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Krefelder Zukunftsquartal: Neue Nutzung von Geschäften

Zuletzt geändert: 11.12.2019 12:51:55 CET

Mit einem neuen Projekt wollen die Stadt Krefeld und Wirtschaftsorganisationen leerstehende Geschäfte in der Innenstadt in eine temporäre oder dauerhafte Nutzung bringen und so zur weiteren Belebung der Innenstadt beitragen. Das „Krefelder Zukunftsquartal" (AT) soll im Frühjahr 2020 beginnen und konzentriert sich zuerst auf den Bereich um das Behnisch-Haus, „Satelliten" in den Fußgängerzonen der Innenstadt sollen folgen. Zum Auftakt des in drei Phasen gegliederten Projektes sind an mehreren Wochenenden „Leerstandspartys" geplant. Momentan nicht vermietete Ladenlokale werden dann als Konzerträume und Tanzflächen umfunktioniert, die über Lichtelemente miteinander verbunden sind. „Wir wollen damit einen überraschenden Impuls geben, der das Thema Freizeitgestaltung innerhalb der vier Wälle aufgreift", so Claire Neidhardt, stellvertretende Leiterin des Stadtmarketings. Ziel sei, diese Orte als potenzielle Räume für eigene Geschäftsideen zu entdecken.

Das siebenstöckige Behnisch-Haus.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Das siebenstöckige Behnisch-Haus.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Im folgenden Abschnitt werden Workshops, Vorträge und Begehungen mit Vordenkern, Strategen und Visionären an den Potenzialorten angeboten. In dieser Phase soll der Wunsch, sich an einem dieser Orte „ausprobieren zu wollen", zu einem konkreten Vorhaben reifen. Dafür wird das Format „Fabrikgespräche" aus dem Jahr 2017 wieder aufgegriffen. Diese Veranstaltungsform soll auch in einem leerstehenden Geschäft in der Fußgängerzone stattfinden und zudem mit dem Tag der Städtebauförderung am 16. Mai 2020 verbunden werden. „Jede Projektphase sucht kreativ nach neuen Wegen, differenziert, experimentiert und polarisiert", so Neidhardt. Das Projekt endet mit einer zeitweisen oder dauerhaften Nutzung als Handels-, Gastronomie-, Arbeits-, Wohn- oder Beherbergungsformat oder einer Kombination aus einzelnen Elementen. Zurzeit werden die Standorte für die jeweiligen Phasen ausgewählt und mit den Eigentümern Gespräche geführt. Gleiches gilt für Makler, Händler, Gastronomen, regionale online Händler, Gründer, Start-ups und die Hochschule Niederrhein, um sie für das Projekt zu begeistern und aktiv einzubinden.

Das „Krefelder Zukunftsquartal" ist ein Projekt im Krefelder Perspektivwechsel und integriert in den Aktionsplan Wirtschaft für Krefeld. Beteiligt sind die Stadtverwaltung Krefeld mit dem federführenden Stadtmarketing, IHK Mittlerer Niederrhein, Handelsverband Krefeld-Kempen-Viersen, Immobilien und Standortgemeinschaft sowie die Krefelder Wirtschaftsförderung.