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Kresch-Theater setzt auf „Miteinander" in der neuen Spielzeit

Zuletzt geändert: 24.09.2018 10:28:12 CEDT

Das Kresch-Theater beginnt seine neue Spielzeit 2018/2019 am Freitag, 14. September, mit einer Auftaktveranstaltung, die es bislang in dieser Form noch nicht gegeben hat. Auf der Studiobühne I der Fabrik Heeder an der Virchowstraße zeigen die Schauspieler am Freitag, 14. September, kleine Ausschnitte aus dem aktuellen Programm und geben einen Vorgeschmack auf die Premieren der neuen Spielzeit. „Gleichzeitig soll es einen Rückblick auf vergangene Stücke geben", verspricht Franz Mestre, musikalischer Leiter des Kresch Theaters. „Wir freuen uns auf ein besonderes Kresch-Fest mit unserem Publikum, an dem auch Oberbürgermeister Frank Meyer teilnehmen wird", ergänzt Helmut Wenderoth, kommissarischer Leiter des Kresch-Theaters. Auch in der Spielzeit 2018/2019 steht im Kinder- und Jugendtheater der Stadt das Zusammensein von Bühne und Publikum im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens. Und so steht sie unter der großen Überschrift „Miteinander" - ein Miteinander von Alt und Jung, analoger und digitaler Welt, von klassischen Stoffen und modernen Experimenten und mit den zahlreichen Kooperationspartnern.

Logo des Kresch-Theaters.

„In diesem Jahr feiert die Fabrik Heeder außerdem ein heimliches Jubiläum", weiß der Leiter des Kulturbüros Jürgen Sauerland-Freer. Das heute denkmalgeschützte Gebäude an der Virchowstraße 130 wird seit nunmehr 30 Jahren unter der Leitung des Kulturbüros als städtisches Kulturzentrum genutzt und ist seit über 25 Jahren Spielstätte des Kresch-Theaters, dessen Name immer noch von der ehemaligen Bezeichnung „Krefelder Schul- und Jugendtheater" herrührt. „Seither spielen wir in der Fabrik Heeder anspruchsvolles Theater für und mit Kindern und Jugendlichen", sagt Sauerland-Freer. Mit einer Uraufführung für die Allerkleinsten (ab drei Jahre) im Theater in der Kiste (TiK) beginnt die Spielzeit 2018/2019 am Mittwoch, 3. Oktober. Das Konzept für „Auch Schafe müssen schlafen" stammt von Anna Brass, die auch Regie führt und selbst auf der Bühne steht.

Helmut Wenderoth. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Helmut Wenderoth.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Eine weitere Uraufführung soll nicht nur am 30. November auf der heimischen Bühne zur Darbietung kommen, sondern später erstmals auch als „Theater im Klassenzimmer" in einem Krefelder Gymnasium. In „Lügen lernen oder Schauspieler sein" (ab zwölf Jahre) erzählen sich Laura Thomas und Angelo Enghausen-Micalea mit Witz und Verstand durch ein wildes Tutorial, das tatsächlich, live, analog und in Farbe vor den Augen der Zuschauer entsteht, und finden am Ende tatsächlich ihre Traumrolle - Schauspieler sein. Regie führt Helmut Wenderoth. Die Premiere von „Wasted" für Jugendliche ab 14 Jahren, folgt am 20. Januar des kommenden Jahres. In dem Stück der britischen Rapperin, Lyrikerin und Autorin Kate Tempest müssen sich drei junge Menschen damit beschäftigen, was es bedeutet erwachsen zu sein, und fragen sich, ob sie ihre Jugend verschwendet haben.

Die Fabrik Heeder. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Die Fabrik Heeder.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Die Premiere von „Zoo oder so" für Kinder ab acht Jahre findet im März 2019 an der Virchowstraße statt. Das Theaterstück für Kinder ab sechs Jahren ist in Kooperation mit dem Krefelder Zoo entstanden und beinhaltete tierische und menschliche Geschichten, Gedichte und Lieder sowie Improvisationen. Auch hier wird es wieder das Theater im Klassenzimmer geben, ein weiterer Spielort ist der Zoo. Auf die noch folgenden Premieren in der Spielzeit werfen Wenderoth und Mestre ebenfalls einen Blick: Der Klassiker „Momo" von Michael Ende soll ab April eine Auseinandersetzung mit der Zeit bieten. Ab Mai greift das Kresch-Theater das Flüchtlingsthema zum wiederholten Mal auf. In Kooperation mit dem Stadtmarketing plant Mestre, Bertolt Brechts Stück „Flüchtlingsgespräche" in einem Krefelder Bunker zur Aufführung zu bringen. „Die Verfremdung des Theaters als Spielort wird in einem Bunker als Spielraum zu einem sinnlichen Erlebnis von eingeschlossen- und ausgeschlossen-Sein - eine Verbindung von früher und heute", erklärt er sein Konzept.