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2019-10-08: NS-Dokumentationsstelle setzt Filmreihe „Kino in der Villa" fort

Zuletzt geändert: 14.10.2019 12:39:38 CEDT

Die NS-Dokumentationsstelle an der Friedrich-Ebert-Straße 42 zeigt in ihrer Filmreihe „Kino in der Villa" die Produktion „An die, die nach uns kommen. Über die vergessenen Juden von Kovel". Die Vorführung am Donnerstag, 10. Oktober, beginnt um 19.30 Uhr. Im ukrainischen Kovel zeugt nicht davon, dass mehr als die Hälfte der Bürger während des Zweiten Weltkriegs umgebracht wurden. Die heutige Kleiderfabrik war früher eine große Synagoge. Unter der weißen Farbschicht verborgen sind bis heute noch die letzten Worte der jüdischen Einwohner, die damals in der Synagoge eingepfercht wurden. Die Französin Eve Buchwald begab sich 70 Jahre nach dem Holocaust nach Kovel, woher ihre Mutter stammte. Der Dokumentarfilm zeigt ihre Reise in die Vergangenheit. Buchwald sucht unter anderem nach ihrem Großonkel, der 1942 von den Nazis erschossen wurde. Heute gibt es auf den ersten Blick keine Zeugnisse der Gräueltaten in der NS-Zeit, ebenso wenig über die Juden, die einst dort lebten.

Das Thema der Filmreihe sind die unterschiedlichen Formen der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Anhand von Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen, Diskussionen mit Filmschaffenden und Betroffenen sind zu sechs Terminen bis zum 13. Dezember unterschiedliche Beispiele zu sehen, die sich mit dem Thema der Shoa, dem Massenmord an der jüdischen Bevölkerung zwischen 1933 und 1945, beschäftigen. Der Eintritt ist jeweils frei, die NS-Dokumentationsstelle freut sich über Spenden. Um Voranmeldung per E-Mail ns-doku@krefeld.de wird gebeten.