Inhalt

2018-02-07: Neues Amphibienschutzprojekt in Inrath gestartet

Mit der beginnenden Laichwanderung der Amphibien startet in Krefeld-Inrath ein neues Artenschutzprojekt der Stadt Krefeld. Jenseits des Flünnertzdyks existiert eine große Erdkrötenpopulation. Um im Frühjahr an die Laichgewässer zu gelangen, müssen die Kröten die stark befahrene Straße überqueren. Dabei werden sie zu hunderten von Kraftfahrzeugen überfahren. Um dies in Zukunft zu verhindern, wurde jetzt auf einem rund 360 Meter langen Straßenabschnitt am Flünnertzdyk ein Amphibienschutzzaun aufgestellt. Entlang des Zaunes wurden 32 Eimerfallen in den Boden eingegraben, so dass die ankommenden Tiere hinein fallen. Die Wanderung der Lurche wird wieder einsetzen, sobald die Nächte frostfrei bleiben.

Der Amhibien-Zaun in Länge. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Der Amhibien-Zaun in Länge.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Das Projekt wird von der Unteren Naturschutzbehörde im Fachbereich Grünflächen der Stadt Krefeld betreut. Für die Erhebung und Auswertung der Daten über die abgesammelten Lurche hat die Stadt die Biologische Station im Kreis Wesel e. V. beauftragt. Zwei hauptamtliche Mitarbeiter werden für einen Zeitraum von zirka sechs bis acht Wochen morgens und abends die Eimer leeren, die Amphibien registrieren und anschließend über die Straße bringen. Die Fachkräfte benötigen dabei dringend Unterstützung und würden sich über eine aktive Mithilfe möglichst vieler interessierter Bürger freuen.

Die Nabu-Mitarbeiter Friedhelm Kamphausen (hinten) und Hans Bombien (vorne) am Zaun. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Die Nabu-Mitarbeiter Friedhelm Kamphausen (hinten) und Hans Bombien (vorne) am Zaun.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Der Schutzzaun beginnt in Höhe des Kapuzinerbergs und endet kurz vor dem Krefelder Sprudel. Er verläuft nördlich vom Flünnertzdyk entlang des Radwegs und südlich durch den Wald, so dass das Absammeln der Amphibien in einem vom Straßenverkehr geschützten Rahmen erfolgen kann. Ziel ist die Ansammlung einer ausreichenden Datenlage über mehrere Untersuchungsjahre. Wenn sich dabei das Erfordernis eines regelmäßigen Schutzes der Amphibien bestätigt, sollen nach Überprüfung der technischen Realisierbarkeit ausreichenden Finanzmittel bereitgestellt werden, um eine dauerhafte Querungshilfe für Amphibien an diesem Straßenteil einzurichten.

Auch für die anderen acht Fangzäune zum Amphibienschutz - im Hülser Bruch, im Stadtwald an der Rennbahn, in Linn an der Ossumer Straße und dem Lohbruchweg sowie in Oppum auf der Bereitenbachstraße - werden derzeit noch dringend weitere Helfer gesucht. Wer sich für die etwa sechs bis acht Wochen dauernde Laichwanderung in den Morgen- und Abendstunden an den Aktivitäten beteiligen möchte, sollte sich jetzt melden. Für Auskünfte steht Andrea Funke, Projektleiterin bei der Stadt Krefeld, Fachbereich Grünflächen, Untere Naturschutzbehörde, zur Verfügung.