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Musikschule präsentiert neues Musical „Wilmas Büdchen"

Zuletzt geändert: 17.09.2019 14:41:41 CEDT

Ein Musical über die Kunst des Lebens und des Leben-Lassens - so beschreibt die Musikschule Krefeld ihr neues Musiktheater-Projekt „Wilmas Büdchen". Das Stück kommt ab dem 21. September im Helmut-Mönkemeyer-Saal der Musikschule, Uerdinger Straße 500, mit insgesamt zehn Vorstellungen zur Aufführung - vier davon sind bereits ausverkauft. „Wilmas Büdchen" ist die dritte Eigenproduktion der Musikschule, die die Leiterin des Musiktheaters, Julia Polziehn, gemeinsam mit dem Keyboarder und Komponisten Markus Giesen für das Ensemble geschrieben hat. Eine einjährige intensive Probenzeit liegt hinter den insgesamt 70 Beteiligten, von denen 63 auf der Bühne singen, tanzen und spielen. „Die Bühne ist voll - alleine das Kinderensemble besteht in diesem Jahr aus 29 Mädchen und Jungen", berichtet Polziehn stolz. Den großen Zulauf bei den jungen Akteuren sieht sie als schönsten Erfolg des Musicals „Nora - oder die Suche nach dem Glück" aus dem vergangenen Jahr.

Musikschulleiter Ralph Schürmanns und Musiktheater-Leiterin Julia Polziehn freuen sich auf die Aufführungen des neuen Musicals "Wilmas Büdchen". Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Musikschulleiter Ralph Schürmanns und Musiktheater-Leiterin Julia Polziehn freuen sich auf
die Aufführungen des neuen Musicals "Wilmas Büdchen".
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

„Neu ist bei ‚Wilmas Büdchen', dass die jungen Darsteller keine Melodieunterstützung durch die Band erhalten, weil diese ganz eigenständig ihren Part spielt", erklärt Polziehn. Zudem gebe es dieses Mal auch zwei- bis dreistimmige Gesangseinlagen. Musikschulleiter Ralph Schürmanns sieht mit großer Freude, dass die bereits vor Jahren eingeleitete Entwicklung im Bereich des Gesangs Früchte trägt: „Es wird mittlerweile auf einem hohen Niveau gesungen", sagt er. Die Musikschule habe in den vergangenen Jahren das Singen extrem gefördert. Von insgesamt mehr als 5200 Belegungen seien über 1800 im Gesangs-, Chor- und Stimmbildungsunterricht, so Schürmanns.

Mitten in Nippes

Das temporeiche, witzige und zugleich emotionale Stück „Wilmas Büdchen" spielt in der Gegenwart im Kölner Stadtteil Nippes in und um ein altes Büdchen herum. Vorbild ist ein Büdchen, das es Ende des Zweiten Weltkrieges tatsächlich in Köln gegeben hat. Es diente damals als Nahrungsmittel-Vergabestelle für Kinder und Bedürftige und war eine private Initiative. Im Stück erleben die Zuschauer das Büdchen, wie es heute ist: Die Spuren der Zeit sind deutlich zu sehen, der Geist der Anfänge dauert aber auch unter Führung der dritten Generation weiter, und das Büdchen als soziale Einrichtung erscheint notwendiger denn je. Als die Schließung aufgrund baulicher Mängel droht, regt sich vehementer Widerstand. Die Zuschauer dürfen gespannt sein, ob die Rettung gelingt.

Kölsch-Karneval in der Musikschule

Julia Polziehn hat es geschafft, für die zahlreichen Darsteller ihres Ensembles viele interessante Rollen zu kreieren. „Und das war gar nicht so einfach", gesteht sie, „da wir in diesem Jahr besonders viele Gesangstalente im Ensemble haben, die solistisch zur Geltung kommen sollen". Auf 13 Gesangsdarbietungen dürfen sich die Besucher freuen, darunter das Eröffnungslied, das an eine klassische Ouvertüre erinnert, eine Jazzballade mit Ballettuntermalung, eine Bollywood-Nummer und - passend zum Ort des Geschehens - ein kölsches Karnevalslied „Ein Hoch auf unsere Welt".

„Wilmas Büdchen" ist für Kinder ab dem Grundschulalter geeignet. Reservierungen für die Aufführungen sind im Sekretariat der Musikschule möglich unter Telefon 0 21 51 / 59 00 11 oder per E-Mail an musikschule@krefeld.de. Der Eintritt ist frei, das Ensemble bittet um eine Spende an den Förderverein der Musikschule. Die Premieren und zwei weitere Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Für die Vorstellungen am 28. September, 6. Oktober sowie am 16., 17., 23. und 24. November sind noch wenige Karten erhältlich. Das Musical beginnt samstags um 17 Uhr und an den Sonntagen jeweils um 15 Uhr. „Es lohnt sich auf jeden Fall, sich noch für Karten zu melden. Bei Bedarf werden wir weitere Vorstellungen spielen", verspricht die Leiterin des Musiktheaters.