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Sammlung in Bewegung: Neue Räume im Kaiser-Wilhelm-Museum

Veröffentlicht am: 20.09.2022

Museumsleiterin Katia Baudin und Sammlungskustodin Dr. Magdalena Holzhey im Raum mit der Schenkung der Künstlerin Gitta van Heumen-Lucas.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
Museumsleiterin Katia Baudin und Sammlungskustodin Dr. Magdalena Holzhey im Raum mit der Schenkung der Künstlerin Gitta van Heumen-Lucas.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Bekannte Hauptwerke, Neuzügänge und nicht gezeigte Arbeiten

Die Kunstmuseen Krefeld haben mit „Sammlung in Bewegung. 15 Räume 15 Geschichten" ein Ausstellungskonzept, das in regelmäßigem Wechsel die umfangreiche Sammlung immer wieder unter anderen Gesichtspunkten und Themen präsentiert - von der italienischen Renaissance über den rheinischen Expressionismus bis hin zu Design und zeitgenössischer Fotografie. Zwei neue Sammlungsräume sind ab sofort auf der ersten Etage des Kaiser-Wilhelm-Museums am Joseph-Beuys-Platz eingerichtet. Zu sehen sind bekannte Hauptwerke der Sammlung ebenso wie Neuzugänge und lang nicht gezeigte Arbeiten.

Schenkung von Gitta van Heumen-Lucas erstmals zu sehen

Die aus Krefeld stammende Künstlerin Gitta van Heumen-Lucas, die 1975 eine Einzelausstellung im Kaiser-Wilhelm-Museum hatte, kehrt mit einer großzügigen Schenkung in ihre Heimatstadt zurück. „Es ist ein Zeichen großer Wertschätzung, dass renommierte Künstlerinnen und Künstler dem Museum die Treue halten und immer wieder Werke stiften", so Museumsleiterin Katia Baudin. Gitta van Heumen-Lucas hat unter anderem einen Mantel geschenkt, den sie als Kleidungsstück für Performances entwickelt hat. Ein aus transparentem Material genähtes, mit Schreibmaschine beschriebenes Objekt, das auch eine Hommage an Krefelds Textiltradition ist. Im Kontext mit Werken des Dichters und Objektkünstlers Dieter Roth und des „visuellen Poeten" Ferdinand Kriwet, beide lang nicht gezeigte Künstler der Sammlung, entsteht ein assoziationsreicher Raum, in dem Schrift und Objekt miteinander verschmelzen.

Ein neu gestalteter Raum widmet sich Werken von Warhol, Richter und Wesley.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
Ein neu gestalteter Raum widmet sich Werken von Warhol, Richter und Wesley.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Warhol, Wesley und Richters

Der Pop Art in den USA und ihrer deutschen Variante in den 1960er-Jahren widmet sich der andere beiden neuen Räume. Gerhard Richters frühes Werk „Krankenschwestern", charakteristisch für die nach Fotografien entstandenen, „verwischten" Gemälde Richters, sowie Andy Warhols „Most Wanted Men No. 1" stehen neben Werken von Warhols bissigem Zeitgenossen John Wesley. Der Raum spürt vor allem den politischen Bedeutungen nach, die sich hinter der Nutzung von Bildern aus Alltag und Massenmedien verbergen. Weitere Informationen stehen unter www.kunstmuseenkrefeld.de.