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Oberbürgermeister: Mediothek kehrt mit Angebot nach Uerdingen zurück

Zuletzt geändert: 07.01.2020 09:20:27 CET

Zwei der drei Herberzhäuser am Marktplatz in Uerdingen sind zurzeit in Folien verpackt. Dahinter wird die Fassade der städtischen Denkmäler saniert. Aber auch im „Inneren" der beiden historischen Gebäude soll sich zukünftig einiges ändern - vor allem wird die Mediothek in die Rheinstadt zurückkehren. „Ich sehe mit großer Freude, wie Uerdingen sich in den kommenden Jahren entwickeln wird. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei die Sanierung unserer Herberzhäuser, die das Stadtbild Uerdingens historisch und auch in Zukunft prägen", sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. Das Architekturbüro Böll aus Essen hat nun ein Nutzungs- und Planungskonzept vorgestellt. Insbesondere die alte Bücherei bildet dabei einen wesentlichen Bestandteil.

Pressegespräch zu den Herberzhäusern in Uerdingen, von links: : Norbert Hudde, Jürgen Hengst, Marcus Beyer, Susanne Ruß, Architekt Achim Pfeiffer. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
von links: : Norbert Hudde, Jürgen Hengst, Marcus Beyer, Susanne Ruß, Architekt Achim
Pfeiffer. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

„Ganz besonders freut mich, dass wir dort zukünftig auch vielfältige kulturelle Angebote zentral in Uerdingen anbieten können. Nicht nur die Volkshochschule und die Musikschule werden einen festen Anlaufpunkt bekommen, sondern auch die Mediothek wird mit einem Büchereiangebot nach Uerdingen zurückkehren. Das ist auch ein Verdienst engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich seit Jahren für Kultur und Bildung in Uerdingen einsetzen. Dieses Engagement zahlt sich jetzt aus", sagt Frank Meyer. Für das Erdgeschoss wird in dem Konzept des Essener Büros ein offenes Bürgerhaus mit Lesecafé vorgeschlagen. Durch die Erweiterung um einen hofseitigen Anbau - gestaltet mit einem offenen Atrium - wird dort zudem ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen. Die Salons im ersten und zweiten Obergeschoss bieten Raum für eine gemeinsame Nutzung durch Volkshochschule, Musikschule und bürgerschaftliche Aktivitäten. „Das Projekt ist ein elementarer Stein der Quartiersentwicklung", sagt Baudezernent Marcus Beyer.

„Marktterrasse" mit integrierter Rampe kommt

Damit alle drei Gebäude künftig auch barrierefrei zu erreichen sind, soll eine „Marktterrasse" mit integrierter Rampe den Häusern vorgesetzt werden. Auf diese Weise können Besucher ohne Hinderung auf die Ebene des Erdgeschosses gelangen. Hier stehen aber noch weitere Gespräche mit der Unteren Denkmalbehörde aus, wie diese Idee vor dem denkmalgeschützten Ensemble realisiert werden könnte. „Wichtig ist hier die Aussage: Denkbar ist das", betont Architekt Achim Pfeiffer vom Büro Böll. Innerhalb der Herberzhäuser Nummer 1 und 5 sollen Aufzüge die für eine öffentliche Nutzung vorgesehenen Bereiche barrierefrei erschließen. Der Gebäudeteil „Am Marktplatz 1" beherbergt weiterhin die Funktionen des Rathauses für Uerdingen mit dem Bürgerservice-Büro und dem historischen Trauzimmer. Eine Grundsanierung des Hauses sei jedoch notwendig. „Die Herberzhäuser sind für alle Uerdinger das Beispiel, ob etwas vorangeht oder nicht", betont Bezirksvorsteher Jürgen Hengst. Nun werde an den Häusern gearbeitet, das Nutzungskonzept auf den Weg gebracht. „Das ist ein wichtiges Signal für Uerdingen", so Hengst.

„Wir werden jetzt nach der Machbarkeitsstudie in die Ausschreibung von weiteren Architektenleistungen gehen", sagt Beyer. Die Kosten würden im laufenden Planungsprozess immer weiter konkretisiert werden. Nach einer groben Schätzung durch das Büro Böll könne eine Summe von 5,8 Millionen Euro für die Umsetzung ausreichen. Das Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Stadtumbau West zu 80 Prozent gefördert. Zudem stehen Gelder aus dem Denkmalsschutz zur Verfügung.