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Kresch: Premiere am 20. Juni von „Gut gegen Nordwind"

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Johann Wolfgang von Goethe schrieb seiner engen Freundin Charlotte von Stein mehrfach am Tag kleine Notizen oder Briefe - und sie ihm. Zwischen des Dichters Gartenhaus und dem Haus der Freifrau in Weimar eilten die Boten hin und her. Gut 250 Jahre später haben Bits und Bytes die Boten abgelöst. Der Mensch-zu-Mensch-Kontakt erfolgt via elektronischen Medien live mit Ton und Bild oder geschrieben per E-Mail. Letztere birgt jedoch auch eine Tücke, wenn der Schreiber aus Versehen einen Buchstaben- oder Zeichendreher der Adresse verändert und die Nachricht bei einer völlig falschen Person landet. So passiert es Leo Leike, der irrtümlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi Rothner erhält. Mit der außergewöhnlichen Liebesgeschichte „Gut gegen Nordwind" des österreichischen Schriftstellers Daniel Glattauer nimmt das Kresch-Theater, Krefelder Schauspiel für Kinder und Jugendliche, nun seinen Spielbetrieb wieder auf.

Das Kresch-Team mit Karius und Baktus stellt das Open-Air-Sommerprogramm vor: Isolde Wabra, Dorothea Brooz, Philipp Burkhard Winkler, Helmut Wenderoth, Britta Weyers und Christina Beyerhaus (von links). Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof
Das Kresch-Team mit Karius und Baktus stellt das Open-Air-Sommerprogramm vor: Isolde Wabra, Dorothea Brooz, Philipp
Burkhard Winkler, Helmut Wenderoth, Britta Weyers und Christina Beyerhaus (von links).
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof

Es ist eine doppelte Premiere: Intendantin Isolde Wabra wird zum ersten Mal in Krefeld auf der Bühne zu sehen sein. Zusammen mit ihrem Ehemann und Schauspieler Johannes Stelzhammer spielt sie am Samstag, 20. Juni, um 20 Uhr die szenische Lesung im Innenhof der Fabrik Heeder. Die Open-Air-Variante ist zwar den aktuellen Umständen geschuldet. Die sommerliche Festival-Stimmung inklusive Lampions-Illumination bildet aber eine mehr als reizvolle Alternative. „Wir hoffen, dass wir eine schöne Atmosphäre schaffen", sagt Wabra. Alle im Juni und Juli angesetzten Inszenierungen finden als Open-Air-Aufführungen statt. Bei Regen besteht jedoch die Möglichkeit, auf eine der beiden Studiobühnen auszuweichen. Zurzeit stehen außen wie innen nur 38 Plätze zur Verfügung, um die Zuschauer mit gebotenen Abstand zu platzieren. „Wobei Familien und Paare natürlich zusammensitzen können", so die Intendantin. Damit das Kresch-Theater die Vorstellungen entsprechend vorbereiten können, müssen sich die Zuschauer per E-Mail anmelden.

Zwei weitere szenische Lesungen von Glattauer-Büchern

Der nun vorgestellte Sommer-Spielplan umfasst in der Kombination Wabra-Stelzhammer zwei weitere szenische Lesungen von Glattauer-Büchern: „Alle sieben Wellen" (27. Juni) und „Die Wunderübung" (5. Juli). Die drei Glattauer-Abende sind für Jugendliche und Erwachsene geeignet. Mit dem Stück „Ellington" folgt am Sonntag, 28. Juni, um 18 Uhr die nächste Premiere im Hof-Theater. „Das ist eine verrückte Geschichte, die zu uns passt", berichtet Regisseur Helmut Wenderoth, der vor gut anderthalb Jahren in einer Berliner Buchhandlung die Geschichte für sich und das Kresch-Theater entdeckte. Britta Weyers spielt die Klavierlehrerin Frau Treuherz, die eine Ente vor dem Kochtopf rettet. Daraus entspinnt sich eine sonderbare Liebesgeschichte zwischen zwei denkbar ungleichen Partnern. Das Stück mit weiteren Aufführungen im Juni und Juli ist geeignet für Kinder ab fünf Jahren.

„Karius und Baktus" am 3. Juli

Das heitere Theaterstück „Karius und Baktus" zum Thema Zahnpflege nach dem Hörbuch von Thorbjörn Egner feiert am Freitag, 3. Juli, Premiere im Krefelder Schauspiel für Kinder und Jugendliche. Unter der Regie von Isolde Wabra spielen Dorothea Booz und Philipp Burkhard Winkler. Die beiden fiesen Gesellen Karius und Baktus fühlen sich in Jens Mund richtig wohl, denn es gibt ständig süße Sachen zum Lutschen. Eine lustige und lehrreiche Geschichte mit viel Slapstick für Kinder ab vier Jahren über gesunde Ernährung, Zahnpflege und den eigenen Körper.

 

Für die Aufführung im Kresch-Theater, Krefelder Schauspiel für Kinder und Jugendliche, im Innenhof der Fabrik Heeder an der Virchowstraße 130 ist eine Anmeldung notwendig. Mögliche Restplätze gehen am Tag der Vorstellung an der Abendkasse in den freien Verkauf. Kurzfristig Interessierte sollten sich auf der Internetseite www.kresch.de über eventuell vorhandene freie Plätze informieren. Die Karten kosten zwölf, ermäßigt fünf Euro. Eine Reservierung ist via der Kresch-Internetseite als auch telefonisch unter 02151 862626 möglich. Die Mitnahme von Getränken oder Essen ist leider nicht gestattet. Eine Gastronomie wird nicht angeboten. Zuschauer werden an ihre Plätze geführt, bis dahin müssen sie eine Nase-Mund-Bedeckung tragen. Weitere Aufführung im Hof-Theater sind im August vorgesehen.