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Schüler mit Ideen zu „Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz"

Zuletzt geändert: 15.07.2019 14:44:19 CEDT

Eine App „Till Umweltspiegel", die ihre Nutzer über eine Challenge zu umweltbewusstem Verhalten animiert - war nur eine von zahlreichen kreativen Ideen, die aus dem ersten Krefelder Science Camp „KReateFuture" entstanden. Hierzu hatte die Mediothek Krefeld gemeinsam mit dem zdi-Zentrum KReMINTec, der zdi-Landesgeschäftsstelle (Firma Matrix), der Arbeitsagentur Krefeld und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) ausgewählte Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 eingeladen. Mehr als 90 Schüler des Berufskollegs Uerdingen, der Gymnasien Fabritianum und Horkesgath und der Gesamtschule Kaiserplatz kamen freiwillig, um über Ideen zum Thema „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz" zu diskutieren, sie in Teams zu entwickeln und technisch umzusetzen. Anschließend präsentierten die Jugendlichen ihre Lösungen einer Jury, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft und Oberbürgermeister Frank Meyer.

Oberbürgermeister Frank Meyer und Chrissoula Tolidou vom zdi-Zentrum KReMINTec "im Gespräch" mit dem von ShowBotiXX entwickelten Roboter Pepper.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Oberbürgermeister Frank Meyer und Chrissoula Tolidou vom zdi-Zentrum KReMINTec "im Gespräch" mit dem von ShowBotiXX entwickelten Roboter Pepper.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Unterstützung in den Arbeitsgruppen gaben Experten der Firma Show-Botixx und Studierende der Hochschule Niederrhein. Weitere Partner der Veranstaltung waren die Unternehmerschaft Niederrhein, das Zentrum für digitale Lernwelten des städtischen Fachbereichs Schule und die Stadt Krefeld. Die Organisatoren wählten eine Mischform aus „Bar Camp" und „Hackaton", um die Jugendlichen anzuregen, sich mit aktuellen und zukunftsweisenden MINT-Themen aktiv und kritisch auseinanderzusetzen. Pitches zum Gesamtthema „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz" über Ethik, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu Beginn der Veranstaltung führten im folgenden Teil schnell zu einer Ideensammlung von technischen Arbeitsaufgaben unter den Schwerpunkten Klima/Umwelt, Mobilität, Gesellschaft und Gesundheit. Während der Umsetzung in Arbeitsgruppen nahmen teilnehmende Unternehmen wie die Stadtwerke Krefeld und die Firmen Stünings Medien, Weltenweber und Acadon die Gelegenheit war, Impulse zu geben und zu erhalten.

Zahlreiche innovative Ideen präsentierten die Schüler der Jury. Der Vorschlag, dass Schüler mit Hilfe eines School-Tools (Stooler) ihr komplettes schulisches Leben organisieren können, traf auch im Publikum auf breite Zustimmung. Der „Stooler" soll unter anderem Terminkalender, Stundenplan, Zugang zu einer Cloud für verpassten Unterrichtsstoff und die Eintragung der Noten für jede Stunde beinhalten. Vor dem Hintergrund, dass hoher Fleischkonsum der Gesundheit wie auch der Umwelt schadet, beschäftigte sich ein weiteres Schüler-Team mit der Entwicklung der App „Meat a change" - interessant zum Beispiel für Menschen, die ihre Ernährung umstellen möchten, aber auch für Krankenkassen. Ein schlüssiges Konzept, das auch umgesetzt werden kann, befand die Jury.

Oberbürgermeister Frank Meyer fand als Jurymitglied anerkennende Worte zu den jeweiligen Pitches der Schüler und zeigte sich begeistert vom Veranstaltungsformat: „Es ist beeindruckend zu sehen, wieviel Potential in dieser Generation steckt, die im Zeitalter des digitalen Wandels aufwächst. Die jungen Menschen haben hier eine tolle Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen und Visionen zu formulieren, indem sie sich mit den Zukunftsfragen unserer Stadt beschäftigen - und diese Chance nutzen sie auch", sagte er.