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Stadt beschäftigt so viele schwerbehinderte Menschen wie nie

Die Zahl der bei der Stadt Krefeld beschäftigten Menschen mit Behinderungen ist in den letzten zehn Jahren von damals rund sieben Prozent auf mittlerweile 9,37 Prozent im Jahr 2016 angestiegen. Damit liegt die Stadtverwaltung sehr deutlich über der gesetzlich vorgegebenen Beschäftigungsquote von fünf Prozent Schwerbehinderter und festigt damit ihren Ruf als attraktive Arbeitgeberin. Durch die Erfüllung der Quote entfällt die Zahlung einer Ausgleichsabgabe. Stattdessen kann die Stadt Mittel aus dieser Ausgleichsabgabe für die Gestaltung barrierefreier Arbeitsplätze in Anspruch nehmen. Dies sind auf den schwerbehinderten Menschen individuell angepasste Maßnahmen. Hierzu zählen persönliche Hilfsmittel wie Lesegeräte und Vergrößerungssoftware für Sehbehinderte, technische Arbeitshilfen wie höhenverstellbare Arbeitstische, leichtere Arbeitsgeräte und Ausrüstungshilfen (persönliche Schutzausrüstungen). Für derartige Investitionen wurden für das vergangene Jahr finanzielle Mittel in Höhe von 212 534,75 Euro an die Stadtverwaltung als Arbeitgeberin gewährt.

Gesamtvertrauensperson Sandra Winter von der Schwerbehindertenvertretung setzt sich für die Belange der schwerbehinderten Kollegen ein. Sie stellt bei Bewerbungs- und Auswahlverfahren sicher, dass diese bei gleicher Eignung und Befähigung nicht schlechter gestellt werden, ist an allen Maßnahmen beteiligt, bei denen der Einzelne oder eine Gruppe von schwerbehinderten Menschen betroffen sind. Das setzt nicht nur Fachwissen voraus, dazu benötigt man auch ein großes Netzwerk aus internen und externen Partnern. Hierzu gehören neben dem Beauftragten des Arbeitgebers auch die Agentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung, der Landschaftsverband Rheinland, der Integrationsfachdienst und die örtliche Fachstelle. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit verfolgt das Ziel, die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und in der Gesellschaft zu fördern und zu verbessern.

Eine besondere Herausforderung wird es sein, den demografischen Wandel so zu gestalten, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsleistung erbringen können. Wegen der beruflichen Belastungen und gestiegenen Anforderungen gilt es durch entsprechende Maßnahmen dafür zu sorgen, dass immer mehr Menschen - mit und ohne Behinderungen - bis zum Erreichen der Regelaltersrente im Erwerbsleben bleiben und ihre jahrelange Erfahrung und das Fachwissen weitergeben können.