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Kresch-Theater stellt Programm für die nächste Spielzeit vor

Zuletzt geändert: 06.07.2020 10:18:39 CEDT

Joseph Heinrich Beuys kam am 12. Mai 1921 in Krefeld zur Welt - zum 100. Geburtstag des großen Künstlers im kommenden Jahr werden sich zahlreiche Museen seinen Werken weltweit und vor allem in seiner niederrheinischen Heimat widmen. Das Kresch-Theater, das Krefelder Schauspiel für Kinder und Jugendliche, wird es nach dem Spielzeitmotto „Einfach mal anders" machen und Motive aus Beuys' Leben auch auf die Bühne der Fabrik Heeder bringen. „Cool Beuys oder wo ist Joseph" von Regisseur Helmut Wenderoth bildet im kommenden März das Finale einer verheißungsvollen Saison im Kresch-Theater mit vielversprechenden Inszenierungen.

Stellen den Kresch-Spielplan 20/21 vor: Isolde Wabra und Helmut Wenderoth.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
Stellen den Kresch-Spielplan 20/21 vor: Isolde Wabra und Helmut Wenderoth.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Die aktuellen Umstände drängen es in dieser neuen Form des Alltags geradezu auf, „einfach mal anders" zu denken und zu handeln, etwas auszuprobieren. „Wir wollen mit unserem Motto ermutigen, alte Denkmuster abzulegen, nach vorne zu schauen und den Blick zu heben", sagt Intendantin Isolde Wabra. Mit dem Hof-Theater und den Aufführungen auch im Sommer geht das Krefelder Schauspiel für Kinder und Jugendliche bereits einen solchen neuen Weg. Mit begrenztem Platzangebot werden dort auch die Stücke „Ellington" nach dem Bilderbuch von Marlies Bardeli (Premiere am 28. Juni) sowie Karius und Baktus (Premiere am 3. Juli) unter freiem Himmel gespielt - bei Regen auf der Studiobühne 2. Zum eigentlichen Spielzeitbeginn 2020/21 im Herbst stehen für das Kresch-Theater unter anderem zwei Premieren mit zwei neuen Regisseuren an: Sven Jenkel inszeniert „Rico, Oskar und die Tieferschatten" (Premiere am 20. September), und Urs Schleif wird das Weihnachtsmärchen „Frau Holle" auf die Bühne bringen (Premiere am 29. November). In der Hauptrolle wird erstmals auf der Kresch-Bühne Michaela Christl stehen. Die Schauspielerin spielte und sang in den vergangenen Jahren in diversen Musicals in unterschiedlichen Rollen. Mit der anstehenden Spielzeit wird sie zudem das neue Stadtkindermusical leiten. Kinder und Jugendliche können sich dann in Gesang, Tanz und Schauspiel ausprobieren.

Am 30. Januar, von den Nationalsozialisten als Tag der Machtergreifung bezeichnet, wird ein besonderes Stück seine Premiere auf der Kresch-Bühne haben: Der Trafikant. Intendantin Isolde Wabra inszeniert Robert Seethalers Bestseller, in dem die Geschichte des 17-jährigen Franz, seiner Liebe zu Anezka und seine Freundschaft mit Sigmund Freud in Wien vor dem Hintergrund des erstarkenden Nationalsozialismus erzählt wird. Die szenischen Lesungen von Glattauer-Büchern mit „Gut gegen Nordwind", „Alle sieben Wellen" und „Die Wunderübung" (5. Juli) werden im Sommer fortgesetzt. Als Wiederaufnahme stehen unter anderem „Nathans Kinder" und „Out - Gefangen im Netz" auf dem Programm. Karten sind im Vorverkauf erhältlich während der Bürozeiten montags bis freitags unter Telefon 0 21 51 / 86 26 26 , per E-Mail an kresch@krefeld.de sowie unter www.kresch.de mit Online-Karten-Anfrage.