit Orgelkonzerten, Pfadfindern, Chören, Krefelder Bands und Andachten, die vegane Küche, die Aussteller mit ihren hochwertigen Produkten, die besonderen Getränke. Das „Made in Krefeld"-Special ist kein Weihnachtsmarkt, den man veranstalten kann, das „Made in Krefeld"-Special ist eine Inszenierung, die kuratiert werden will.

Wie nehmen die Besucher diesen Teil des Weihnachtsmarktes an? Wie sind die Rückmeldungen?

Cloos: Die Aussteller in den Hütten und wir vom Stadtmarketing bekommen ein sehr positives Feedback. Die Aussage „das ist aber schön hier" hören wir auf dem Markt immer wieder. Viele sagen auch: „Eigentlich gehe ich gar nicht mehr zu Weihnachtsmärkten, aber hierher komme ich wieder gerne." Die Tatsache, dass die Aussteller in den Hütten auf dem „Made in Krefeld"-Special teilweise nur ein verlängertes Wochenende oder nur eine Woche da sind, und dann wieder neue Kreative kommen, sorgt für viel Lebendigkeit und Abwechslung. Die Besucherinnen und Besucher kommen deshalb häufig wieder. Hier zeigt sich, dass individuelle und wertige Produkte Besucher anziehen und es nicht ausschließlich um Geselligkeit geht. Wir wollen auf dem „Made in Krefeld"-Special auch ganz bewusst keine Après-Ski-Atmosphäre schaffen. Das zeigt sich in der Musik und im Rahmenprogramm ganz deutlich.

Stadtmarketing-Leiter Uli Cloos Foto: KR-ONE Magazin
Leitet das Stadtmarketing in Krefeld, Uli Cloos
Foto: KR-ONE

Für manche Besucher gibt es auf dem Krefelder Weihnachtsmarkt zu viel Gastronomie, für andere zu wenig. Wie beurteilen Sie das?

Cloos: Hier ist wichtig, den „Crefelder Weihnachtsmarkt" südlich der Dionysiuskirche und das „Made in Krefeld"-Special, nördlich der Dionysiuskirche, das wir als Stadtmarketing veranstalten, getrennt zu betrachten. Das sind zwei Teile des Weihnachtsmarktes mit zwei unterschiedlichen Veranstaltern und Konzepten. Wir haben beim „Made in Krefeld"-Special eine Quote von 5:1. Das heißt, auf fünf Kreativhütten kommt ein Gastronomiestand. Üblicherweise liegt diese Quote bei 3:1 oder sogar darunter. Und dann gibt es mit den Waffeln von Sel la vie, den veganen Speisen der Kunstküche, dem Gebäck von Beans and Sweets eben ein ganz besonderes Speisenangebot von ganz besonderen Menschen.

Über den Krefelder Weihnachtsmarkt ist schon viel diskutiert worden. Welche Kriterien sind aus Ihrer Sicht maßgeblich?

Cloos: Wichtig ist, dass wir mit dem „Made in Krefeld"-Special gerade die Möglichkeit haben, ein neues Konzept neben einem traditionellen Markt ausprobieren zu können. Wir sehen, dass Nachhaltigkeit, Regionalität, Qualität und Ästhetik wichtige Kriterien sind. Das bietet Identifikationsanreize nach Innen und schafft Differenzierung nach Außen. Ich freue mich zum Beispiel sehr, dass auch meine Kollegin aus Münster zu unserem „Made in Krefeld"-Special kommt.

Der neue Weihnachtsmarkt „Made in Krefeld"-Special ist in seinem zweiten Jahr größer geworden. Wird er zukünftig weiter ausgebaut?

Cloos: Wir sind in einem Jahr von zehn auf 15 Hütten gewachsen, haben kleinere überdachte Aufenthaltsbereiche geschaffen und die Pfadfinderstämme mit der Jurte dazugewonnen. Nach 16 Ausstellern im Jahr 2017 sind es bereits 36 im Jahr 2018. Wir glauben, dass es noch mehr Kreative und Künstler und experimentierfreudige Gastronomen gibt, die zum „Made in Krefeld"-Special passen und darauf vertrauen, dass das Konzept so konsequent weiterentwickelt wird. Wir schauen uns jetzt die Breite Straße an, ob dort noch etwas möglich ist.