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2018-12-04: Silke Lethen ist neue Leiterin der Christophorusschule

Zuletzt geändert: 17.12.2018 15:45:51 CET

Als „Schule eigener Art" wird die Krefelder Christophorusschule offiziell bezeichnet, da sie als städtische Schule für Kranke nicht zu den Regel- und Förderschulen zählt. Am Hauptstandort Helios-Klinikum-Krefeld und in der LVR-Tagesklinik in Krefeld für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche werden somatisch und psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche aller Schulformen im Primarbereich bis hin zur Oberstufe während der Zeit ihrer Erkrankung unterrichtet. Zum laufenden Schuljahr 2018/19 hat Silke Lethen die Leitung der Christophorusschule übernommen. Die 43-Jährige hat die Nachfolge von Monika Nordmann angetreten, die sich nach 18 Jahren als Schulleiterin der - wie Nordmann sagte - „kleinsten Gesamtschule Krefelds" in den Ruhestand verabschiedet hat. Lethen selbst ist seit 15 Jahren als Lehrerin für Sonderpädagogik an der Christophorus Schule beschäftigt und hat zuletzt stellvertretende Schulleitungsaufgaben übernommen.

Oberbürgermeister Frank Meyer (links) und Beigeordneter Markus Schön (rechts) besuchten die neue Schulleiterin, Silke Lethen, in der Christophorusschule am Standort Helios Klinikum. Mit dabei war Professor Tim Niehues, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin im Helios Klinikum. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Oberbürgermeister Frank Meyer (links) und Beigeordneter Markus Schön (rechts) besuchten
die neue Schulleiterin, Silke Lethen, in der Christophorusschule am Standort Helios Klinikum.
Mit dabei war Professor Tim Niehues, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin
im Helios Klinikum. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Bei einem Besuch der Christophorusschule am Standort Helios-Klinikum hat Oberbürgermeister Frank Meyer gemeinsam mit dem Beigeordneten Markus Schön und Jürgen Maas, Leiter des Fachbereichs Schule, Silke Lethen in ihrem neuen Amt begrüßt und ihr zur Leitungsfunktion gratuliert. Die Vertreter der Stadt besichtigten zunächst die modern eingerichteten und mit ausgewählten Lernmaterialien ausgestatteten Schulräume im Erdgeschoss der Kinderklinik. Im Gespräch mit der neuen Schulleiterin, vier Lehrerkollegen und Professor Tim Niehues, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin im Helios Klinikum, informierten sie sich über die besondere Arbeit der Christophorusschule und die gut funktionierende Kooperation von Schule und Klinikum.

16 Unterrichtsplätze für Schüler mit psychischen Erkrankungen

„Im Helios-Klinikum unterrichten wir hauptsächlich Schüler mit onkologischen oder chronischen Erkrankungen, deren stationärer Aufenthalt voraussichtlich länger als vier Wochen dauert", berichtete Lethen, „und dies nicht nur in den Schulräumen, die der private Klinikträger zur Verfügung stellt". Zurzeit gebe es alleine zehn onkologisch erkrankte Patienten, die isoliert unterrichtet werden müssen, so Lethen. In der LVR-Tagesklinik am Vom-Bruck-Platz gibt es 16 Unterrichtsplätze für Schüler mit psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Essstörungen, Störungen im Sozialverhalten, Autismus oder Schulverweigerer. Da eine große Zahl der jungen Patienten aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommt, steht nicht nur das Vermitteln von individuellen Lernangeboten im Fokus der Pädagogen, sie entwickeln auch Förderziele und Rückführungsmaßnahmen für ihre Schüler.

Fünf engagierte Lehrkräften mit langjähriger Erfahrung

Silke Lethens Team besteht deshalb aus fünf engagierten Lehrkräften, die in unterschiedlichen Lehrämtern der allgemeinen Schulen sowie den verschiedenen Bereichen der Förderschulen ausgebildet sind und über eine langjährige Berufserfahrung verfügen. Eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychologen und Therapeuten der beiden Kliniken ist für sie ebenso unverzichtbar wie der intensive Kontakt zu den Eltern, den jeweiligen Heimatschulen und zur Verwaltung. Die neue Schulleiterin will zukünftig noch stärker daran arbeiten, dass vor allem die psychisch erkrankten Kinder und Jugendlichen bei ihrer Wiedereingliederung besser aufgefangen werden. Dabei komme in Einzelfällen auch nach dem stationären Aufenthalt eine Beschulung durch die Christophorusschule in Frage, so Lethen.

OB ist beeindruckt

Oberbürgermeister Frank Meyer zeigte sich beeindruckt, unter anderem von den Belastungen, denen die Lehrer der Christophorusschule ausgesetzt sind, da sie die schweren Erkrankungen und teilweise auch das Sterben ihrer Schüler miterleben. Er sagte der Christophorusschule weiterhin seine Unterstützung zu, indem er versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Rahmenbedingungen so bleiben, wie sie sind. Silke Lethen wünschte er viel Kraft vor allem in schwierigen Situationen und mit ihrem Team auch in Zukunft einen guten Zusammenhalt.