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2018-03-05: Meyer: Engagement auf allen Ebenen in Krefeld bemerkenswert

Rund 350 Gäste aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Medien hat Oberbürgermeister Frank Meyer beim Frühjahrsempfang der Stadt Krefeld im Stadtwaldhaus begrüßt. Im Mittelpunkt standen diesmal die ehrenamtlichen Wahlhelfer. Den eigentlichen Neujahrsempfang am 18. Januar hatte die Stadt kurzfristig wegen Orkan „Friederike" absagen müssen.

Es seien nicht in erster Linie Behörden und staatliche Institutionen, die garantierten, dass eine Wahl ordnungsmäßig ablaufe - es seien die Bürgerinnen und Bürger: Wer eine Wahl manipulieren wolle, der müsse das Volk selbst aktiv hinters Licht führen, machte Oberbürgermeister Frank Meyer deutlich: „Viele von Ihnen hier im Saal gehören zu den Menschen, die regelmäßig mit großem persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass die Wahlen in Krefeld gut über die Bühne gehen. Sie verbringen Ihre Wahlsonntage in einem der gut 180 Wahllokale in unserem Stadtgebiet."

Die ehrenamtlichen Wahlhelfer wurden in diesem Jahr beim Frühjahrsempfang geehrt. Im Vordergrund von links: Hans Grote, Oberbürgermeister Frank Meyer, Barbara Rasinski-Klementowski und Brigitte Kolberg. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Die ehrenamtlichen Wahlhelfer wurden in diesem Jahr beim Frühjahrsempfang geehrt. Im
Vordergrund von links: Hans Grote, Oberbürgermeister Frank Meyer, Barbara Rasinski-
Klementowski und Brigitte Kolberg.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Alleine in Krefeld meldeten sich jedes Mal rund 1500 Freiwillige, um die Wahl ordnungsgemäß über die Bühne zu bringen - das sei fast ein Prozent der Wahlberechtigten. Rund zwei Drittel der Wahlhelfer in Krefeld seien älter als 45 Jahre, doch immerhin auch zwölf Prozent jünger als 25. „Ich empfinde es als ein wunderbares Signal für die Stärke unserer Demokratie, wenn sich selbst in Superwahljahren wie 2017 so viele Menschen bereitfinden, sich an der Organisation einer oder gleich mehrerer Wahlen zu beteiligen", so der Krefelder Oberbürgermeister.

Wer umgekehrt an Wahltagen zu Hause bleibe und darüber schimpfe, dass ohnehin alles immer schlechter werde - und wozu solle man dann überhaupt noch wählen gehen -, der habe etwas Entscheidendes nicht verstanden. Frank Meyer: „Demokratie gibt uns zwar viel, aber sie verlangt auch etwas - und sei es nur das Ausüben unserer Schlüsselqualifikation, die kinderleichte und doch verantwortungsvolle Prozedur der Stimmabgabe am Wahltag. Sie als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer erfüllen diesen Anspruch in besonderer Weise, indem Sie die Wahl zu Ihrer eigenen Angelegenheit erklären, indem Sie den Nachweis antreten, dass Demokratie nur durch die Kraft und das Engagement des Einzelnen funktionieren kann." Dies sehe man in ähnlichem Maße bei Menschen, die sich in Parteien, Gewerkschaften oder anderen Organisationen politisch, sozial und gesellschaftlich engagierten: Wenn Demokratie das Ringen um die beste Lösung sei, dann stiegen diese Menschen selbst in den Ring, statt nur zuzusehen.

"Krefeld ist auf einem guten Weg!"

Oberbürgermeister Frank Meyer machte auch deutlich, dass Krefeld auf einem sehr guten Weg sei: „Über manche Differenzen hinweg haben wir im Sinne der Stadt und der Bürgerinnen und Bürger einen Haushalt auf den Weg gebracht, der Krefeld vermutlich schon im kommenden Jahr nach sage und schreibe 25 Jahren aus dem Minus führen wird - und der trotzdem ehrgeizige und mutige Ziele für diese Stadt definiert." Und er führte einige Beispiele auf: Die Stadt gebe in den nächsten Jahren fast 100 Millionen Euro für die Sanierung und Modernisierung der Schulen aus; sie schaffe bis 2020/21 fast 700 zusätzliche Kita-Plätze und neue Stellen in der Jugendarbeit; die Stadt saniere für 140 Millionen Euro Straßen und Radwege, investiere Geld in die Sanierung städtischer Gebäude und kaufe Problemhäuser, um die Innenstadt aufzuwerten.

Auch die neue Initiative „Krefeld für Kinder" sprach der Oberbürgermeister an: „Ich möchte gerne gemeinsam mit Ihnen allen daran arbeiten, dass wir irgendwann in einer Stadt leben, in der Kinder keine Not leiden müssen, in der sie sich nicht schämen müssen für ihre Lebensverhältnisse, in der sie von Anfang an die Chance auf eine glückliche Kindheit und eine gute Entwicklung haben." Krefeld bringe alle Voraussetzungen mit, um eine solche Stadt zu werden. Das Engagement, das man in Krefeld täglich erlebe, sei auf allen Ebenen absolut bemerkenswert - sei es im Sozialen, an Kitas und Schulen, in den Kirchengemeinden und Hilfsorganisationen, im Sport oder in der Kultur.

"Jeder Einzelne ist wichtig, und jede einzelne Stimme zählt!"

„Ich wünsche mir, dass wir unsere gemeinsame Arbeit im Jahr 2018 fortsetzen. Denn im Alltag einer Stadtgesellschaft ist es gar nicht so anders wie bei einer demokratischen Wahl: Jeder Einzelne ist wichtig, und jede einzelne Stimme zählt - damit am Ende das große Ganze gelingen kann", erklärte Oberbürgermeister Frank Meyer zum Abschluss.

Vor und nach der Rede des Oberbürgermeisters sorgte Alex´s Kept Secret für gute Unterhaltung. Die Krefelder Band mit Frontfrau Alexandra Funken ist unter anderem zu hören auf der CD „Music made in Krefeld" - ein Projekt des Krefelder Perspektivwechsels.