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Krefeld schreibt nach 25 Jahren wieder „schwarze Zahlen“

Zum ersten Mal seit 25 Jahren wird die Stadt Krefeld ein Jahresergebnis wieder mit einem „Plus" abschließen: 53,9 Millionen Euro Verbesserung im Vergleich zur Planung lassen einen Jahresabschluss 2017 mit einem Überschuss von 16,5 Millionen Euro erwarten. „Das ist in guter und wichtiger Schritt. Der positive Trend setzt sich fort und nimmt sogar noch Fahrt auf", macht Oberbürgermeister Frank Meyer deutlich. Im Haushaltsansatz war die Stadt für 2017 noch von einem Minus von 37,4 Millionen Euro ausgegangen. Das endgültige Jahresergebnis 2017 wird die Stadtverwaltung in der Sitzung des Stadtrates am 5. Juli vorlegen.

Der Haushaltsausgleich der städtischen Finanzen war bisher für das Jahr 2020 vorgesehen. Vor rund drei Wochen erreichte die Stadt Krefeld außerdem die frohe Botschaft, dass die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Behörde den Haushalt für das Jahr 2018 genehmigt hat - und das ohne jedwede Auflagen.

„Im Jahr 2015 haben wir uns zusammen mit der Politik darauf eingeschworen, den städtischen Haushalt wieder in Ordnung zu bringen, und ein ambitioniertes Haushaltssicherungskonzept auf den Weg gebracht. Deshalb möchte ich auch insbesondere denen danken, die im Stadtrat Verantwortung übernommen und die Sparbemühungen mitgetragen haben", so Oberbürgermeister Frank Meyer.

„Wenn sich diese positiven Ergebnisse im endgültigen Jahresabschluss für das Jahr 2017 bestätigen, sind wir in der aussichtsreichen Lage, die Überschüsse in die städtische Ausgleichsrücklage einzustellen und das Eigenkapital zu stärken. Wir kommen unserem Ziel der Wiedererlangung der vollständigen Finanzautonomie somit einen großen Schritt näher", zeigt sich auch Stadtkämmerer Cyprian erfreut über die jüngsten Entwicklungen.

Verbesserungen im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendungen (+10,4 Millionen Euro), Mehrerträge bei der Gewerbesteuer (+9,1 Millionen Euro), eine Sonderauskehrung im Zusammenhang mit den Integrationshilfen (+6,9 Millionen Euro), Verbesserungen im Zinsbereich (+4,1 Millionen Euro) sowie ertragswirksame Grundstücksveräußerungen (+4,3 Millionen Euro) sind neben vielen anderen Verbesserungen verantwortlich für diese positive Entwicklung. Dabei gibt es auch durchaus Positionen, die das Jahresergebnis verschlechtern: Neben den geringeren Kostenerstattungen bei den Hilfen für Asylbewerber (-16,1 Millionen Euro) sind auch steigende Aufwendungen bei der Gewerbesteuerumlage (-4,0 Millionen Euro) sowie bei den Betriebskostenzuschüssen für Kindertageseinrichtungen freier Trä-ger (-3,3 Millionen Euro) zu nennen.

Trotz der positiven Entwicklung bestehen auch weiterhin Finanzrisiken, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. „Veränderungen bei den Steuereinnahmen oder ein steigendes Zinsniveau sind Risiken, die sich auf unser Ergebnis auswirken können. Ich kann nur appellieren, dass die stringente Umsetzung des Haushaltssicherungskonzeptes weiterhin den Grundstein für unser wirtschaftliches Handeln bildet und wir den eingeschlagenen Weg der Haushaltskonsolidierung trotz der guten Ergebnisse nicht vorzeitig verlassen dürfen", so Stadtkämmerer Cyprian.