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Kresch-Theater zeigt „Don Quijote" auf Burg Linn

Zuletzt geändert: 15.10.2018 14:29:29 CEDT

Das Kinder- und Jugendtheater Kresch gastiert mit vier Aufführungen des Stückes „Don Quijote und Sancho Panza" nach Miguel de Cervantes Saavedra in einer Dramatisierung von Franz Mestre im unteren Rittersaal auf Burg Linn in Krefeld. Die Regisseure Franco Melis und Franz Mestre haben mit Originaltexten aus beiden Romanen, eigenen Passagen und Musik das Stück für Kinder ab zehn Jahren inszeniert. Auf der Bühne agiert und musiziert Mestre gemeinsam mit dem Musiker Joachim Froebe. Die Aufführungen sind an den Sonntagen 21. Oktober sowie 4. und 11. November jeweils 11 Uhr.

Joachim Froebe und Franz Mestre im Stück Don Quijote. Foto: Kresch 
Joachim Froebe und Franz Mestre (r.) im Stück Don Quijote. Foto: Kresch 

In einem kleinen Ort im spanischen La Mancha sitzt der verarmte Landadelige Alonso Quijano und liest Ritterromane. Er liest und liest, bis die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie verschwimmen. Schließlich hält er sich selbst für einen fahrenden Ritter, nennt sich Don Quijote von La Mancha und beschließt, das Abenteuer zu suchen. Der Bauer Sancho Panza wird als Knappe sein Wegbegleiter. Für ritterliche Heldengeschichten werden Windmühlen zu Riesen, und Schafherden wie Weinschläuche verwandeln sich von realen Hindernissen in Fantasiegestalten, die Don Quijote zu Heldentaten beflügeln. Seinen Don Quijote will er undramatisch präsentieren. „Wir wollen Stimmungen und Bilder erzeugen", so der Regisseur. Eine große Hilfe soll dabei die Musik sein. Mit Loops (Schleifen) spielen er und Froebe live Stücke ein, die ohne die Technik ein großes Ensemble benötigen würde.

Reise nach La Mancha

„Ich finde es toll, dass das Kresch-Theater mit einem historischen Stoff auf Burg Linn auftreten wird. Für die Zuschauer wird es sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis sein, in solch einer Atmosphäre die Inszenierung zu sehen", sagt Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn. Der Halb-Spanier Mestre hat sich intensiv für dieses Stück vorbereitet. Um ein Gefühl, eine Stimmung für die Geschichte zu erlangen, reiste er extra nach La Mancha in Zentralspanien, der „Heimat" des Titelhelden. „Es gibt dort Menschen, die wirklich glauben, dass diese literarische Figur dort gelebt hat", berichtet Mestre. Zur Vorbereitung habe er sich zudem diverse Don-Quijote-Filme angesehen, Hörbücher gehört und die Romane gelesen. Den Pathos und die Klischees, die Mestre darin immer wieder vorfand, für die Kresch-Produktion verzichtet er auf solche Darstellungen. „Ich musste den Respekt vor dem Stück verlieren und die Erfüllung der Freude an dem Stück finden", so Mestre.