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Schulweg-Kampagne „Sicher zur Schule" in Uerdingen gestartet

Die neue Schulweg-Kampagne „Sicher zur Schule", unterstützt von der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen, dem Chempark Uerdingen und der Verkehrswacht Krefeld, ist gestartet. Hinter der Aktion steckt die Idee, dass alle zukünftigen Erstklässler in Krefeld, das sind rund 3000, bereits im Kindergarten ihren Schulweg üben. Einige Kinder konnten beim Auftakt in der städtischen Kindertagesstätte an der Körnerstraße schon wertvolle Tipps von Polizeihauptkommissar Andreas Boosen erhaschen. Er wird nun mit ihnen in den kommenden Wochen das sichere Verhalten im Straßenverkehr üben. Zudem erhält jedes der 3000 Vorschulkinder im Rahmen der Initiative Krefelder Fairkehr kostenlos Übungs- und Informationsmaterialien. „Auch die Eltern sind in die Aktion miteingebunden, sie nehmen diese Möglichkeit dankend an", weiß Birgit van de Loo-Näder, Leiterin der Kita Körnerstraße.

Ermöglicht wird die Kampagne auch durch das finanzielle Engagement des Chemparks Uerdingen. Für Lars Friedrich, seit dem 1. April neuer Leiter des Chemparks und in dieser Funktion auch zuständig für die Sicherheit im Werk, eine Ehrensache: „Sicherheit hat bei uns im Chempark oberste Priorität. Deshalb helfen wir gerne, diese auch jenseits des Werkszauns und gegenüber unseren Jüngsten zu vermitteln. Insbesondere dann, wenn sie, unbegleitet von Erwachsenen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, im Straßenverkehr unterwegs sind."

Rainer Behrens (Geschäftsführer Verkehrswacht Krefeld), Burkhard Nipper (Geschäftsführender Direktor Landesverkehrswacht NRW) und Lars Friedrich (Leiter des Chemparks, von links) geben den Vorschulkindern erste Tipps für einen sicheren Umgang im Verkehr. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Rainer Behrens (Geschäftsführer Verkehrswacht Krefeld), Burkhard Nipper
(Geschäftsführender Direktor Landesverkehrswacht NRW) und Lars Friedrich (Leiter des
Chemparks, von links) geben den Vorschulkindern erste Tipps für einen sicheren Umgang im
Verkehr.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Mit einem Schulwegheft für die Kinder und einem Elternratgeber wollen die Initiatoren die Grundlagen für die Vorbereitung des Schulwegs bereits im Kindergarten schaffen. 21 Kinder kommen in der Kita Körnerstraße in den Genuss des Verkehrssicherheits-Trainings. Sie werden nach den Sommerferien in die Schule gehen und nun also entsprechend vorbereitet. Die Kinder sollen unter Anleitung der Erzieher und der Polizei richtiges Verhalten im Straßenverkehr lernen, die Bedeutung der wichtigsten Verkehrsschilder kennen und wissen, was beim Überqueren der Straße zu beachten ist. Für die Erwachsenen gibt es viele Tipps rund um den Schulweg: von der Auswahl des optimalen Schulwegs bis hin zur richtigen Kleidung bei Dunkelheit. Boosen: „Wir müssen dabei den Eltern verdeutlichen, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind. Sie sehen anders, sie bewegen sich anders und sie lassen sich ganz anders ablenken."

Rainer Behrens, Geschäftsführer der Verkehrswacht Krefeld, appelliert an die Eltern: „Lassen Sie Ihr Kind zu Fuß zur Schule gehen. Das ist gesund und Ihr Kind lernt durch die eigene Teilnahme am Straßenverkehr frühzeitig, wie man sich verkehrssicher verhält. Das lernt Ihr Kind nicht, wenn es im Elterntaxi zur Schule gefahren wird." Er erinnerte auch an den schweren Unfall vor einigen Wochen an Schicksbaum und damit an das Leid, das ein solcher tragischer Moment mit sich zieht. „Wir werden wahrscheinlich nie null Kinderunfälle erreichen, aber jeder einzelne ist einer zu viel." Darum geht es auch Michael Hülsmann, Geschäftsführer der Initiative Krefelder Fairkehr. Zu Beginn der Arbeit von Fairkehr in den 1990er-Jahren lag Krefeld mit 190 Kinderunfällen am Ende der Statistik. „Unter anderem dank vieler Maßnahmen wie dieser konnten wir diese Zahl mittlerweile auf 70 reduzieren."

Bei den Kids kommt der Unterricht gut an. Wissbegierig hängen sie Andreas Boosen an den Lippen und erfahren, dass der Bordstein auch der „Stoppstein" ist. „Wir haben auch gelernt, dass man zuerst stehenbleiben und gucken muss, ob ein Auto kommt, bevor man über die Fahrbahn geht", berichten Nadine und Thomas, beide sechs Jahre alt.