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2019-07-03: Oberbürgermeister berichtet über den aktuellen Schulsanierungsstand

Zuletzt geändert: 23.09.2019 11:46:29 CEDT

Zu den aktuellen Schulsanierungs- und Erweiterungsprojekten der Stadt Krefeld bilanziert Oberbürgermeister Frank Meyer, der sich persönlich für die Dringlichkeit der Umsetzung eingesetzt hatte, bei der Präsentation des Zwischenstandes der Arbeiten: „Der Sanierungsumfang umfasst rund 1000 Maßnahmen, um unsere Schulen fit für die Zukunft zu machen. Wir haben während des Schuljahrs 2018/2019 rund 300 Aufträge begonnen, von denen 101 bereits abgeschlossen sind". Kleinere Maßnahmen unter 10.000 Euro sind in diesem Paket gar nicht erst aufgeführt. Alleine die Stadt investiert in ihre Schulen 93,43 Millionen Euro aus dem eigenen Haushalt, Bund und Länder geben durch Förderprogramme die übrigen Mittel (19,5 Millionen Euro aus Kommunalinvestitions-Förderungsgesetz KInvFöG II sowie 30,07 Millionen Euro aus „Gute Schule 2020") hinzu.

Wegen der gegenwärtigen Bauboomphase werden sich die Preise jedoch bei künftigen Ausschreibungen erhöhen", so Rachid Jaghou, Leiter des Fachbereichs Zentrales Gebäudemanagement. „Und es ist nicht selbstverständlich, dass wir zurzeit alle Gewerke für die Projekte bekommen. Über den gesetzten Zeitrahmen bis Ende des Jahres 2022 wird aber bereits weiter geplant und finanziert". Die Schulsanierung und -erweiterung sei eine „lebendige Planung", die sich stets den Bedarfen und aktuellen Situationen anpasse.

Oberbürgermeister Frank Meyer und seine Kollegen haben, sehr zur Freunde der Schulkinder, eine erste Bilanz zu den Schulsanierungen gezogen. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation. A. Bischof
Oberbürgermeister Frank Meyer und seine Kollegen haben, sehr zur Freunde der Schulkinder,
eine erste Bilanz zu den Schulsanierungen gezogen.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation. A. Bischof

Die Regenbogenschule steht beispielhaft für Krefelds momentan größtes Investitionsprogramm mit derzeit 143 Millionen Euro. Seit fast 110 Jahren werden in dem schönen Backsteingebäude der heutigen Regenbogenschule an der Gladbacher Straße Schüler unterrichtet. Das Nebengebäude aus dem Jahr 1860 erstrahlt nach der 1,1 Millionen Euro teuren Sanierung als Teil des Programms „Krefeld macht Schule" im alten Glanz. „Das Haus ist komplett durchsaniert und entspricht den neuesten Standards. Diese Schule ist ein gutes Beispiel, dass wir nicht nur planen und ankündigen, sondern auch umsetzen", betont Schuldezernent Markus Schön. Denn vor gut zwei Jahren ereilte die Schulleitung die Nachricht „Schwammbefall" - das Nebengebäude wurde umgehend geschlossen. Im Juli 2017 begannen dann die Arbeiten: Die alten Fenster wurden ausgetauscht, eine Fluchttreppe als zweiter Rettungsweg wurde an das Haus gesetzt, die Elektro- und Sanitäranlagen komplett erneuert, die Parkettböden saniert und die Backsteinfassade neu verfugt und gesäubert. „Das Budget von 1,1 Millionen Euro haben wir nicht nur eingehalten. Wir liegen sogar knapp darunter", sagt Projektleiterin Vera Fuchs vom Gebäudemanagement.

Neben dem sanierten Gebäude sind die Vorbereitungen für das nächste Projekt an der Gladbacher Straße bereits abgeschlossen: Auf einer planierten Fläche entsteht für gut fünf Millionen Euro ein Erweiterungsbau mit elf Klassen- und Mehrzweckräumen. „In circa zwei Wochen werden wir mit dem Bau beginnen", sagt Jaghou.

Zu den größeren Baustellen, die kürzlich begonnen wurden, zählt unter anderem die Gesamtschule Uerdingen. Dort wird durch Erweiterung und Umbau die Fünf-Zügigkeit ermöglicht. Zudem werden ein neuer Trakt für die Oberstufe und eine Mensa/Aula für rund 14,5 Millionen Euro gebaut. „Wir sind dort gut im Zeitplan", so Jaghou. Die Fertigstellung ist für August 2020 geplant. Momentan werden Erd- und Fundamentarbeiten durchgeführt. Gleiches gilt für die Gesamtschule Oppum. „Das ist auch eines der Großprojekte mit 23,6 Millionen Euro. Dort liegen wir ebenfalls im Zeitplan", berichtet der Fachbereichsleiter. Die Fertigstellung soll im Oktober 2021 erfolgen. An diversen Schulen werden die Toilettenanlagen saniert, wie am Schulzentrum Horkesgath, wo dieses in mehreren Bauabschnitten realisiert wird. Der erste Abschnitt wurde im April mit den geplanten 218.100 Euro abgeschlossen. Der zweite Bereich soll im Juli beendet werden (geplant 361.500 Euro), der letzte Bauabschnitt von August bis November wird mit circa 375.000 Euro veranschlagt.