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Perspektivwechsel: Projektaufruf für drittes Themenjahr

Zuletzt geändert: 11.01.2019 12:34:17 CET

Mit dem Jahr 2019 beginnt das dritte Themenjahr im Krefelder Perspektivwechsel. Dieses Mal lautet das Thema „Stadtbaukultur Krefeld" - nach „Neue Blickwinkel auf Samt und Seide" im Jahr 2015 und „Made in Krefeld" 2017. Wie in diesen beiden Jahren zuvor haben die Initiatoren des Krefelder Perspektivwechsels, Uli Cloos, Leiter des Stadtmarketings, Eckart Preen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), und Mario Bernards, Leiter Politik- und Bürgerdialog im Chempark Krefeld Uerdingen, einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen. In Anlehnung an das deutschlandweit stattfindende Jubiläumsjahr „100 Jahre Bauhaus" laden sie unter dem Motto „Krefeld neu denken - Aufbruch im Bauhausjahr" alle Krefelder Bürger, Unternehmen, Vereine und Initiativen ein, sich bis Donnerstag, 15. Februar, mit ihren Vorschlägen an diesem Projektaufruf zu beteiligen. Bislang konnten in den vergangenen Jahren 35 Projekte gefördert werden, davon zehn in 2018.

"Experimentierfreudig, erfindungsreich und weltoffen!"

„Gesucht sind mutige Ideen, Vorschläge und Projekte, die die zentralen Krefelder Stadt-Eigenschaften - experimentierfreudig, erfindungsreich und weltoffen - mit Leben füllen und für möglichst viele Krefelder und Besucher nachvollziehbar erlebbar machen", sagt Cloos. Die Entscheidung, welche Bewerbungen zur Umsetzung ausgewählt werden, treffen die Initiatoren des Perspektivwechsels. Für die ausgewählten Projekte stehen ihnen insgesamt 30 000 Euro aus Wirtschaft und Industrie zur Verfügung. „In 2017 konnten wir zwölf von etwa 20 eingereichten Projekten umsetzen, darunter die ‚Rhine Side Gallery', der ‚Gipfelstürmertag' und das ‚Krefelder Produkthaus'", erinnert sich Uli Cloos. „Mit der direkten Einbindung der Krefelder Bürger arbeiten wir darauf hin, dass sie sich bis zum letzten Perspektivwechseljahr 2023, dem Krefelder Stadtjubiläumsjahr, noch mehr mit ihrer Stadt identifizieren", sagt er.

Wood Art Gallery war Vorreiter für Rhine Side Gallery

Auch Eckart Preen sieht den Vorteil der intensiven Beteiligung der Bürgerschaft. „Die Möglichkeit, eigene Ideen zu platzieren, hat bereits in der Vergangenheit zu nachhaltigen Projekten geführt", bemerkt er. So war beispielsweise die „Wood Art Gallery" im Krefelder Umweltzentrum der Vorreiter für die Umsetzung der Rhine Side Gallery, die dann ja auch noch einmal wiederholt wurde, so Preen. Er ermuntert alle Interessierten, mutige Projekte einzureichen - so wie die Menschen in den Bauhaus-Jahren ab 1919 durch Mut geprägt waren, in diesem Stil zu bauen. Unabhängig vom Projektaufruf beteiligt sich die WFG zum Beispiel am Interreg-Projekt „Healthy building network", dessen Ziel es ist, ein Netzwerk der Baubranche aufzubauen, in dem sich innovative Unternehmer zusammenfinden und miteinander austauschen. Durch die Verwendung gesunder Baumaterialen sollen die Gesundheit von Mitarbeitern gestärkt, Ausfallzeiten verringert und damit die Produktivität erhöht werden.

Lack am Pariser Eiffelturm kommt aus Krefeld

„Wir haben viel Rückenwind bei der Umsetzung der Perspektivwechsel-Projekte und damit auch für die Industrie erhalten", betont Mario Bernards vor allem die wichtige Begegnung zwischen Industrie und Kultur und verweist auf einige Beispiele. Unter anderem sei der Lack am Pariser Eiffelturm wie auch an der Kölner Hohenzollernbrücke in Krefeld produziert, so Bernards. „Industrie und Baukultur sind wunderbar vereinbar, und ich hoffe, dass uns viele Aktionen erreichen", sagt er. Die eingehenden Bewerbungen sollten sich mit dem Motto des Projektaufrufs „Krefeld neu denken - Aufbruch im Bauhausjahr" und dem Jahresthema des Perspektivwechsels 2019 „Baukultur Krefeld" intensiv auseinandergesetzt haben. Sie müssen aufzeigen, dass sie eine oder mehrere der zentralen Krefelder Eigenschaften erlebbar machen möchten. Außerdem sollen die Bewerbungen das Bild einer mutigen Stadt schärfen, das bis zum Stadtjubiläum im Jahr 2023 das Image Krefelds deutlich verbessern soll, und aufzeigen, dass der Bewerber motiviert ist, an der Umsetzung des Projektes engagiert mitzuwirken. Es soll zudem deutlich werden, wie eine möglichst große Reichweite des Projektes erzielt werden soll.

Bewerbungen können per E-Mail an stadtmarketing@krefeld.de oder per Post an Stadt Krefeld, Fachbereich Stadtmarketing, Lewerentzstraße 104, 47798 Krefeld gerichtet werden. Fragen zum Projektaufruf beantworten ab 2. Januar Uli Cloos unter Telefon 0 21 51 / 36 60 10 90 oder Claire Neidhardt vom Stadtmarketing unter Telefon 0 21 51 / 36 60 15 09.