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2017-05-29: Niepkuhlen-Brücke mit Brückenfest wiedereröffnet

Zuletzt geändert: 31.05.2017 13:35:03 CEDT

Die offizielle Eröffnung der neuen Niepkuhlen-Brücke am vergangenen Samstag, 27. Mai, war ein voller Erfolg. Über den Tag verteilt strömten zahlreiche Krefelder zum alten, neuen Lückenschluss zwischen Nieper Straße und Kullpfad. Ab 10.30 Uhr strömten die ersten Neugierigen zur Brücke, sie bekamen ein Präsent des benachbarten Heilmannshofes überreicht. Dann stellte Oberbürgermeister Frank Meyer die Bedeutung des Bauwerks heraus: „Diese kurzen 90 Meter verknüpfen einige unserer schönsten Gebiete hier in Krefeld: den Hülser Berg mit seinem Buchenbestand, den Wildtieren, dem Erlenbruch, dem Aussichtsturm und der Bergschenke, die Niepkuhlen mit ihren Auwäldern, den Seerosen und Teichmummeln und der vielfältigen Tierwelt, den Ereigniswald Henoumont und nicht zuletzt die wundervolle Heidelandschaft auf dem Egelsberg, der zudem mit Mühle und Segelflugplatz lockt." Er erinnerte an die sechs Jahre währende Zeit der Umwege und dankte den Mitarbeitern von Schmees + Lühn, aber auch den Organisatoren des Brückenfestes.

Tolle Stimmung herrschte beim Niepkuhlen-Brücken-Fest. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Tolle Stimmung herrschte beim Niepkuhlen-Brücken-Fest.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Neben der Brücke gab es auch in der Umgebung einiges zu entdecken: Sechs unterschiedliche Führungen standen an, eine private Picknickwiese, ein Atelier und ein Skulpturenpark öffneten sich und Musik sorgte für ein paar nette Stunden an den Niepkuhlen. Stadtmarketingchef Uli Cloos: „Das Fest hat auch davon gelebt, dass sich viele Nachbarn beteiligt haben. Dank ihnen wurde die Veranstaltung zu einem tollen Erlebnis."

Die alte Brücke war Anfang des Jahres abgerissen worden. Nur knappe 14 Jahre stand die Brücke als Nachfolger der in den 1930er-Jahren vom Reichsarbeitsdienst gebauten Brücke, dann kam 2011 die Schließung: Fäulniss und der Pilz „Eichenwirrling" hatten sich in das Eichenholz eingenistet, die Verkehrssicherheit war nicht mehr gegeben. Fehlende finanzielle Mittel hatten einen Neubau lange verzögert. Der Hauptausschuss der Stadt Krefeld vergab dann im Dezember 2016 den Auftrag für Abriss und Bau für rund 400.000 Euro an die Firma Schmees + Lühn aus dem Emsland, die weltweit im Brückenbau tätig ist. Mit 90 Metern Länge, drei Metern Breite und einem Gewicht von 21,5 Tonnen ist die neue Brücke ein imposantes Bauwerk. Holzhandlauf und Holzbohlenbelag der Brücke sind aus einheimischer Eiche. Im überregionalen Radwegenetz ist die Niepkuhlen-Brücke ein wichtiges Teilstück der Niederrheinroute und der Eurogaroute.