Inhalt

Markus Schön als neuer Geschäftsbereichsleiter offiziell im Amt

Der „bayerische Krefelder" Markus Schön ist als neuer Beigeordneter für Bildung, Jugend, Sport, Migration und Integration in sein Amt eingeführt worden. Bei einer Feierstunde im Kulturpunkt der Friedenskirche erklärte Oberbürgermeister Frank Meyer: „Markus Schön steht mit beiden Beinen auf der Erde - er begegnet den Menschen auf Augenhöhe und redet nicht lange um den heißen Brei herum. Er pflegt das klare Wort - und bevor er tagelang umständliche Mails hin und her schreibt, klopft er lieber mal persönlich an die betreffende Bürotür und klärt die Fragen im direkten Gespräch. Er ist keiner, der auf Tauchstation geht, wenn es schwierig wird, und keiner, der Konflikte mit Harmonie zukleistert. Diese ehrliche und zupackende Art kommt gut an in Krefeld."

Oberbürgermeister Frank Meyer (links) begrüßt Markus Schön offiziell als Dezernenten für Bildung, Jugend, Migration und Integration. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Oberbürgermeister Frank Meyer (links) begrüßt Markus Schön offiziell als Dezernenten für Bildung, Jugend, Migration und Integration. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Der Rat der Stadt Krefeld hatte Markus Schön im Frühjahr zum Beigeordneten gewählt. Die Leitung des neu geordneten „Zukunftsdezernats" hat Schön Anfang Mai übernommen. In seiner Rede erklärte der Oberbürgermeister noch einmal die Beweggründe für die Zusammenfassen von Bildung, Jugend, Sport, Migration und Integration in einem Geschäftsbereich: „Wenn wir das Krefeld von morgen schon heute positiv prägen wollen, dann müssen diese Bereiche gemeinsam funktionieren und ineinander greifen - und deshalb haben sie im besten Falle den gleichen Dezernenten. In allen Bereichen des neuen Dezernats geht es ganz konkret um Menschen, um ihren heutigen und ihren weiteren Lebensweg, um ihre Chancen und Perspektiven. Durch Instrumente der Jugendhilfe, durch gezielte Integration und vor allem durch Bildung, Bildung, Bildung müssen wir verhindern, dass die Menschen, die im Leben einen schlechten Start erwischt haben, am Ende ganz auf der Strecke bleiben - wir müssen verhindern, dass sie abgehängt werden und danach vielleicht keinen Anschluss mehr finden. Zukunftsdezernat, das ist also keine leere Worthülse, das meinen wir genau so - und Markus Schön hat das vom ersten Tag an verstanden und verinnerlicht."

Mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet

Der neue Beigeordnete ist Nachfolger von Gregor Micus, der sich Ende März in den Ruhestand verabschiedet hat und seitdem den Vorsitz der Initiative „Krefeld für Kinder" innehat. Bereits im April 2017 war Markus Schön von München an den Niederrhein gekommen, um die Leitung des Fachbereichs Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung zu übernehmen. „Er hat sich schon in den ersten Monaten als Kümmerer und Problemlöser einen Namen gemacht - in der Verwaltung, aber auch darüber hinaus", sagte der Oberbürgermeister anerkennend.Markus Schön hat die ersten fünf Lebensjahre im niederbayerischen Dorf Mitterskirchen verbracht und ist danach in München aufgewachsen und zur Schule gegangen. Schon in jungen Jahren war er Ministrant und Jugendleiter in seiner Gemeinde, Klassensprecher und Schülersprecher, aktiv im Bund der Deutschen Katholiken und im Kreisjugendring. „Die frühe Form eines ‚Gschaftlhubers', umtriebig, engagiert und ein bisschen ungeduldig, ein Organisator und Anpacker, einer, der im Dienst der Sache nicht locker lässt", stellte Oberbürgermeister Meyer fest. Für sein kontinuierliches Wirken zugunsten sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher wurde Markus Schön unter anderem mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

Von Hause aus Jurist verfügt Schön über profunde Kenntnisse vor allem im Sozialrecht. Er war zunächst als Promotionsstipendiat, dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter von 2007 bis 2012 am Münchner Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik wissenschaftlich tätig und hat in seinem Fach vielfältig publiziert. Im Jahr 2012 wechselte Schön zur Stadtverwaltung München. Dort war er zunächst Leiter der Abteilung Kommunale Altenhilfe, später dann kommissarischer Amtsleiter im Stadtjugendamt und damit Vorgesetzter von rund 1300 Mitarbeitern. In der Flüchtlingskrise erwarb er sich höchste Anerkennung für sein Projekt „Young Refugees Center", die bundesweit erste zentrale Anlaufstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. „Schon in München hat er hinlänglich bewiesen, dass er strategisch und konzeptionell arbeiten kann - und in Krefeld war das vom ersten Tag an keinen Deut anders", lobte Frank Meyer.

Der zweifache Familienvater Schön ist kulturaffin, spielt nicht nur in einer Band, sondern hat auch jahrelang selbst Theaterstücke inszeniert. In seiner Dankesrede stellte er anhand von bayerisch formulierten Zwischenüberschriften wie „Red's halt mitanand" oder „Pack mas" seine Ideen für Krefeld dar und berief sich dabei auf den langjährigen Münchner Stadtschulrat Anton Fingerle.