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Stadt weitet Hilfen für Wohnungslose in Krefeld aus

Zuletzt geändert: 06.12.2018 13:52:20 CET

Auch in der kalten Jahreszeit ist Krefeld auf die Unterbringung von Menschen vorbereitet, die keinen festen Wohnsitz haben. Um bereits im Vorfeld eine mögliche Wohnungslosigkeit zu verhindern, hat die Stadt im Rahmen der Präventionsarbeit seit den 1990er-Jahren eine Zentrale Fachstelle im Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen eingerichtet. Dieser Beratungsstelle gelingt es, jährlich rund 700 Haushalte in Krefeld vor der drohenden Obdachlosigkeit zu bewahren. In den vergangenen Monaten wurde außerdem die sogenannte aufsuchende Sozialarbeit durch städtische Mitarbeiter intensiviert. Im Rahmen des Gesamtkonzeptes „Handeln und Helfen" werden die Aktivitäten nochmals deutlich ausgeweitet.

Hilfestellungen zur Überwindung der Obdachlosigkeit

Allerdings wird es auch weiterhin Obdachlose geben, die angebotene Hilfen nicht annehmen und ein Leben auf der Straße vorziehen. Erste Anlaufstelle für sie ist seit Jahrzehnten die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Krefeld und Viersen an der Lutherstraße 18. Die Einrichtung unterhält an diesem Standort eine Notschlafstelle für bis zu 40 Personen und ist auch auf die Unterbringung von wohnungslosen Frauen eingerichtet. Zusätzlich betreibt sie an gleicher Stelle einen Tagesaufenthalt. Die Sozialarbeiter bieten außerdem intensive Beratungen und Hilfestellungen an zur Überwindung der Obdachlosigkeit. Des Weiteren betreibt der Caritasverband für die Region Krefeld an der Melanchthonstraße 68 eine Notschlafstelle mit zwölf Übernachtungsplätzen für Wohnungslose mit einer Suchterkrankung.

„MediMobil" ist einmal wöchentlich unterwegs

Sollten die vorgenannten Übernachtungsmöglichkeiten ausgeschöpft sein, können Wohnungslose in der städtischen Obdachlosenunterkunft an der Feldstraße 45 (ehemalige Don-Bosco-Schule) die Nacht verbringen. In Ausnahmefällen ist dort auch die Übernachtung von Obdachlosen mit Tieren möglich. Als ergänzende Hilfen für Wohnungslose und andere Menschen am Rande der Gesellschaft steht das von Diakonie und Caritas betriebene „MediMobil" zur Verfügung. Es ist einmal wöchentlich im Stadtgebiet unterwegs und leistet eine ambulante Krankenerstversorgung. Mediziner und Pfleger übernehmen den Dienst ehrenamtlich. Daneben gibt es das ebenfalls ehrenamtliche Angebot „Denti vor Ort", das eine zahnärztliche Erstversorgung an der Melanchthonstraße 68 leistet.