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2019-03-20: Neue Internetseite der Aktion „Krefeld für Kinder"

Zuletzt geändert: 28.05.2019 16:05:58 CEDT

„Krefeld für Kinder", die Initiative der Stadt Krefeld zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien, geht neue Wege der Kommunikation. Ab sofort gibt es unter www.krefeld-fuer-kinder.de alle wichtigen Informationen über die kommunale Gesamtstrategie gegen Kinderarmut, die Oberbürgermeister Frank Meyer vor einem Jahr ins Leben gerufen hat. Zusätzlich liegt ein Flyer „Gemeinsam für unsere Kinder" im Krefelder Rathaus und in allen Bürgerbüros aus. „Wir wollen noch mehr Krefelder erreichen und für das Thema sensibilisieren, denn ohne bürgerschaftliches Engagement und Firmenunterstützung geht es nicht", sagt der ehemalige Beigeordnete Gregor Micus, Koordinator von Krefeld für Kinder. Als erfahrener Netzwerker sammelt er seit einem Jahr Spenden für die Initiative. Seitdem hat er eine beträchtliche Summe an Fördergeldern aus der Bürgerschaft und der Unternehmerschaft zusammengetragen und einige Projekte auf den Weg gebracht.

Dr. Silke Tophoven, Koordinatorin der Kommunalen Präventionsketten, stellt gemeinsam mit (von links) Oberbürgermeister Frank Meyer, dem Beigeordneten Markus Schön und Gregor Micus, Koordinator Krefeld für Kinder, die neue Internetseite der Initiative Krefeld für Kinder vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Dr. Silke Tophoven, Koordinatorin der Kommunalen Präventionsketten, stellt gemeinsam mit
(von links) Oberbürgermeister Frank Meyer, dem Beigeordneten Markus Schön und Gregor
Micus, Koordinator Krefeld für Kinder, die neue Internetseite der Initiative Krefeld für Kinder
vor.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Die Bilanz nach einem Jahr Aufbauarbeit kann sich sehen lassen. Auf dem allgemeine Spendenkonto Krefeld für Kinder (DE84 3205 0000 0000 4055 48) befinden sich aktuell ein fünfstelliger Betrag. Mehrere namhafte Firmen haben unter anderem Großspenden für ein Leseförderprojekt sowie für ein Computer-Programmier-Lernprogramm an Krefelder Grundschulen angekündigt. „Mit unseren durch Fördermittel finanzierten Aktionen haben wir bislang rund 1200 Kinder erreicht", berichtet Micus erfreut. Immerhin lebten im vergangenen Jahr in Krefeld mehr als 9000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Haushalten mit SGB II-Bezug. „Wir wollen über die klassischen Strukturen einer Stadtverwaltung hinaus etwas tun, um auf die soziale Situation dieser Kinder hinzuweisen und mit vielen Angeboten und Aktionen etwas dagegen setzen", sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. „Dabei arbeiten wir sehr eng mit den hiesigen Organisationen und Wohlfahrtsverbänden zusammen", betont er. „Nur über diese Akteure erreicht man tatsächlich die Zielgruppe der Initiative, nämlich die betroffenen Kinder", ergänzt Beigeordneter Markus Schön.

Boxen, Mini-WM und Kindertaler

So startete mit dem „Krefelder Kindertaler" beim „Besonderen Weihnachtsmarkt" in Zusammenarbeit mit der Kindertafel eine Reihe von Aktivitäten, um bedürftige Kinder zu unterstützen. Weitere Projekte folgten, wie das Boxcamp gemeinsam mit dem Jugendzentrum Herbertzstraße, die Ferienerlebnistage in Kooperation mit dem Kinderschutzbund und eine Fußball-Mini-WM. Viele weitere Aktivitäten in diesem Jahr sind in Planung, für die zusätzliche Spenden benötigt werden. „Bewährtes wird wiederholt", sagt Micus und berichtet, dass es erneut Ferienerlebnistage - dieses Mal auch in den Oster- und Herbstferien - geben wird, genauso wie ein Boxcamp und den Kindertaler. In Absprache mit neuen Projektteilnehmern und Sponsoren sind darüber hinaus unter anderem die Teilnahme an den Puppentheatertagen und ein Angebot für Reiterhof-Ferien in Vorbereitung. In Zusammenarbeit mit einigen Krefelder Schulen will Micus dort ein niedrigschwelliges präventives Beratungsangebot für Familien implementieren.

Gefördert von Krefeld für Kinder werden auch die Aktionen, die der Kinderschutzbund im Quartier Bleichpfad durchführt. Seit über einem Jahr steht der Sozialraum in der Innenstadt im Fokus der Kommunalen Präventionskette, die in das Gesamtvorhaben Krefeld für Kinder eingebettet ist. In der Präventionskette werden Strukturen, Netzwerke und Hilfesysteme für Kinder und ihre Familien von der Schwangerschaft und Geburt bis zum Eintritt in das Berufsleben aufeinander abgestimmt. „Das Mikroprojekt Bleichpfad ist ein gutes Beispiel dafür, wie die drei Säulen von Krefeld für Kinder - Sensibilisierung, Kompetenz, Engagement - ineinandergreifen", sagt Dr. Silke Tophoven, Koordinatorin der Kommunalen Präventionsketten. Unter dem Dach der Initiative sollen zukünftig weitere Quartiere in den Blick genommen werden.