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Bürger wünschen sich Stärkung des Radverkehrs

Zuletzt geändert: 28.01.2020 12:37:34 CET

Zahlreiche Bürger haben am vergangenen Samstag an der Ideenwerkstatt der zweiten Stufe zum Mobilitätskonzept 2030+ teilgenommen. Mit ihm stellt die Stadt die Weichen für die zukünftige Mobilitätsentwicklung und Verkehrsplanung. Nachdem in der ersten Stufe unter Beteiligung der Bürgerschaft ein Leitbild entwickelt wurde, das differenzierte Antworten auf die Frage „Wohin wollen wir?" gibt, folgt nun die Entwicklung der konkreten Maßnahmen. Neben den gesamtstädtischen Konzepten geht es in Stufe zwei auch um Ideen für die Vertiefungsbereiche Fischeln, Hüls, Innenstadt und Hafen. Im Sommer wird der Entwurf zum Mobilitätskonzept der Politik vorgelegt, am 20. August soll der Stadtrat darüber entscheiden.

"Fietsenrouten" für gemütliches Radfahren

Das Gutachterbüro LK Argus, das mit der Stadtverwaltung das Konzept entwickelt, präsentierte zu Beginn der Ideenwerkstatt die bisherigen Ergebnisse. Zentrale Aussagen sind sozial- und stadtverträgliche Mobilität, Zusammendenken von Siedlungsentwicklung und Verkehrsplanung, Förderung des Umweltverbundes und sinkende Kfz-Verkehrsbelastungen für mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt sowie Nutzung der Chancen der Digitalisierung für eine bessere multimodale Verknüpfung der Verkehrsmittel. Im bisherigen Konzept wird der Radverkehr gestärkt, sei es auf Radwegen an Hauptverkehrsstraßen für schnelle Radfahrer oder auf „Fietsenrouten" an Nebenstraßen. Auf ihnen stehen eher Sicherheit und Komfort im Vordergrund. Ideen für eine Stärkung der Fußgänger sind unter anderem grüne Wege durch attraktive Flächen. Um den Straßenraum von parkenden Autos zu befreien, schlägt das Gutachterbüro Quartiersgaragen und eine konsequente Parkraumbewirtschaftung vor.

Radeln hält fit. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Radeln hält fit.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Auch die jetzige Ideenwerkstatt brachte deutlich den Wunsch der Bürger zum Vorschein, mehr auf das Rad und den ÖPNV zu setzen und das Auto zurückzudrängen - mehr noch als es in den Plänen von LK Argus vorgesehen ist. Fürsprecher für das Auto gab es kaum, das sei, so Michael Volpert von LK Argus, aber auch häufig so. „Diese Gruppe beteiligt sich kaum an solchen Konzepten." Die Bürger äußerten sich auch zu den Vertiefungsbereichen Fischeln, Hüls, Hafen und Innenstadt. Für jeden der Bereich sind jeweils zwei Handlungsfelder vorgesehen. In Fischeln sind es die Handlungsfelder Stadtentwicklung und Regionale Kooperation sowie fließender Kfz-Verkehr, in Hüls soll es um ÖPNV und Radverkehr gehen, im Hafen um Wirfschaftsverkehr und den ruhenden LKW-Verkehr und in der Innenstadt um Fußgänger und fließenden Kfz-Verkehr. So gab es für den Bereich Hüls die Anregung, die Straßenbahnverbindung auszubauen. Auch die Fischelner hoffen auf eine bessere Anbindung. Für den Hafen werden Parkflächen mit sanitären Anlagen für die Fahrer sowie bessere Lenkungsmöglichkeiten für den Lieferverkehr gewünscht. Im März sind weitere öffentliche Veranstaltungen zu den Vertiefungsbereichen geplant.

Am Freitag, 24. Januar, beginnt nun eine zweite Online-Befragung auf www.krefeld-bewegen.de. Sie ist bis zum 21. Februar freigeschaltet. Auf der Website werden auch bald die Ergebnisse der Ideenwerkstatt zu finden sein.