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Neue Arbeit der Künstlerin Andrea Zittel im Krefelder Skulpturengarten

Veröffentlicht am: 07.06.2022

Kuratorin Juliane Duft (links) und Museumsleiterin Katia Baudin stellen die neue Installation von Andrea Zittel vor  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Dirk Jochmann
Kuratorin Juliane Duft (links) und Museumsleiterin Katia Baudin stellen die neue Installation von Andrea Zittel vor.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Dirk Jochmann

Bänke komplettieren Installation hinter Haus Esters

Im Garten von Haus Esters an der Wilhelmshofallee in Krefeld existiert ein Kleinod: Ein Gartenhaus, das Anfang der 1920er-Jahre in den Hellerauer Werkstätten bei Dresden gefertigt wurde. Vor drei Jahren, anlässlich des 100-jahrigen Bestehens des Bauhauses, wurde der Innenraum mit einer Installation der US-amerikanischen Künstlerin Andrea Zittel ausgestattet. Mit dem zweiten Teil der Installation „Planar Composition for Esters Garden House" wurde ihre Arbeit nun vervollständigt.

Das wurde hinzugefügt

Hinzugefügt wurden innen Stahlrohr-Deckenleuchten mit LED-Lampen, die wie glimmende Glühbirnen wirken, Unikat-Keramikschalen, Decken und außen zwei Bänke. Zittel bewegt sich in ihrem Schaffen auf der Schnittkante von Kunst, Design und Architektur, dabei knüpft auch ihre Installation für das Krefelder Gartenhaus bewusst an Fragestellungen der frühen Moderne an. Bei deren Entwurf ließ sich die Künstlerin auch von dem Backstein der Mies-van-der-Rohe-Villen inspirieren, berichten die Kuratorin Juliane Duft und Museumsleiterin Katia Baudin. „Wenn wir hier sitzen und uns entspannen, können wir die intensive Atmosphäre des Raums deutlich spüren", so Baudin.

Claes Oldenburgs „Cross Section of a Toothbrush with Paste in a Cup on a Sink: Portrait of Coosjes Thinking"

Um die beiden Museumshäuser an der Wilhelmshofallee entstand in den vergangenen Jahrzehnten ein Skulpturengarten, den Besucher eigenständig und jederzeit besuchen können. Das auffälligste Objekt davon ist Claes Oldenburgs „Cross Section of a Toothbrush with Paste in a Cup on a Sink: Portrait of Coosjes Thinking", die überdimensionale Zahnbürste vor dem Haus Esters. Ein großer Teil der Werke wurde unmittelbar für den Ort ihrer Aufstellung konzipiert. Sie treten dabei mit der Architektur sowie mit deren ästhetischen, philosophischen oder gesellschaftlichen Hintergründen in Dialog. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Thomas Schütte, Richard Long, Ludger Gerdes und Michael Craig-Martin. Dass Zittels Arbeit für das Gartenhaus - das erste Werk einer Künstlerin im Skulpturengarten - nun durch eine Außeninstallation erweitert wird, ist der Unterstützung der Freunde der Kunstmuseen Krefeld und des Landes Nordrhein-Westfalen zu verdanken.