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2017-05-03 Mobilitätsbefragung: 7000 Haushalte erhalten Post

In diesen Tagen erhalten 7000 Krefelder Haushalte Post von Oberbürgermeister Frank Meyer. Darin werden sie gebeten, an einer anonymisierten Befragung über ihr Mobilitätsverhalten teilzunehmen. Die auf diese Weise ermittelten Daten sind wichtige Grundlagen für zukünftige städtische Planungen in Bezug auf Rad-, Fuß- und Kraftfahrzeug-Verkehr aber auch für die Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen, darunter auch dem Mobilitäts- und Parkraum-Konzept. Unter anderem wollen die städtischen Planer aktuelle Daten zum sogenannten „Modal-Split" erhalten, der Verteilung der Wege auf die verschiedenen Verkehrsarten. „Aus dem Mobilitätsverhalten und der Wahl der Verkehrsmittel lassen sich wichtige Rückschlüsse für die Priorisierung von Planungen ableiten", sagt Norbert Hudde. So könnte aus den Ergebnissen herausgelesen werden, ob es zusätzliche Bus- und Bahn-Linien geben müsse, wo es an Radwegen mangele oder wo vielleicht Leihräder sinnvoll wären.

Wie bewegen sich die Krefelder? Das soll mit einer Mobilitätsbefragung herausgefunden werden. Foto: Stadt Krefeld
Wie bewegen sich die Krefelder? Das soll mit einer Mobilitätsbefragung herausgefunden
werden.
Foto: Stadt Krefeld

Die 7000 Haushalte wurden für diese Befragung nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Teilnahme ist freiwillig, doch wünschen sich die städtischen Planer einen möglichst hohen Rücklauf. „Je mehr Fragebogen wir ausgefüllt zurückerhalten, desto passgenauer können wir für die Zukunft planen", erläutert der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung. „Im Grunde helfen die Teilnehmenden nicht nur uns, sondern sich selbst, indem sie uns an ihren Wegen und somit ihre Mobilitätsbedürfnisse teilhaben lassen. Mit jeder Rückmeldung steigt zudem die Zuverlässigkeit der Ergebnisse." In der Mobilitätsbefragung wird nach zurückgelegten Wegen, genutzten Verkehrsmitteln und den Wegezwecken aller in dem Haushalt lebenden Personen an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag gefragt. Selbst wenn an diesem Tag, den der Haushalt übrigens frei wählen kann, keine Wege außer Haus unternommen werden, ist das von Interesse.

Für die Rückmeldung können die ausgewählten Haushalte verschiedene Wege nutzen: Neben der kostenfreien Rückantwort per Post können die Fragebögen auch im Internet ausgefüllt werden - dann gibt es sogar eine Vergütung von 4,35 Euro, denn dieser Betrag wird dann in der Bearbeitung eingespart. Online steht der Bogen zudem in englischer und türkischer Sprache zur Verfügung. Wer nicht schreiben möchte, kann um einen Rückruf bitten, um sich telefonisch befragen zu lassen. Die Befragung ist anonym und mit den Datenschützern abgestimmt. Auf den Fragebögen gibt es keinerlei Hinweise, mittels derer die Befragten zur identifizieren sind. Teilnehmen können tatsächlich nur die zufällig Ausgewählten, andere Bürger können sich nicht beteiligen. Federführend ist ein Büro aus Aachen, das ähnliche Erhebungen bereits in anderen Städten erfolgreich durchgeführt hat. Nach dem Sommer will es die Ergebnisse präsentieren. Die Maßnahme kostet rund 50 000 Euro und wird vom Land NRW zu 75 Prozent gefördert.

Als Dankeschön und zusätzlichen Ansporn für die Teilnahme haben Sponsoren attraktive Preise (Beispielsweise ein Apple iPad) zur Verfügung gestellt, die unter allen Teilnehmenden verlost werden. Fragen zur Mobilitätsbefragung in Krefeld beantwortet Klaus Hillmer vom Fachbereich Stadtplanung.