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Krefelder Rucksack-Programm im deutschlandweiten Fokus

Strahlende Gesichter im Kommunalen Integrationszentrum: Hier wurden nun die Urkunden an die „Krefelder Rucksackmütter" verliehen. Die Frauen leiten regelmäßig Gruppen mit Müttern aus Zuwandererfamilien an, deren Kinder die Krefelder Grundschulen besuchen. Durch den eigenen Migrationserfahrung können sie persönliche Erfahrungen einbringen. Dieses Programm ist so erfolgreich, dass zwei der Mütter einen Leitfaden für die Landesstelle der Kommunalen Integrationszentren erstellt haben. Zusammen mit Sengül Safarpour, Sozialarbeiterin beim Kommunalen Integrationszentrum in Krefeld, führten sie damit kürzlich einen bundesweiten Workshop in Hannover durch.

Die „Krefelder Rucksackmütter" haben selbst multinationalen Hintergrund, beherrschen neben ihrer Herkunftssprache aber auch fließend Deutsch. Dadurch helfen sie, einen „Rucksack fürs Leben" zu packen. „Das große ehrenamtliche Engagement geht weit über die Aufgabe der Sprachvermittlung und -förderung in den Krefelder Grundschulen hinaus", sagt Sengül Safarpour. Das Kommunale Integrationszentrum koordiniert den Einsatz und die Schulungen.Das Programm sieht eine feste Struktur vor, die neben schulischen Themen auch solche wie Erziehung, Gewaltprävention und gesetzlichen Jugendschutz beinhaltet.

Die Frauen bringen sich darüber hinaus auch als konkrete „Lebenshelfer" ein: So werden andere Mütter zum Arzt begleitet oder auch bei Behördengängen unterstützt. „Die Frauen sind eine Brücke zwischen Lehrern und den Eltern", erklärt Safarpour, laut der Schulleiter seien die Rucksackgruppen immens hilfreich. An vier Krefelder Grundschulen läuft das Programm erfolgreich: Mit im Boot sind die Brüder-Grimm-Schule, die Lindenschule, die Regenbogenschule und die Schönwasserschule.