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2018-03-12: Krefelder Fairkehr: Zahl der Kinderunfälle ist gestiegen

Die Initiative „Krefelder Fairkehr" hat die Zahlen von Unfällen vorgestellt, an denen Kinder im vergangenen Jahr beteiligt waren. Erstmals seit 2011 ist sie gestiegen, und zwar auf 95 (2016: 78, 2015: 85). Eine Ursache für den Anstieg sind 35 Unfälle, bei denen Kinder passiv beteiligt waren, also zum Beispiel als Beifahrer (2016: 22, 2015: 16). „Das zeigt uns, dass wir die Eltern wieder stärker mit ins Boot holen müssen", sagte die Vorsitzende der Initiative Monika Sellke bei der Präsentation. Das Problem der „passiven Unfallteilnehmer" zeigt sich im Vergleich mit den Zahlen der Kinderunfälle, in denen Kinder aktiv beteiligt waren. Hier hat es im Vorjahr 60 gegeben, damit wurde der drittbeste Wert seit Bestehen des „Krefelder Fairkehrs" erzielt. Die Zahl der „passiven Unfallteilnehmer" übersteigt auch andere: So waren 34 der verunfallten Kinder mit dem Fahrrad unterwegs, 26 zu Fuß. Als Hauptunfallursache wurde das Befahren der falschen Fahrbahnseite entlarvt (zehn Unfälle).

Sie haben das Ergebnis der Kinderunfälle 2017 präsentiert: Karin Kretzer (Pressesprecherin Polizei), Holger Klein (Leiter der Direktion Verkehr der Polizei), Monika Sellke (Vorsitzende "Krefelder Fairkehr"), Rainer Behrens (Verkehrswacht) und Michael Hülsmann (Geschäftsführer "Krefelder Fairkehr", von links). Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken
Sie haben das Ergebnis der Kinderunfälle 2017 präsentiert: Karin Kretzer (Pressesprecherin
Polizei), Holger Klein (Leiter der Direktion Verkehr der Polizei), Monika Sellke (Vorsitzende
"Krefelder Fairkehr"), Rainer Behrens (Verkehrswacht) und Michael Hülsmann
(Geschäftsführer "Krefelder Fairkehr", von links).
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken

„Im Vergleich zum Startschuss im Jahr 1999, in dem wir noch 185 Kinderunfälle verzeichnen mussten, ist das jetzige Ergebnis natürlich immer noch gut. Wir wussten auch, dass wir irgendwann an einen Punkt kommen, an dem geringe Veränderungen bei den Zahlen einen Ausschlag geben", so Rainer Behrens von der Verkehrswacht. Eltern seien Vorbilder, daher sei es besonders wichtig, sie auf ein korrektes Verhalten im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. „Viele setzen das damit gleich, das eigene Kind möglichst in Watte gepackt in die Schulklasse zu fahren, Stichwort Elterntaxi. So lernt ein Kind allerdings nicht, wie es sich auf der Straße zu verhalten hat. Auch aus diesem Grund richten wir peu-a-peu Elternhaltestellen an Schulen im Stadtgebiet ein." Vier konkrete Anfragen gebe es derzeit. Dazu passt auch der aktuelle Werbespot der Initiative.

Bruno, die Hauptfigur aus dem neuen Fairkehr-Spot. Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Bruno, die Hauptfigur aus dem neuen Fairkehr-Spot.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Die Verantwortlichen erinnerten auch an den tödlichen Unfall eines Kindes im vergangenen Dezember und erwähnten einen Anstieg von verletzten Kindern (2017: 77 leicht / 17 schwer, 2016: 68 leicht/ 10 schwer, 2015: 73 leicht / 12 schwer). „Das zeigt uns, dass unsere Arbeit nie aufhören darf", so der Leiter der Direktion Verkehr der Polizei, Holger Klein. So haben sich die Beteiligten wieder einige Aktionen auf die Fahne geschrieben: Die Kinderstadtpläne und Schulradwegpläne werden weiter aktualisiert, Maskottchen Freddy Fair soll wieder belebt werden und zum Beispiel beim Weltkindertag im Stadtwald am 9. September oder beim Verkehrssicherheitstag am 23. Juni rund um den Schwanenmarkt vor Ort sein. Auch das Verkehrssicherheitstraining der Polizei an Kindergärten und Schulen geht weiter.