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Kulturhistorische städtebauliche Analyse wird vorgestellt

Veröffentlicht am: 01.10.2021

Die Stadt Krefeld hat im Pressegespräch eine „Kulturhistorische städtebauliche Analyse" vorgestellt, welche die Entstehungsgeschichte der Innenstadt dargestellt. Untersucht wurde der Raum innerhalb der vier Wälle. Im Norden reicht der Bereich bis zur Nordstraße und am Ostwall bis zum Bahnhof. Die Analyse steht für den Beginn eines mehrjährigen städtebaulichen Prozesses mit langfristiger Perspektive. Die ausgesprochenen Handlungsempfehlungen und gewonnenen Erkenntnisse sollen deswegen bei der zukünftigen Planung und Entwicklung der Innenstadt berücksichtigt werden. Dabei zeigte sich, dass die noch vorhandenen historischen Stadtentwicklungsstrukturen größtenteils den Erwartungen der Zukunft von einer entschleunigten Innenstadt entsprechen.

Die Architekten Claudia Schmidt und Hugo van Velzen, Ludger Walter (Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung) und Baudezernent Marcus Beyer stellen das Gutachten zur kulturhistorischen städtebaulichen Analyse vor. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. BischofDie Architekten Claudia Schmidt und Hugo van Velzen, Ludger Walter (Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung) und Baudezernent Marcus Beyer stellen das Gutachten zur kulturhistorischen städtebaulichen Analyse vor.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Ergebnis ist, dass die größtenteils noch vorhandenen historischen Stadtstrukturen aus vorindustrieller Zeit vielen Ansprüchen und Erwartungen der heutigen Gesellschaft gerecht werden. Insofern ist die Identität Krefelds in der Besonderheit ihrer Struktur einer Manufakturstadt angelegt. In der Manufakturstadt wurde unter einem Dach gelebt und gearbeitet, die Straßen waren für langsame Verkehrsmittel ausgelegt und Räume der Begegnung. Die Zukunftsfähigkeit Krefelds steckt bereits in der historischen DNA der Stadt.

In der Analyse, welche im letzten Abschnitt beispielhaft einen möglichen Weg skizziert, geht es nicht um eine detaillierte Ausarbeitung der Gestaltung einzelner Bereiche, sondern um grundsätzlichen Aussagen, wie die Innenstadt sich entwickeln könnte, wie die räumlichen Systeme der Innenstadt begriffen werden und welche Qualitäten dabei eine wesentliche Rolle spielen. Das übergeordnete Ziel ist es, wieder zu einem klar ablesbaren Stadtbild zu kommen. Mögliche bauliche Umsetzungen können jedoch nicht alleine durch die Verwaltung, sondern nur im Zusammenspiel mit privaten Eigentümern erfolgen. Die vollständige Analyse (Vorlage 1965/21) steht im Ratsportal als Anhang zur gemeinsamen Sitzung der Bezirksvertretung Mitte mit dem Kultur- und Denkmalausschuss und dem Planungsausschuss.

 

Die Studie wurde durch das Büro MIR Architecten/Flexus AWC aus Amsterdam/Rotterdam erstellt. Sie wird in der öffentlichen Ausschusssitzung am Mittwoch, 6. Oktober, um 16 Uhr im Seidenweberhaus, Saal 1, vorgestellt.