Inhalt

2018-02-21: Oberbürgermeister ruft Initiative „Krefeld für Kinder" ins Leben

Zuletzt geändert: 06.03.2018 11:33:07 CET

Seit über einem Jahr setzt sich Oberbürgermeister Frank Meyer verstärkt dafür ein, allen Krefelder Kindern gleiche Chancen auf Bildung und Teilhabe zu ermöglichen. Nun hat er das gesamte Engagement gegen Kinderarmut unter das Dach einer Kampagne gebracht: Die Initiative „Krefeld für Kinder" kommt mit einem eigenen Logo daher und versteht sich als kommunale Gesamtstrategie. Neben Expertise und Einsatz der Fachverwaltung sowie der freien Wohlfahrtspflege soll darin auch das intensive Engagement der Krefelder Bürgerschaft und Firmen zusammengebracht werden. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, Kinder, Jugendliche und deren Familien zu fördern und damit unter anderem die Kinderarmut und ihre Folgen zu lindern. „Trotz des großen Einsatzes der Verwaltung und der Wohlfahrtsverbände mit ihren hauptamtlichen und ehrenamtlichen Aktiven, gibt es in Krefeld zu viele Kinder, die keine guten Startchancen haben. Wir können noch viel mehr erreichen", sagt der Oberbürgermeister. In Krefeld leben rund 7400 Kinder bis 15 Jahre in einem Haushalt, der Sozialleistungen bezieht. Sie sollen eine Chance erhalten, den Armutskreislauf zu durchbrechen.

Sie stellten die Initiative "Krefeld für Kinder" vor: Oberbürgermeister Frank Meyer, der Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe, Markus Schön (Mitte), sowie Beigeordneter und zukünftiger Koordinator der Initiative, Gregor Micus (rechts). Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Sie stellten die Initiative "Krefeld für Kinder" vor: Oberbürgermeister Frank Meyer, der Leiter
des Fachbereichs Jugendhilfe, Markus Schön (Mitte), sowie Beigeordneter und zukünftiger
Koordinator der Initiative, Gregor Micus (rechts).
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Die Gesamtstrategie erhält ab dem 1. April mit Gregor Micus ein bekanntes Gesicht. Der scheidende Kultur-, Schul- und Jugenddezernent will als gut vernetzter Koordinator „Krefeld für Kinder" mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen bekannt machen, um letztendlich Geld und Zeit dahin zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt werden. „Schwerpunktmäßig geht es zunächst darum, finanzielle Förderung zu generieren und vor allem um ehrenamtliches und Firmenengagement zu werben", erklärt Micus. Oberbürgermeister Meyer freut sich auf die neue Zusammenarbeit: „Gregor Micus ist genau der richtige Brückenbauer im Interesse der Kinder". In Anlehnung an die erfolgreiche Flüchtlingskoordination ist er überzeugt, dass durch den Einsatz eines Koordinators im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienförderung die eingeworbenen Gelder und der Einsatz von Freiwilligen auf kurzen Wegen in die entsprechenden Sozialräume gelangen. Ergänzend zu den bereits bestehenden Strukturen wolle man vernetzen und Brücken bauen, so der Oberbürgermeister.

Kindertaler machte den Anfang

Schon im vergangenen Jahr startete mit der Aktion „Krefelder Kindertaler" eine Reihe von Aktivitäten, mit denen bedürftige Kinder unterstützt und die Gesellschaft für das Thema Kinderarmut sensibilisiert werden sollen. Die Kindertaler-Aktion wurde in Ergänzung zu der im Aufbau befindlichen „Kommunalen Präventionskette" durchgeführt, auf deren fachliche Kompetenz sich die Initiative Krefeld für Kinder ebenfalls stützt. Seit einem Jahr nimmt Krefeld neben 40 weiteren Kommunen an der landesweiten Maßnahme teil, die darauf ausgerichtet ist, die gesamte Entwicklung eines Kindes in den Blick zu nehmen, um Familien bestmöglich und frühzeitig helfen zu können. Dabei arbeiten die verschiedenen Gremien auf drei festgelegte strategische Ziele hin. Diese beinhalten „Bildung von Anfang an" und „(frühe) Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung" sowie „niedrigschwellige Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien in Regeleinrichtungen".

Logo der Initiative "Krefeld für Kinder"

Markus Schön, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe, hofft mit Hilfe des neuen Koordinators zum Beispiel neue Angebote im Bereich des Übergangs von der Kindertageseinrichtung (Kita) zur Grundschule einrichten zu können. „Für uns sind die Eltern wichtige Partner", sagt er „und mit dem Eintritt eines Kindes in die Schule geht die enge Bindung der Fachkräfte zu den Erziehungsberechtigten oft verloren". Eine Überlegung sei beispielsweise die Einrichtung eines Elterncafés an Grundschulen, um hier den Kontakt zu den Eltern aufrechtzuerhalten und weiterhin beratend unterstützen zu können. Für die Umsetzung dieser Idee könne der Koordinator finanzielle Mittel und ehrenamtliche Helfer akquirieren, hofft Schön.