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2018-03-09: Christian Falsnaes bereitet neue Ausstellung in Krefeld vor

Er gehört zu einer jungen Generation von Künstlern, die mit multimedialen Performances experimentieren - Christian Falsnaes. Der im Jahr 1980 geborene Däne fesselt mit seinen Performances und multimedialen Installationen ein internationales Publikum. In Krefeld wird er seine erste groß angelegte Einzelausstellung präsentieren. Im Kaiser-Wilhelm-Museum laufen derzeit die Vorbereitungen für die Ausstellung „Force". Damit knüpfen die Kunstmuseen Krefeld an ihre lange Tradition der Projekte an, bei denen sich die Besucher beteiligen können. In der Krefelder Ausstellung führt Falsnaes acht Arbeiten zu einer beeindruckenden Inszenierung zusammen. Eigens für Krefeld hat der Künstler gleich zwei neue Arbeiten realisiert. Das Kaiser-Wilhelm-Museum wird ab dem 23. März so für mehrere Wochen ein Ort werden, an dem vor allem kommunikative Prozesse im Fokus stehen. „Jedes der acht Werke steht für ein anderes Modell des Zusammenspiels zwischen dem Künstler Falsnaes und seinem Publikum", so Dr. Sylvia Martin, Kuratorin und stellvertretende Museumsleiterin. Die Arbeit „Available" gibt den Besuchern die Möglichkeit, mit dem Künstler zu sprechen. Über ein Telefon erhalten sie von Falsnaes Anweisungen, wie sie sich in den Ausstellungsräumen bewegen, was sie tun sollen.

Christian Falsnaes zusammen mit der Mitarbeiterin Isabelle Zug und der Kuratorin Dr. Sylvia Martin (rechts) von den Kunstmuseen Krefeld. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Christian Falsnaes zusammen mit der Mitarbeiterin Isabelle Zug und der Kuratorin Dr. Sylvia Martin (rechts) von den Kunstmuseen Krefeld. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

Die Ausstellung „Force" von Christian Falsnaes wird am Donnerstag, 22. März, um 19 Uhr im Kaiser-Wilhelm-Museum am Joseph-Beuys-Platz eröffnet. Im Rahmen der Eröffnung findet mit dem Künstler die interaktive Performance „Icon" statt. „Icon" ist eine Ausstellung in der Ausstellung, die Werke aus der Spätmoderne des Museums versammelt. Künstler wie Lucio Fontana, Yves Klein oder Franz Erhard Walther haben nach 1945 tradierte Kunstvorstellungen aufgebrochen und Ikonen für einen erweiterten Kunstbegriff geschaffen. Christian Falsnaes aktiviert die Installation mit einer Performance und wird mit den Museumsbesuchern interagieren. Während der Performance wird das Geschehen gefilmt. Es entsteht eine mediale Erzählung, die hier angelegte Themen wie die Unantastbarkeit des Museums weiterführt.