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Sammlungskustodin spricht über Beuys auf Tagung in Schwerin

Die Sammlungskustodin der Kunstmuseen Krefeld, Dr. Magdalena Holzhey (Foto), ist zu der Tagung „Renaissance der Moderne: Duchamp, Leonardo, Beuys" am 8. und 9. September in Schwerin eingeladen. Sowohl Marcel Duchamp als auch Joseph Beuys setzten sich intensiv mit den Werken Leonardo da Vincis sowie den Vorstellungen des Weltbildes der Renaissance auseinander. In der Galerie Alte & Neue Meister hält Holzhey den Vortrag „Technologie im Sinne Leonardos? Zu Beuys' Begriff einer organischen Mechanik". Da Vinci spielt für die Entwicklung von Beuys' erweitertem Kunst- und Wissenschaftsbegriff eine zentrale Rolle als Identifikationsfigur mit modellhafter Funktion. Anhand von Beuys' komplexer Bezugnahme auf Leonardos Weltbild wird deutlich, wie der Künstler das Verhältnis von Natur und Technik grundsätzlich neu zu denken bestrebt war. Holzhey beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Werk von Beuys. Für ihre Dissertation „Im Labor des Zeichners. Joseph Beuys und die Naturwissenschaften" wurde sie 2011 mit dem Deubner-Preis des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker ausgezeichnet.

Die Sammlungskustodin der Kunstmuseen Krefeld, Dr. Magdalena Holzhey, ist zu der Tagung „Renaissance der Moderne: Duchamp, Leonardo, Beuys“ am 8. und 9. September in Schwerin eingeladen. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Das Kunstgeschichtliche Seminar der Universität Hamburg und das Staatliche Museum Schwerin/Ludwigslust/Güstrow veranstalten gemeinsam die Tagung in Schwerin. Deren Ergebnisse fließen in die Vorbereitung der Ausstellung im Staatlichen Museum Schwerin ein, die erstmalig originale Werke der drei Künstler gemeinsam präsentieren und 2018 stattfinden wird, dem 50. Todesjahr von Marcel Duchamp und nur ein Jahr, bevor sich Leonardo da Vincis Tod zum 500. Male jährt.