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Landesinitiative KAoA ermöglicht „Berufliche Orientierung extra"

Veröffentlicht am: 21.07.2020

Für die Krefelder Schüler ist gerade ein ungewöhnliches Schuljahr zu Ende gegangen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das aktuelle Schuljahr nicht wie gewohnt abgeschlossen werden. Neben Unterricht, Arbeiten und Klausuren mussten auch praktische Einblicke in das Berufsleben ausfallen, wie sie durch Berufsfelderkundungen und Schulpraktika gegeben sind. Somit war auch die systematische Berufsorientierung, die durch der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)" schulformübergreifend geregelt wird, ausgesetzt worden. Umso erfreulicher ist es, dass das Land NRW sehr spontan die Initiative „Berufliche Orientierung extra" gestartet hat, die es Schülern ermöglicht, sich freiwillig in den Ferien intensiv beruflich zu orientieren.

Sophie Brüstle (links) leitet die Schülerinnen (von links) Anisha Sidorski und Marie Müller an beim Projekt "Pimp your room" zur Berufsorientierung.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. BischofSophie Brüstle (links) leitet die Schülerinnen (von links) Anisha Sidorski und Marie Müller an beim Projekt "Pimp your room" zur Berufsorientierung.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

In enger Zusammenarbeit mit dem Land NRW, der Kommunalen Koordinierung Krefeld und einigen Schulen ist es den Bildungszentren des Baugewerbes (BZB) gelungen, in kurzer Zeit ein ansehnliches Ferienprogramm auf die Beine zu stellen. Insgesamt 15 Schüler der zukünftigen Klassen 9 und 10 der Albert-Schweitzer Realschule, der Gesamtschule Kaiserplatz, der Robert-Jungk-Gesamtschule und der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule hatten eine Woche lang die Chance, im Rahmen des Projekts „Pimp your room" im Krefelder BZB ein eigenes Zimmer zu gestalten - mit allem, was dazu gehört: Maß nehmen, Kleister anrühren, tapezieren, abkleben, Schablonen erstellen, Farbe anrühren, streichen und Bodenbelag zuschneiden und verlegen. Die engagierten Schüler lernten zudem alles Nützliche über die jeweiligen ausgeübten Berufe, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Anisha Sidorski beim Projekt "Pimp your room" zur Berufsorientierung.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. BischofAnisha Sidorski beim Projekt "Pimp your room" zur Berufsorientierung.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Ziel der auf Freiwilligkeit basierenden Aktion ist die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen Erfahrungen zu sammeln und so im Idealfall seinen künftigen Traumberuf zu finden. „Berufliche Orientierung extra" ist Teil der Landesinitiative KAoA, mit deren Hilfe Jugendliche ab Klasse 8 verschiedene Stationen der Berufsorientierung durchlaufen. Zu Beginn dieses Prozesses setzt eine sogenannte Potenzialanalyse den ersten Impuls bei den Schülern, welcher von Lehrern, Eltern, Sozialarbeitern oder Beratern der Bundesagentur für Arbeit aufgegriffen werden soll, um gemeinsam mit den Jugendlichen einen gelungenen Übergang in den Beruf und/oder ein Studium zu gestalten. Das Beratungsangebot der Bundesagentur für Arbeit findet unabhängig von den Ferien das gesamte Jahr über statt.

Für die Ferien wurde die Sommerferien-Hotline eingerichtet. Unter Telefon 0 21 51 / 92 22 00 sind Jugendliche und Eltern herzlich eingeladen, sich für das kommende Ausbildungsjahr Tipps geben zu lassen.